INTELLIGENT STORIES FOR SMART READERS

Homepage of the Author Katharina Gerlach
for children, young adults, and the young at heart

Willkommen, Welcome (Englisch), Fàilte (Gaelic), Bienvenue (Französisch), Djin dobre (Polnish)*.

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Es ist wieder Zeit für den vierteljährlichen Bloghop. Dieses Mal habe ich es ein klein wenig anders gemacht, denn Ostern haben meine Brüder (ich habe drei) und ich mit technischem Schnickschnack herumgespielt, das sich einer von ihnen besorgt hatte. Wir machten ein paar schräge Fotos, und ich fügte eines davon dem Ende der Geschichte hinzu. Da es die Pointe ist, empfehle ich, es nicht anzusehen, bevor du die Geschichte gelesen hast. 😀

Als ich clever war…

Als ich an jenem Morgen in unsere Küche taumelte und übernächtigt auf die Holzmöbel und steinerne Arbeitsplatte starrte, gab mir mein Vater eine NewReality™ Brille.

„Es wird Zeit, dass du die Welt mal mit anderen Augen siehst“, sagte er und verschwand. Ich glaube, er ging zur Arbeit, aber sein plötzliches Verschwinden gruselte mich etwas.

Da mein Gehirn auf Grund von Schlafmangel (ich hatte die halbe Nacht ein 3D Virtual Reality Game gespielt) noch nicht voll da war, setzte ich sie auf … und die Welt veränderte sich schlagartig. Jetzt stand ich in einer Küche aus weißem Marmor und Chrom. Wo meine Müslischale gestanden hatte wartete jetzt ein Teller mit kunstvoll verzierten Pfannkuchen. Ich stopfte mich voll, war aber ein wenig enttäuscht, dass sie wie Müsli schmeckten.

Der Weg zur Schule hatte sich ebenfalls verändert. Der Schulbus war nun eine schicke Limousine, meine Klassenkameraden trugen edle Anzüge oder Rock und Bluse, alle mit Schlips. Wenn sie mich ansahen, lächelten sie, als wären sie meine Freunde. Da ich wusste, dass das nicht so war, ergab das Lachen hinter meinem Rücken irgendwie Sinn. Ich hatte nur keine Ahnung, worüber sie lachten.

In der Schule sank ich auf den Stuhl neben meinem besten Freund. Er grinste mich an.

„Mensch, siehst du lustig aus“, sagte er. „Du hättest dein Handy mitbringen sollen. Dann könnten wir Fotos machen.“

„Das ist nur meine neue Brille“, antwortete ich. So schlimm konnte sie doch nicht aussehen, oder?

Erst als der Lehrer eintrat fiel mir auf, dass ich meine Schulbücher vergessen hatte. Wenigstens hatte ich die Hausaufgaben mit, so dass ich keine Abmahnung bekam, aber alle lachten über mich. Und wenn ich „alle“ sage, meine ich auch alle.

Auf meinem Weg durch die Pausenhalle zu meiner nächsten Unterrichtsstunde, kamen Leute, die ich kaum kannte, um mich zu begrüßen. Solange ich sie ansah, lächelten sie nur. Aber sobald sie mich an den Nächsten weiterreichten, platzten sie vor Lachen – sogar die Lehrer kicherten, wenn sie an mir vorbei kamen. Das sah ich zwar nicht, hörte es aber.

Nach der zweiten Pause hatte ich genug. Obwohl ich wusste, dass ich später gewaltigen Ärger bekommen würde, schlich ich mich vom Schulgelände und machte mich auf den Heimweg. Dabei starrte ich auf den Boden, damit möglichst wenig Leute mein Gesicht sehen konnten. Was machte die neue Brille damit, dass alle Welt so furchtbar heftig lachen musste?

Ich bog um eine Ecke und hielt überrascht inne. Versehentlich war ich in die falsche Richtung gegangen. Meine Wangen wurden heiß und ich drehte wieder um. Ich hatte das Schultor kaum erreicht, als ein Wagen neben mir hielt. Für mich sah er aus wie ein nagelneues Cabrio, aber es klang wie ein Roboter mit Asthma. Die getönte Seitenscheibe des Fahrers senkte sich, und das Gesicht meiner Mutter lächelte mich an. Sie wirkte wie ein Engel in ihrem blauen, fließenden Abendkleid, also lächelte ich unwillkürlich zurück.

„Steig ein“, sagte sie und ich gehorchte wortlos.

In unserer neuen Küche befahl sie mir, mich auf einen Stuhl zu setzen, und bereitete mir einen Kakao und sich selbst einen Kaffee zu. In meinem Magen bildete sich ein Eisklumpen. Ich wusste, dass es jetzt Ärger gab. Trotzdem war sie immer noch am Lächeln – oder veränderte es die Brille, so wie es die Küche verändert hatte?

„Wie oft habe ich dir gesagt, du sollst mit deinen Spielen die Nacht nicht zum Tage machen?“ Ihre Stimme klang kalt und fern, aber ich spürte die darunterliegende Wut. Ich ließ den Kopf hängen und entschuldigte mich, aber das reichte nicht. „Und jetzt trägst du diese blöde Brille auch noch zur Schule! Weißt du denn gar nicht, wie dämlich das aussieht?“

„Die hat Papa mir heute morgen gegeben“, protestierte ich.

„Das ist unmöglich.“ Jetzt klang Mama eher genervt als wütend. „Er ist seit letzter Woche auf einer Dienstreise nach Paris. Hörst du denn nie zu, wenn ich dir etwas erzähle?“

Ich musste zugeben, dass zuhören nicht gerade meine Stärke war.

„Jetzt gib mir die, und dann ab ins Bett mit dir.“ Resignation beherrschte ihren Tonfall, obwohl das Gesicht, das ich sah, immer noch lächelte. „Ich schreibe deinem Lehrer eine Entschuldigung. Aber diese Woche wird nicht mehr damit gespielt.“

Ich stöhnte auf, nahm aber die Brille ab. Schlagartig verwandelte sich das blaue Kleid in die ausgewaschenen Jeans und das zu große T-Shirt, das sie so gerne trug. Ich gähnte und reichte ihr widerwillig die Brille.

„Pass auf. Ich zeig dir mal, wie dämlich du damit ausgesehen hast“, sagte sie und setzte sie auf. „Du meine Güte. Wie konntest du damit überhaupt etwas sehen? Es ist ja alles völlig verschwommen.“

Ich wunderte mich über ihre letzte Bemerkung, doch als ich in ihr Gesicht mit der Brille sah, musste ich einfach lachen.

So clever wirkte Mama mit der Brille. Ich frag mich, wie ich aussah.

 

 

Das war die Geschichte. Ich hoffe sie hat euch gefallen. Und hier sind die Links zu den anderen Teilnehmern des Bloghops. Wenn es so läuft wie bei den anderen Hops, dann sind mal wieder eine Menge Perlen darunter. Lasst sie euch nicht entgehen:

Never kid a kidder by Angela Wooldridge
The Color Of … by Chris Makowski
Nightmare by Erica Damon
Pick Up Lines by Bill Bush
The Scorpius Gate by Sandra Fikes
V is for Vortex by Elizabeth McCleary
Deep Dive by Juneta Key
Bugs by Gina Fabio
Secret by J. Q. Rose
Journal of Anah by J Lenni Dorner
The Vineyard at Mar Mozambique by Karen Lynn
Stealing Space by Barbara Lund

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Einer meiner Lieblingsautoren ist David Pawn (der mit wahrem Namen natürlich ganz anders heißt). Ich bewundere, wie mühelos es ihm gelingt, in Genres zu schreiben, die so gar nichts miteinander zu tun haben (Western, Fantasy, Horror). Dazu kommt, dass er ein unglaublich netter Kerl ist. Ihr könnt ihn übrigens (fast) immer auf der Leipziger Buchmesse treffen. Die nächste steht ja praktisch schon wieder vor der Tür.

Meine Lieblingsserie von ihm ist aber ganz eindeutig die „Zaubertränke„-Serie. Man könnte sagen, dort träfe Harry Potter auf Dr. House. Die Grundidee ist leicht: In der Serie sind die beliebten Harry Potter Bücher in Wirklichkeit Memoiren, die McGonagal unter Pseudonym geschrieben hat. Angesiedelt ist die Serie natürlich in Wernigerode am Harz (wo auch sonst) und im Heiler-Krankenhaus Drei Annen Hohne.

Die Hauptfigur, Sophus Schlosser, hat drei Hobbies: Frauen, Frauen und Zaubertränke. Bei letzteren ist er sogar ziemlich talentiert und erfolgreich, im Gegensatz zu den anderen beiden. Daher nutzt er sein Talent, um seine Chancen bei den ersten beiden zu verbessern. Leider sind Liebestränke nicht legal, da sie auf die Nichtmagisch Begabten unerwünschte Nebenwirkungen haben. Und so kommt es, wie es kommen muss, Sophus wird erwischt und zu Liebeskummer verurteilt.

Ich habe Tränen gelacht, und zwar vom ersten (Amortentia, im Augenblick nur 99ct, also ein Schnäppchen!) bis zum derzeit letzten Band (Decoctum Solaris). Selbst jetzt muss ich immer wieder grinsen, wenn ich nur an Sophus denke.

Die ganze Serie ist süchtigmachend. Also fangt an zu lesen. Im Augenblick gibt es den ersten Band zum Sonderpreis, und es lohnt sich wirklich. Sophus hat eine ganze Reihe Abenteuer zu bestehen, und trotz der Anlehnung an das HP-Universum ist dieses eine davon völlig unabhängige Welt mit eigenen Charakteren, Ideen und Orten. Hier können FantasyleserInnen von 14 Jahren aufwärts bedenkenlos zugreifen.

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Als Erstes und Wichtigstes: versuche nicht, am Samstag durch alle Hallen zu wandern (die Lektion habe ich auf mehreren Buchmessen in Leipzig gelernt, die ich besucht habe). Samstag kommen alle mit Kind und Kegel, Oma und Hund. Die Gänge sind komplett verstopft. Wenn irgend möglich sind Freitag oder Donnerstag die besseren Tage.

Die Leipziger Buchmesse ist immer wieder etwas Besonderes. Dadurch, dass auch die Maga-Comic-Con (mit ihren Cosplayern) und die Antiquariatsmesse stattfinden, ist es immer recht voll. Dennoch ist es die beste Möglichkeit, LeserInnen zu treffen. Darum kommen viele Qindies (Quality Indies) und ich jedes Jahr wieder, solange s uns gelingt, die Standgebühren aufzubringen. Dieses Jahr waren wir erfolgreicher als die Jahre zuvor, und ich hoffe, dass es nächstes Jahr noch besser wird.

Übrigens ist „Leipzig liest“, das Lesungsprogramm der Messe, ein großartiger Weg, neue AutorInnen zu entdecken. Die meisten leseorte sind wunderbar auf Zusammenarbeit eingestellt. Für uns dekorierte sein Autohändler seinen gesamten Verkaufsraum mit Gräbern, einem Skelett und Möbeln, die die unheimliche Athmosphäre betonten, um unsere Dark-Fantasy Lesung zu einem Event zu machen, die seine Kunden (und wir) so schnell nicht vergessen werden.

Wenn du also mal eine größere Buchmesse besuchen willst, ist Leipzig absolut lohnenswert. natürlich ist Frankfurt größer, aber auch weniger persönlich. In den nächsten Tagen werde ich einige Impressionen von der Messe posten.

Und noch eines zum Abschluss, falls du als Aussteller zu einer Buchmesse fährst: stelle sicher, dass das Promo-Material genau das tut, was es soll. Mir ist ein Fehler unterlaufen, der mir mehr als peinlich ist. Ich stehe da wie der größte Idiot aller Zeiten (was ich tatsächlich von Zeit zu Zeit bin 😀 )

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