INTELLIGENT STORIES FOR SMART READERS

Homepage of the Author Katharina Gerlach
for children, young adults, and the young at heart

Willkommen, Welcome (Englisch), Fàilte (Gaelic), Bienvenue (Französisch), Djin dobre (Polnish)*.

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Ein Vierteljahr geht so schnell vorbei, dass ich kaum merke wie viel Zeit vergeht. Und dabei rase ich bereits auf die 50 zu. Zum Glück fühle ich mich viel, viel jünger (was wohl auch daran liegt, dass ich seit über 30 Jahren glücklich in denselben Mann verliebt bin). Hier sind wir also mal wieder. Bald ist Halloween und dann Weihnachten, zuvor aber der übliche Bloghop.
bloghop
Meine mittlere Tochter ist ein großer Fan von Australien (hat sie wahrscheinlich von ihrer Mutter (mir) geerbt). Ihre Lieblingsband ist 5SoS, sie interessiert sich für die Geschichte der Aboriginees (hat sogar ein frewilliges Referat in der Schule gehalten) und für die einmalige Tierwelt. Ich bin mir sicher, sie würde zu gerne nach Australien reisen, um alles mit eigenen Augen zu sehen. Selbstverständlich habe ich mir etwas einfallen lassen, wie sie diesen Traum wahr machen kann. Viel Spaß bei der Geschichte (wie immer gibt es unterhalb Links zu weiteren Geschichten, die dann aber wie immer auf Englisch sind).

Australische Träume

Glauben Sie an Magie? Besuchen sie Australien für ein Zehntel des üblichen Preises. Informationsveranstaltung St. Pauls, Kirkstreet, Montag 17:00 Uhr

australia-62823_640Die Musik einer australischen Band füllte mein kleines Wohnzimmer, als ich auf die Anzeige starrte und versuchte, die aufkeimende Hoffnung zu unterdrücken. So ein Angebot konnte nicht wahr sein. Australien war mein Traumland. Ich hatte alle Bücher gelesen, alle Filme gesehen, und schleppte ein Erste-Hilfe-Täschchen mit mir herum, in dem alles enthalten war, was man zur Behandlung von Schlangenbissen brauchte, einschließlich der Gegenmittel für die wichtigsten Gifte. Nicht, dass ich das je brauchen würde. Ich hatte zwar jeden Pfennig gespart, solange ich mich erinnern konnte, aber es reichte nicht – nicht einmal für eine Hinfahrkarte. Grob geschätzt wäre ich fünfzig, bevor ich genug Geld für eine dreimonatige Reise hätte. Also, was hatte ich zu verlieren?

***

Ich betrat St. Pauls etwas zu spät und war trotzdem die einzige Besucherin. Das hohle Gefühl in meinen Eingeweiden breitete sich aus. Ich hatte ja gewusst, dass das Angebot der Anzeige zu gut war, um wahr zu sein. Ich wollte fliehen, aber der Ausgang wurde von einem Aborigine in einem Lendenschurz blockiert.

Willkommen. Ich bin sehr glücklich, dass Sie hier sind.“ Sein faltiges Gesicht verzog sich zu dem freundlichsten Lächeln, das ich je gesehen hatte. Er nahm meine Hände und zog mich zu einer Matratze, die in dem freien Raum zwischen dem Altar und den Bänken lag. „Bitte, setzen Sie sich zu mir. Sie können in weniger als fünf Minuten in Australien sein.“

Meine Hände wurden feucht. War dies echt, oder war ich doch einem Betrüger aufgesessen? Eins war sicher, er spürte meine Sehnsucht. Na, ich würde mich jedenfalls nicht um meine schwer verdienten Ersparnisse bringen lassen.

Ich habe kein Geld.“ Das war nur eine kleine Lüge.

Machen Sie sich doch keine Sorgen um etwas so Unwichtiges.“ Der Aborigine setzte sich mit gekreuzten Beinen auf die linke Seite der Matte und zeigte auf den freien Platz. „Bitte lassen Sie mich erklären. Es hängt alles mit dem Träumen zusammen.“

Träume?“ Ich hatte von ihrer Religion gelesen. Sie bestand aus Tausenden von Geschichten über die Entstehung der Welt und die Ahnen der Aborigines. Aber was hatte das mit meinem Besuch in Australien zu tun? Das war alles zu verwirrend. Trotzdem setzte ich mich hin. Vielleicht konnte ich etwas Neues lernen.

Ob Sie es glauben oder nicht, ich komme aus einer Zeit, bevor der weiße Mann nach Australien kam. Meine Ahnen brachten mich heute her und versprachen mir, jemanden zu mir zu leiten, der mir helfen kann. Und das haben sie getan.“ Er lächelte erneut, und ich entspannte mich, ohne zu verstehen warum. „In meiner Zeit ging mein Sohn auf einen Walkabout, um sich auf die Übernahme der Häuptlingswürde vorzubereiten. Am Tag seiner Rückkehr fand ich ihn halb bei Bewusstsein in der Nähe unseres Dorfes. Er war von einer Todesotter gebissen worden, was merkwürdig war, denn sie beißen eigentlich nicht gern. Ich rief die Ahnen an. Sie brachten mich her und schickten Sie zu mir. Werden Sie mich begleiten und meinen Sohn retten?“ Er sah mich mit großen, hoffnungsvollen Augen an. Wie konnte ich so einer Bitte widerstehen? Bestenfalls würde ich ein wenig von Australien sehen. Im schlechtesten Fall verschwendete ich etwas Zeit, um einem alten Irren zu gefallen. Also nickte ich.

Er nahm meine Hände, und das andauernde Summen eines Didgeridoos füllte meinen Kopf. Alles Licht verschwand. Das Dröhnen erinnerte mich an einen geschäftigen Bienenkorb, aber es enthielt außerdem eine Melodie, die mich mit sich riß. Als Worte das Lied begleiteten, kehrte das Licht zurück und ich fand mich unter einem Himmel mit einem Vollmond und dem Kreuz des Südens wieder, das ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte. Wilde, aromatische Düfte füllten meine Nase, und das Sirren der Insekten fiel in das Lied ein.

Der alte Mann saß unter einem Eukalyptusbaum uns spielte auf einem Didgeridoo. Neben ihm wälzte sich ein Mann hin und her, vielleicht in den frühen Dreißigern. Er atmete schwer und schwitzte stark. Zum Glück reichte das Mondlicht, um den Biss an seinem Knöchel zu erkennen. Ich zog mein Erste-Hilfe-Täschchen hervor und benutzte die Pumpe, um so viel Gift wie möglich aus dem Körper zu saugen. Der Mann stöhnte. Als ich mir sicher war, das Bestmögliche getan zu haben, lud ich eine Spritze mit dem Gegenmittel und injizierte es ihm. Hoffentlich reichte das, um das Gift zu besiegen. Todesottern setzten bei einem Biss sehr viel Gift frei. Meine Segenswünsche mischten sich mit dem Lied des alten Mannes, während wir warteten.

Als der Morgen dämmerte wurde die Atmung des Verletzten endlich ruhiger. Er schwitzte nicht mehr und fiel in einen heilenden Schlaf.

Der alte Mann hörte auf zu spielen. Die Melodie endete, und ich wurde in die Dunkelheit gerissen. Alles, was ich noch hörte, waren seine Abschiedsworte.

Danke. Wir schulden Ihnen einen langen Besuch.“

***

Als mich eine Hand an der Schulter berührte, öffnete ich meine Augen. Ich lag auf der Matratze in St. Pauls, und eine junge Aborigine Frau beugte sich mit einem Lächeln über mich.

Also sind sie doch hier. Ich hatte nicht erwartet, dass die Geschichten meines Ururgroßvaters wahr sind“, sagte sie und half mir beim Aufstehen. Dann kreuzte sie die Arme vor der Brust und verneigte sich. „Ich fühle mich geehrt, Ihre Bekanntschaft zu machen und bin gekommen, um Sie für einen mehrmonatigen Besuch zu uns nach Australien zu holen, so wie es mein Ururgroßvater verlangte.“ Als sie sich wieder aufrichtete, erhellte ein Lächeln ihr Gesicht, das dem ihres Vorfahren sehr ähnelte. „Und da dachten wir alle, Sie wären seinen Träumen entstiegen.“

Ja, ein Traum war es – mein Traum, der wahr wurde.

 

Links zu weiteren Geschichten (auf Englisch):
Karen Lynn The Waves at Midnight
Sherri Conway Ants
Elizabeth McCleary Over James Henry Wilcox Dead Body
Canis Lupus The Picture
Peg Fisher All In the Fall, a Fractured Fairytale
Bill Bush Trapped
Crystal Collier Emily’s Ghost
Viola Fury 911
Benjamin Thomas Autumn Cascade
C. Lee McKenzie Beautiful
Erica Damon Penance‘
J. Q. Rose Sorry
Elise VanCise Lady In The Woods
Barbara Lund Spooky Space
Angela Wooldridge Quiet Neighbours

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Ich habe eines meiner Märchen (eine Adaption von Aschenputtel) beim Writer’s of The Future Award eingereicht, einem renommierten Wettbewerb in den USA, wo vierteljährlich viele Hunderte von aufstrebenden Autoren ihre Werke einreichen. Selbstverständlich habe ich gehofft, dass etwas dabei herauskommt, aber damit gerechnet habe ich nicht; schließlich ist Englisch nicht meine Muttersprache. Und nun das hier (selbsterklärend):
Urkunde Writers of the Future
Ich platze fast vor Stolz und musste es euch sofort mitteilen. Los, freut euch mit mir. Hier habt ihr Sekt (nein, ich nehme Wasser, danke) und Schokolade. 😀

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