Intelligente Geschichten für Clevere LeserInnen

Homepage der Autorin Katharina Gerlach - Kinder, Jugendliche und jung Gebliebene herzlichst willkommen

 

Willkommen, Welcome (Englisch), Fàilte (Gaelic), Bienvenue (Französisch), Djin dobre (Polnish)*.

Kurzvorstellung der Autorin und warum Lesen so wichtig ist.

Storytime Bloghop: Dosenfutter

Willkommen zu unserem kleinen Bloghop. Hier finden sich 15 Autoren, die heute je eine ihrer Kürzestgeschichten vorstellen (die Links finden sich unter meinem Beitrag, Lesesprache: Englisch). In einer Woche sind die Geschichten alle wieder fort, also lest schnell!.

Dosenfutter

© Katharina Gerlach

baby-dragon„Du wirst meinen Sohn nicht fressen!” Als Mutter Elder anbrüllte, wusste ich, dass mich der Stamm nicht wollte. Ich war zu klein. Ich meine, Mutter war auch nicht gerade groß. Ihre Flügelspitzen reichten kaum bis an die Schulterblätter eines Rothirsches, aber wenigstens war sie nicht behindert. Sie schwebte Elder vor der Nase herum und spuckte kleine Flammen auf ihn.

„Er würde nicht mal einen hohlen Zahn füllen, wenn ich ihn mit einem Wildschein belegen würde”, schrie Elder zurück.

„Er ist ein wahrer Drache.” Mutters Stimme zitterte vor Wut, und ich hatte Angst, dass sie ihn angreifen würde. Sie hätte keine Chance. Immerhin war er dreimal so alt wie sie und somit auch dreimal so groß. Ich senkte den Kopf und schlich mich zum Ausgang der Höhle, wobei ich versuchte, dem Rest des Stammes so gut es ging aus dem Weg zu gehen.

„Was kann man schon erwarten,” sagte eine Matrone. „Sein Vater war ein Wyrm.” Sie fegte ihren Schwanz aus meinem Weg, als wäre ich ansteckend. Seufzend zog ich mich in unser Nest zurück und wartete auf das Urteil des Rats. Ich glaubte nicht länger, dass Mutter Erfolg haben würde, und jedermann wusste, was mit den Schlüpflingen passierte, die nicht in den Stamm aufgenommen wurden. Da gab es entweder die Kochfeuer oder die Eidechsen. Ich hoffte so sehr, dass es die Kochfeuer werden würden. Wenigstens würde ich dann schnell sterben.

***

Nach einer Woche bei den Eidechsen war mir klar, dass ich sie hasste. Es gab wahrscheinlich auf der ganzen Welt keine Tiere die langweiliger waren. Entweder fraßen sie Insekten oder sie lagen in der Sonne, um sich aufzuwärmen. Wenn sich die Sonne hinter Wolken verbarg, versteckten sie sich im Gras vor dem Regen. Ich konnte nicht mal mit ihnen reden, da ihre Stimmbänder meinen überhaupt nicht ähnlich waren. Und sie redeten eh nicht viel. Sie stießen nur kurze, hohe Schreie aus, wenn Gefahr drohte.

„Kiru, kiru.” Da ging es schon wieder los. Jeder einzelne verschwand unter einem Stein oder in einem Loch im Boden. Aber diesmal folgte ich ihnen nicht. Alles war besser als ihre Gegenwart. Also blieb ich, obwohl ich mit Ärger rechnete. Ein Reiter kam in das Gebirgstal in dem ich jetzt lebte – vor mich hinvegetierte wäre wohl richtiger. Seine Dose, ich meine seine Rüstung, reflektierte das Licht der untergehenden Sonne – ein Heiliger George! Wir hatten schon seit Jahrhunderten keine Georges mehr gesehen. Ich kämpfte gegen meine Aufregung und hoffte, dass er meinen Stamm nicht finden würde. Wir hatten gelernt, uns zu verbergen, indem wir mit unserer Umgebung verschmolzen oder uns unter der Erde versteckten. Aber Georges waren grausame Drachenjäger hieß es. Nur Elder erinnerte sich daran, wie man mit ihnen fertig werden konnte.

„Dosenfutter”, hatte er die Georges früher genannt, wenn er mir und meinen Geschwistern Geschichten erzählte. Das war, bevor es klar war, dass ich nicht weiter wachsen und niemals fliegen würde und nicht einmal Funken spucken konnte. Ich konzentrierte mich auf den George und tat so, als sei ich aus Stein. Oft genug waren sie so dumm, dass sie so eine Verstellung nicht durchschauten, und ich war neugierig. Nach der langweiligsten Woche meines Lebens versprach dies, ein Abenteuer zu werden. War er auf der Suche nach einem Drachen, den er umbringen konnte kill oder war er nur ein Angeber? Ich verdrehte die Augen, um mich nach seinem Tross umzusehen, aber er war ganz allein. Es fiel mir auf, dass er nicht einmal eine Lanze dabei hatte. Das überraschte mich. Ich war immer davon ausgegangen, dass Georges bestens darauf vorbereitet waren, einen Drachen zu töten. Sein Blick fiel auf mich, und ich schloss sofort die Augen. Sie waren das einzige, was bei genauerem Hinsehen die Illusion von Stein stören konnte.

„Oh, Wow! Was für eine schöne Statue.” Warme Hände hoben mich hoch, und ich spannte die Muskeln an, um meine Haltung nicht zu verändern. Schließlich bewegte sich Stein nicht. Ich hielt die Luft an und lauschte, während er mich ehrumdrehte. Mein Herz hämmerte so stark, dass ich seine Worte kaum verstand. Mittlerweile hätte ich mich am liebsten dafür geohrfeigt, dass ich mich nicht versteckt hatte. Seltsamerweise war das Material seiner Kampfhandschuhe und seines Panzers nicht so hart, wie Elder immer gesagt hatte.

„Was für ein seltsames Material”, murmelte er. „Es fühlt sich beinahe real an – Ich frage mich, wer das hier gelassen hat. Na ja, Emily wird es gefallen.” Er wickelte mich in etwas Weiches und band mich an sein Reittier – wahrscheinlich das, was Elder Pferd genannt hat, obwohl ich mich ehrlich wunderte, seit wann Pferde aus Metall waren. Ich hätte am liebsten nach Mutter geschrien, aber sie würde nicht kommen. Nachdem beschlossen worden war, dass der Rat mich nicht töten würde, hat sie ihr Urteil akzeptiert und mir entsagt. Meine Kehle trocknete so sehr aus, dass meine elektrischen Drüsen zischten. Zum Glück hörte der George mich nicht. Er musste taub sein. Das sanfte Schaukeln und Hoppeln des Pferdes beruhigte meine Nerven und ließ mich schließlich einschlafen.

***

grown-dragon„Für mich?”

Die Stimme, die mich weckte, war hoch, aber melodisch. Sofort erinnerte ich mich an das, was passiert war, passte meine Haltung an und schloss die Augen gleich wieder.

„Ich hab’s im Park gefunden.” Das war der George. Ich fragte mich, ob Elder je versucht hatte, mit Georges zu sprechen. Schließlich benutzten wir die gleiche Sprache.

„Danke, Papa.” Etwas schmatzte. Ob Kinder-Georges ihre Eltern fraßen. Mein sowieso schon verspannter Körper verkrampfte, und ich kämpfte gegen den Drang, mich zu bewegen. Ich konnte nicht einmal weglaufen, weil ich immer noch eingewickelt war. Das Kind begann, mich auszuwickeln, und ich bemerkte den George, der immer noch in seine silberne Rüstung gekleidet hinter ihm stand. War das nicht ziemlich unbequem? Aber vielleicht ging diese neumodische Rüstung auch gar nicht mehr ab. Was wusste ich schon von Georgen…

„Ein Drache! Oh, wie schön.” Das Mädchen packte mich. Mein Bauch passte leicht zwischen seine Hände. Mir fiel es unerträglich schwer, weiterhin die Luft anzuhalten. Mein Mund fühlte sich furchtbar trocken an, meine elektrischen Drüsen summten und mein Herz hämmerte, als wolle es gleich platzen. Das Mädchen hob mich dichter an sein Gesicht. Weiße, glänzende Zähne waren alles, was ich sah. Ich hatte genug. Fressen lassen würde ich mich nicht – jedenfalls nicht lebend. Mit einem whusch entließ ich den Atem, den ich angehalten hatte. Er traf auf die Elektrizität meiner Drüsen und entzündete sich – ihr wisst ja, wie das ist, Kinder, oder?

Mit einem Schrei ließ mich das Mädchen los, und der Boden raste mir entgegen. Instinktiv öffnete ich meine Flügel und versuchte den Fall abzubremsen. Stellt euch meine Freude vor, als ich plötzlich zur Decke ihrer Wohnung flog. Das Mädchen schrie, seine Haare waren leicht versengt und klitschnass. Der Vater schrie auch. Er hielt eine leere Vase in der Hand, die Blumen lagen um seine Tochter herum am Boden. Eine Frau stand in einem Durchgang und schrie ebenfalls. Ich nutzte ihre Verwirrung und sauste auf ein rechteckiges Loch in ihrer Wand zu, durch das ich die Berge sehen konnte. Woher sollte ich wissen, dass George unsichtbare Steine erfunden hatten? Ich prallte gegen das unsichtbare Hindernis und fiel bewusstlos zu Boden. Wie ich später erfuhr brach ich mir dabei eine Rippe und riss mir den einen Flügel etwas ein.

Wie bitte, Dearielle?

Oh ja. Das ist, wie ich Emily und ihre Familie kennenlernte. Nein, ich erzähle euch jetzt nicht mehr, wie ich zu den Drachenbergen zurückkam. Das ist eine Geschichte für einen anderen Tag. Jetzt schließt die Augen, schlaft schön, und lasst euch nicht von den Georgen beißen.

Ende

14 Weitere Geschichten: (auf Englisch)

Rabia Gale: Spark
K. A. Petentler: The Twisted Tale of Isabel
Shana Blueming: Paper & Glue
Amy Keeley: To Be Prepared For Chocolate
Cherie „Jade“ Arbuckle: After I Died
Karen Lynn: The Family Book
Angela Wooldridge: An Alternative to Frog
Thea van Diepen: Are You Sure It’s That Way?
Paula de Carvalho: Body Double
Kris Bowser: Tantrums
Virginia McClain: Rakko’s Storm
Grace Robinette: Georg Grembl
Elizabeth McCleary: The Door
Dale Cozort: Two Letters In A Fireproof Box

Regen für Juma ist endlich fertig

Endlich ist es soweit. Mein Fantasy Liebesroman „Regen für Juma“ ist bei Amazon als eBook erhältlich. Da ich damit am Amazon-Storyteller-Preis teilnehme, folgen die anderen Vertriebskanäle erst später. Um euch das Buch schmackhaft zu machen, ist es bis zum 31.8. für nur 99ct zu haben.

Ihr könnt mich übrigens auch unterstützen, wenn ihr keinen Kindle habt. Mit der kostenlosen Leseapp von Amazon, kann man sich das Buch aufs Handy oder den PC herunterladen. Und da es DRM-frei ist, läßt es sich mit geeigneter Software (z.B. Calibre) in ein epub (format für andere eBook-reader) umwandeln.

Hier sind die Details zum Buch:

Ein Fantasy Liebesroman aus dem steinzeitlichen Afrika

Die Sonne brennt auf Juma hernieder, als sie ihre Familie zum größten Dorf des Stammes führt. Nichts und niemand soll sie daran hindern, Schülerin der Stammesführerin zu werden. Also ignoriert sie die Hitze. Am See wird alles besser sein. Doch die Felder, die jetzt eigentlich grünen sollten, liegen trocken vor ihr; die Erde ist rissig und spröde. Sogar der See, dessen Quellen endlos schienen, schwindet langsam.

Juma entdeckt, dass der Feuergott Mubuntu daran Schuld hat und dass die Regengöttin immer noch schläft. Doch nur Netinu, der Sohn der Stammesführerin glaubt ihr und scheint mehr Interesse daran zu haben, sie zu umwerben, als dem Stamm zu helfen. Dazu kommt, dass ihr magisches Talent sie dazu verdammt, Schülerin der Dorfzauberin zu werden. Es ist schwer, die Schadenfreude ihrer Rivalin zu verdrängen. Noch schwerer ist es, Netinu’s Werbung abzuweisen, denn Jumas Herz hat sich längst entschieden. Um den Stamm und Netinu zu retten, versucht sie alles, um der Dorfzauberin zu helfen, die Regengöttin zu wecken. Vergeblich.

Während ihre Träume in Flammen aufgehen, bereitet sich Juma darauf vor, gegen den Feuergott zu kämpfen und die Göttin zu wecken – und vielleicht, um zu beweisen, dass sie die richtige Wahl für eine Nachfolgerin der Stammesführerin wäre.

P.S.: Wer in den 4 Wochen nach Kauf des Buches eine Rezension bei Amazon postet, kann mir den Link und die Quittung schicken, und ich erstatte den Kaufpreis.

Mein Sommeralbtraum

Im Januar buchte ich einen Flug für meine mittlere Tochter (13) nach Amerika, wo sie zwei Wochen bei guten Freunden von uns bleiben sollte, um ihr Englisch aufzubessern. Nachdem der Flug gebucht war, erhielt ich eine eMail, die mich bat einen Begleitservice zum Preis von $300 zu bestätigen, ohne den meine Tochter nicht reisen könne. Die Bezahlung sollte am Flughafen erfolgen. Ich buchte also diesen Service. Schließlich wollte ich, dass mein Kind in Sicherheit reisen würde.

Im Juli rief ich die Fluggesellschaft an, um zu fragen, ob ich meine Tochter bis zum Abfluggate begleiten dürfe. Da erfuhr ich, dass meine Tochter überhaupt nicht fliegen könne, da ich den Begleitservice nicht bestellt hätte. Mir wurde gesagt, ich müsse ein neues Ticket kaufen, was mich $1,700 für den Flug und $300 für den Service kosten würde. Geschockt und frustriert rief ich mein Reisebüro an und die klärten das (dachte ich jedenfalls). Es stellte sich heraus, dass das Computer-System von American Airways nicht mit dem von US Airways kompatibel ist, so dass niemand US Airwaiys darüber informiert hatte, dass ich den Service gebucht hatte. Das war aber weder meinem Reisebüro noch mir mitgeteilt worden. Mit viel Druck buchte American Airways schließlich den Flug so um, dass er direkt durch das System von US Airways ging, und berechneten mir dafür 400€ (die ich zähneknirschend akzeptierte, da das immer noch besser war als beinahe $2000). Ich bezahlte, und mir wurde gesagt, dass bei US Airways Kinder unter 15 aber über 13 unbegleitet fliegen könnten, so dass ich die zusätzlichen $300 am Flughafen nicht bezahlen müsse. Gut, dachte ich, alles in Ordnung.

Am 10. August brachte ich meine Tochter rechtzeitig zum Flughafen Schipol (etwa 5 Stunden von uns entfernt), da das der einzige Flughafen gewesen war, der einen Direktflug zu ihrem Ziel angeboten hatte. Ich checkte sie ein und fragte erneut, ob ich sie bis ans Abfluggate begleiten dürfe, da sie erst 13 sei und alleine reisen würde. Die Dame am Schalter informierte mich, dass das nicht möglich sei, da ich keinen Boarding-Pass hätte. Als es schließlich Zeit wurde, sich zu verabschieden oder das Flugzeug zu verpassen, umarmte ich meine Tochter schweren Herzens und ließ sie ziehen. Sie sah so unglaublich erwachsen aus…

Anschließend suchte ich mein Auto (auch nicht gerade einfach) und fuhr 1 1/2 Stunden, um einen Onkel zu besuchen. Wir aßen gemeinsam Mittag, redeten und hatten Spaß, was mich von meinen Sorgen ablenkte, bis uns ein Telefonanruf unterbrach. Die Freundin, die auf meine andere Tochter aufpasste, sagte mir dass die Fluggesellschaft sich geweigert habe, meine Tochter an Bord des Fliegers zu lassen, und dass sie noch in Schipol sei.

Als der Schock halbwegs verdaut war, machte ich verschiedene Telefonanrufe. Schließlich gab die Fluggesellschaft zu, dass der Fehler bei ihnen lag, da mich niemand darüber informiert hatte, dass ich zum Ticketschalter hätte gehen und den OBLIGATORISCHEN!!! Service hätte buchen und bezahlen müssen. Zu dem Zeitpunkt war ich aus Frust kurz vorm Platzen. Überraschenderweise ging alles sehr schnell und unkompliziert, als sie herausgefunden hatten, wie falsch informiert und unglücklich ich war. Ich wurde gebeten, nach Schipol zurückzukommen. Sie buchten für mich und meine Tochter ein schönes Hotel, bezahlten alles, verzichteten auf die Service-Gebühr und ließen meine Tochter den Flug am nächsten Tag nehmen. Alles, was ich tun musste, war ein Formular zu unterschreiben.

Verständlicherweise wartete ich diesmal, bis das Flugzeug in der Luft war und mir eine Mitarbeiterin der Fluggesellschaft bestätigte, dass meine Tochter an Bord sei. Sie ist jetzt bei unseren Freunden und scheint ziemlich glücklich zu sein.

It’s my life (Bon Jovi) … in Liedern

Ich bin mit der verrückten Idee aufgewacht, dass es möglich sein müsste, mein Leben in Liedertiteln zu erzählen. Da ich heute Geburtstag habe, werde ich genau das machen. Und weil ich zwei Sprachen beherrsche, werden es englische und deutsche Lieder sein. 😀

Was bisher passiert ist (komprimierte Version):
Geburt: (Here I am, rocked you like a ) Hurricane, Scorpions
Kindheit: Wenn ich König von Deutschland wär, Rio Reiser
Schule: Die pure Lust am Leben, Geier Sturzflug
Puberty: Smooth Criminal, Michael Jackson
Abitur: Love is in the air, John Paul Young
Lehre: Die Regenballade, Achim Reichel & Ina Seidel
Universität: Life is Live, opus
Schottland: Lord of the Dance, 19th century Shaker tune (here by The Dubliners, und ich weiß, dass die aus Irland sind)
Dissertation: Wishing you were here, Pink Floyd
Hochzeit: Wolke 4, Philipp Dittberner & Marv
1. Kind: Wie schön du bist, Sarah Connor
2. & 3. Kind: Keine ruhige Minute, Reinhard Mey
Schreiben: Nothing Else Matters, Metallica
Seither: Paperback Writer, Beatles

Was noch kommt:
Nachhaltiger Erfolg: We are the Champions, Queen
Rente des Ehemanns: Wind of Change, Scorpions
Das unausweichliche Ende: Sound of Silence, Simon & Garfunkel

Meine Lebensmottos:
My Way, Frank Sinatra
and Geh aus mein Herz und suche Freud, German hymn by Paul Gerhard

Ich hoffe, dass euch diese Lieder gefallen. Sie stellen einen guten Querschnitt dessen dar, was ich gerne höre (auch wenn ein bisschen wenig Klassik dabei ist, die hier nicht gepasst hat). Und jetzt fordere ich William L. Hahn, Rabia Gale, Elizabeth McCleary, Patricia Jankowsky, Jaqueline Spieweg und David Pawn heraus, uns ihr Leben in Liedern zu zeigen (Minimum 5 Lieder und ein übergreifendes Lebensmotto). Ich freue mich darauf! 😀

Wer Englisch kann ist eingeladen…

Am 26. August gibt es ein besonderes Leckerli für LeserInnen, die einigermaßen gut Englisch können. Einige AutorInnen (ich eingeschlossen) Haben uns entschlossen einen Story-Time Bloghop zu organisieren. Das bedeutet, dass ihr viele interessante, gut geschriebene (das weiß ich ganz sicher), brandneue und KOSTENLOSE Kurzgeschichten lesen könnt. Sie sind alle aus dem bereich der Phantastik (SciFi und/oder Fantasy) und werden genau eine Woche online sein. Wer diese Geschichten lesen will, sollte sich den 26. August im Kalender vormerken, dann zu meinem Blog kommen, meine Geschichte lesen (die es als einzige auf Deutsch und Englisch geben wird) und einem der Links zu den anderen Blogs folgen (es werden alle Blogs unter allen Geschichten verlinkt sein).

Verärgert und verzweifelt…

Die Gremlins der Welt haben sich gegen mich verschworen. Alles, was ich neben dem Schreiben getan habe, scheint wie verhext. Mein Motorrad, das dringend zur TÜV-Nachprüfung muss, springt nicht mehr an, seit ich das Hinterrad herausgenommen und wieder eingesetzt habe. Es gibt keinen vernünftigen Grund, warum es das tun sollte. Meine Jüngste muss für ein paar Tage ins Krankenhaus für ein MRT, weil ihre Füße seltsam nach innen verdreht sind, und ich mache mir große Sorgen, dass es etwas Ernstes sein könnte. Tja, und dann ist da noch der Ärger mit dem USA-Flug meine mittleren Tochter in ein paar Wochen:

Wut kochte in ihrer Brust, heißer als die Hitzewelle draußen. Tausend Dollar? Wo sollte sie die hernehmen, ohne zu stehlen? Als sie im Januar den Flug gebucht hatte, war sie davon ausgegangen, dass die vorgeschriebene Begleitung für minderjährige Kinder mitgebucht worden sei, doch irgendetwas war schief gelaufen. Jetzt sollte sie eine Umbuchung vornehmen, die den Kauf eines neuen Tickets nötig machte – drei Wochen vor der Reise. Ein Albtraum!
Wie sollte sie das ihrer Tochter erklären? Da war die Enttäuschung doch vorprogrammiert. Ihr war übel und ihr Herz hämmerte wie eine Dampfmaschine. Gleichzeitig schürte sich ihre Kehle zu und ihr Blick verschwamm.
Sie hatte versucht, das Reisebüro anzurufen, aber die hielten sie seit 15 Minuten in einer Warteschleife mit Musik. Niemand hielt sich wohl für zuständig ihren Anruf anzunehmen und ihr zu helfen. Sie wurde immer genervter. Es würde sie alle Kraft kosten, denjenigen nicht anzuschreiben, der letztendlich am anderen Ende sein würde – falls das überhaupt passieren sollte. Sie knirschte mit den Zähnen und versuchte, das unausstehlich fröhliche Lied zu ignorieren, das aus dem Lautsprecher ihres Telefons klang.
Endlich! Eine Stimme … ein junger Mann, an dem ihre Wut abperlte wie Wasser von einer Ente.
“Natürlich haben sie die eMail bezüglich der Reisebegleitung beantwortet. Lassen sie mich eben nachsehen, was da passiert sein könnte … bitte bleiben Sie am Apparat.”
Etwas beruhigt durchsuchte sie ihre Outbox. Da – das war die besagte eMail. Wieso hatte sie die vergessen können? Hieß das, dass jetzt alles in Ordnung war? Die eMail, die sie im Januar fristgerecht beantwortet hatte, sagte etwas von einer Bearbeitungsgebühr, die zu zahlen sei. Eine schnelle Überprüfung ihrer Kontoauszüge ergab keine passende Abbuchung. Hatte das Reisebüro auf ihre eMail im Januar überhaupt geantwortet? Sie konnte sich nicht erinnern. Das müsste sie den netten Telefonberater fragen, wenn er an den Apparat zurückkam … tut tut tut – die Verbindung brach ab.
NEIN! NICHT JETZT!
Zitternd vor Wut wählte sie erneut die Nummer des Reisebüros. Nachdem sie sich noch einmal durch das sprachgesteuerte Menü gehangelt hatte, sagte die künstliche Stimme, “Ihre Wartezeit beträgt zehn Minuten.”
Da sie bereits über eine Stunde in der Leitung gehangen hatte, wurde ihre Nerven immer, immer dünner. Sie schloss die Augen und atmete tief durch, während der Telefonhörer “summer feelings” quäkte.
Sie musste etwas TUN oder sie würde durchdrehen. Nochmal zehn Minuten erzwungener Untätigkeit und sie würde die Wände hochgehen.
Also öffnete sie ihre Textverarbeitung und begann zu schreiben.
Die Wut ließ ganz langsam nach …
Das Lied in der Endlosschleife wurde erträglich.
Fünfzehn Minuten und noch nichts.
Sie atmete ruhig und versuchte, nicht an die vielen Dinge zu denken, die sie eigentlich noch erledigen müsste. Das half – ein wenig.
Zwanzig Minuten …
Mist, sie hatte ihren eReader auf dem Dachboden liegen lassen. Ob sie schnell nach oben renne konnte? Nein, lieber nicht. Es war sicher jeden Moment soweit.
Hoffentlich.
Fünfunddreißig Minuten – wenigstens war ihr Mann so lieb gewesen, ihren eReader zu holen. Warten war langweilig, aber das Lesen beruhige wenigstens ihre Nerven.
Dreiundvierzig Minuten – ein neuer Telefonberater.
Sie seufzte und wiederholte ihr Problem. Diesmal stellte sie aber sicher, dass ihre Telefonnummer zu den Akten genommen wurde, damit sie jemand zurückrufen konnte, falls die Verbindung erneut abbrechen sollte. Noch mehr Wartezeit, während sich der Telefonberater über die Situation informierte, dann die Bestätigung, dass sie alles richtig gemacht hatte. Trotzdem war das Problem damit nicht aus der Welt. Irgendjemand höher auf der Karriereleiter musste sich zurückmelden, um zu klären, warum sie weder eine Bestätigung der Reisebegleitung noch eine Rechnung erhalten hatte. Aber fürs Erste sah es so aus, als würde sich doch noch alles rechtzeitig organisieren lassen. Ihr wurde versprochen, dass man sie morgen zurückrufen würde.

Info-Update – Ich bin noch nicht zurückgerufen worden. Eine eMail habe ich auch noch nicht erhalten. In diesem Moment, hänge ich schon wieder in der Warteschleife. Diesmal ohne Ansage der voraussichtlichen Wartezeit.

zweites Info-Update – Alles geklärt. Der Fehler lag bei American Airlines – sie haben uns nicht Bescheid gegeben, dass die gebuchte Kombination in ihrem System nicht durchführbar war. Na, wenigstens haben sie die horrenden Strafgebühren fallen lassen, und eine Beschwerde seitens des Reisebüros bekommen sie auch. Die Gebühr, die wir noch zahlen müssen, ist jetzt ca. 200 € höher als sie im Januar gewesen wäre, aber meine Tochter kann wie geplant fliegen. Dann werden wir eben in den nächsten Wochen den Gürtel etwas enger schnallen – oder ihr kauft mehr Bücher 😀

Ich Unverbess… ich meine Superbeliebt

Es sieht so aus, als würde ich in letzter Zeit immer beliebter. 😀

Zwei Blogs haben mich interviewt, einer auf Deutsch, der andere auf Englisch. Auf DJ Mills‘ Blog kehre ich zu meinen Wurzeln zurück und erzähle etwas über den verworrenen Weg, den ich gegangen bin (natürlich ist dieser Beitrag auf Englisch). In der ABS-Lese-Ecke geht es mehr um meine Bücher und darum, wie ich sie schreibe.

Im August werde ich an einem Blog Hop teilnehmen, bei dem mehrere Fantasy AutorInnen eine Kurzgeschichte auf ihren Blogs posten werden … alle am gleichen Tag. Die Geschichten werden genau eine Woche verfügbar sein, danach löschen wir sie wieder. Meine Geschichte erscheint natürlich sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch. Aber wer alle lesen will, und es sind einige unglaublich talentierte AutorInnen dabei, sollte einigermaßen Englisch können. Markiert euch den 26. August im Kalender.

See you there.

meine 3 wichtigsten Regeln für Fantasy

Fantasy zu schreiben (und zu lesen) soll Spaß machen. In letzter Zeit ertappe ich mich immer öfter dabei, dass ich Bücher nicht zuende lese, weil imho die wichtigsten Regeln nicht eingehalten werden. Dabei ist die erste Regel die allerwichtigste. Stimmt sie, kann ich sogar über Schnitzer bei den anderen beiden hinwegsehen.

Regel 1: Du sollst die LeserInnen nicht langweilen

Diese Regel ist natürlich allgemeingültig und nicht nur auf das Genre Fantasy beschränkt. Dummerweise gibt es genügend AutorInnen, die dies nicht berücksichtigen. Um das mal anzutesten habe ich eine neue Form der Rezi aus den USA übernommen, bei der ich die Spannung eines Romans unter extremen Bedingungen teste. Schaut mal hier.

Regel 2: Wenn Du etwas Ungewöhnliches erschaffst (fliegende Esel, zwei Monde oder drei Sonnen), muss dies auch in einer Fantasywelt Auswirkungen haben

Ich bin wissenschaftlich ausgebildet und habe immer Freude an der Logik dahinter gehabt. Daher nervt mich nichts so sehr, wie Fantasy-Romane, bei denen sich über Grundlagen der Natur hinweggesetzt wird, ohne dass es dafür einen Grund gibt. Bedenkt doch nur, wie viele Religionen sich auf unseren einen Mond berufen. Was glaubt ihr wohl, was los wäre, wenn es zwei Monde gäbe (mal ganz abgesehen von den irren Auswirkungen auf Ebbe und Flut)?

Regel 3: Magie macht das Leben komplizierter, nicht leichter

Die meisten Fantasy-Romane enthalten ein magisches Element oder Zauberei. Das ist natürlich cool und sicherlich ein Anziehungsgrund für Fantasy. Trotzdem darf ein/e AutorIn nicht den Fehler machen, mit Hilfe der Magie alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Im Gegenteil. Um Regel eins zu verwirklichen, ist es unumgänglich, dass die Magie die Probleme der Hauptfigur noch verschärft. Das kann z.B. durch die „Kosten“ der Magie passieren (Erschöpfung, verstärkte Alterung) oder durch Fehler bei der Benutzung (s. Disney’s (eigentlich Göthe’s) Zauberlehrling).

Selbstverständlich sind diese Regeln (abgesehen von Regel eins) nicht unbedingt für jeden Menschen gleich wichtig. Deshalb sag mir, wie geht es dir mit Regeln? Welche sind für dich am wichtigsten, wenn du Geschichten liest (oder schreibst)?

Neuauflage von Urchin King

Wie man an den vielen verschiedenen Titelbildern (siehe hier) unschwer erkennen kann, ist meine erste Indie Veröffentlichung (Urchin King) so etwas wie eine Spielwiese für mich. Ständig arbeite ich am Titelbild, an der Formatierung, am Klappentext, am Titel … alles, um zu sehen, was geht und das Gelernte auf die anderen Bücher zu übertragen.

Dieses Mal fiel mir auf, dass das alte Titelbild, so schön ich es auch finde, nicht die angestrebte Zielgruppe anspricht (Jugendliche). Also ließ ich mir ein völlig neues Konzept einfallen. Was haltet ihr davon? Spricht es die Zielgruppe an? Kann man erkennen, wie viele Bilder ich benutzt habe, um es zu machen? Gefällt es euch? Sollte das Qindie-Siegel größer (und vielleicht an eine andere Stelle)?

Hier ist das neue Titelbild. Den neuen Klappentext stelle ich euch demnächst vor.

neues Titelbild für Urchin King

Cosplayer Dreiundzwanzig

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und noch ein Kostüm bei dessen Anblick ich gefroren habe…

Es gab noch viel mehr wunderbare Kostüme (Ich habe sogar Mononoke Hime aus Miazakis Film Prinzessin Mononoke gesehen, mein absolutes Lieblingskostüm), aber meine Kamera fiel runter und funktionierte danach nicht mehr richtig. Das hat mir ziemlich Leid getan, aber die Kostüme habe ich trotzdem genossen.