Intelligente Geschichten für Clevere LeserInnen

Homepage der Autorin Katharina Gerlach - Kinder, Jugendliche und jung Gebliebene herzlichst willkommen

 

Willkommen, Welcome (Englisch), Fàilte (Gaelic), Bienvenue (Französisch), Djin dobre (Polnish)*.

Kurzvorstellung der Autorin und warum Lesen so wichtig ist.

Eine Weihnachtsgeschichte

Digital StillCameraHeute bekommt ihr eine Weihnachtsgeschichte von meiner Qindie-Kollegin Cordula Broicher. Bücher waren schon von klein auf ihre Möglichkeit des Rückzugs in eigene Welten, aus denen sie sich auch heute noch manches Mal schwer lösen kann.

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Luis und der Weihnachtsbaum

Als Luis an diesem Morgen von Mama geweckt wurde, wollte er nicht aufstehen. Im Bett war es so schön warm und kuschelig und draußen war es noch stockdunkel. Nur die Straßenlaternen warfen ihr kühles Licht durch das bunte Transparentpapier der Sterne, die an seinem Fenster klebten. Luis zog sich die Decke über den Kopf und drehte sich noch einmal um.

Kurz darauf zupfte Mama an der Bettdecke. „Luis?“

Ganz dumpf drang ihre Stimme an sein Ohr. „Luis, nun komm, es ist schon nach sieben.“

„Ich bleibe heute zuhause.“

„Geht es dir nicht gut?“ Mama schob die Decke ein stückweit hinunter und legte ihm die Hand auf die Stirn. „Hast du Fieber?“

„Mein Hals kitzelt ganz komisch“, meinte Luis und hustete ein wenig.

„Ach, du Armer“, sagte Mama und setzte sich zu ihm ans Bett. „Wenn du krank bist, kannst du heute Nachmittag ja gar nicht mit in den Wald fahren, um den Tannenbaum auszusuchen.“

Oh, das hatte er ja ganz vergessen. Rasch strampelte er die Decke von den Beinen und sprang aus dem Bett. „Mir geht es schon wieder gut, Mama, ich muss sicher nur etwas trinken.“

„Da bin ich aber erleichtert.“ Mama stand auf und ging hinüber zur Tür. „Zieh dich rasch an und komm frühstücken. Papa und Mariele essen schon.

Eilig schlüpfte Luis in seine Sachen, fegte wie der Wind durchs Badezimmer und saß kurze Zeit später neben seiner Schwester am Frühstückstisch. Mama hatte die Kerzen auf dem Adventskranz angezündet und es gab roten Tee mit Zimt. Der schmeckte schon nach Weihnachten.

„Na, mein Großer“, sagte Papa, „freust du dich schon auf heute Nachmittag?“

„Klar!“ Luis griff nach einer Scheibe Brot und beschmierte sie mit Butter. „Darf ich auch mal die Axt halten?“

„Die Axt trage ich, du bist noch zu klein“, erklärte Mariele.

Luis knuffte sie in die Seite. „Gar nicht wahr! Ich kann schon gut mit Werkzeug umgehen.“

„Kein Streit am frühen Morgen“, mahnte Mama. „Mariele trägt die Axt hin und Luis trägt sie zurück zum Auto.“

„Darf ich denn auch mit der Axt schlagen?“ Luis strich sich dick Marmelade auf sein Butterbrot und biss ab.

„Nein, mit der Axt schlage nur ich“, antwortete Papa.

Mariele zog die Stirn in Falten „Vielleicht will Mama auch mal.“

Mama lachte. „Nein, danke. Ich werde uns heißen Kakao mitnehmen und mich ganz zufrieden an meinem Becher wärmen, während ich euch zuschaue.“

Kurze Zeit später klingelte Luis am Nachbarhaus. Paulina öffnete die Tür.

„Morgen“, nuschelte sie. Ihr Mund war noch mit Nutella verschmiert.

„Bist du noch nicht fertig?“

„Doch, gleich. Komm rein.“

Luis folgte ihr in den Flur und wartete darauf, dass Paulina aus dem Bad zurückkam. Bei Hansens schlang sich eine mit Strohsternen geschmückte Girlande rund um das Treppengeländer. Das sah hübsch aus.

„Denk an dein Pausenbrot!“, hörte er Frau Hansen aus der Küche rufen.

„Habe ich schon eingepackt!“ Paulina zog sich ihre Jacke an und setzte den Ranzen auf. „Tschüss, bis später!“

„Tschüss, meine Maus.“ Paulinas Mutter kam aus der Küche und gab ihr einen Kuss. „Tschüss, Luis, viel Spaß in der Schule.“

„Mal sehen“, antwortete Luis. So sicher war er sich nicht, dass er Spaß haben würde. „Aber danke“, fiel ihm gerade noch rechtzeitig ein.

Gemeinsam mit Paulina ging er den Grasnelkenweg entlang. „Wir gehen heute Nachmittag in den Wald, einen Tannenbaum schlagen.“

„Ihr schlagt einen Baum? Warum?“

„Wir brauchen doch einen Tannenbaum.“

„Aber warum müsst ihr ihn schlagen? Was hat er euch getan?“

Luis schaute Paulina an und sah, dass sie grinste. „Mensch, Paulina, manchmal bist du echt komisch.“

„Ich wünschte mir, wir würden unseren Tannenbaum auch aus dem Wald holen“, seufzte Paulina. „Aber Papa und Mama haben dazu keine Lust. Deshalb kaufen wir unseren morgen in der Gärtnerei. Da ist es dann fast so ähnlich wie ihm Wald, weil dort so viele Tannenbäume stehen. Und es duftet. Wie Weihnachten.“

„Aber im Wald ist es schöner“, meinte Luis, „da hat man viel mehr Auswahl, sagt Papa. Und außerdem nimmt Mama Kakao und Kekse mit. Das ist wie Picknick.“

In der ersten Stunde hatten sie Musik und übten die Lieder für die Weihnachtsfeier. Luis würde sogar ein Gedicht aufsagen.

In der zweiten Stunde hatten sie Rechnen, da war Luis langweilig. Als er seine Aufgaben gelöst hatte, schaute er zum Fenster hinaus in den trüben Himmel. Und dann passierte es. Erst ein kleines, dann ein zweites, ein drittes größeres Flöckchen — und dann begann es zu schneien.

„Es schneit!“, rief Luis und sprang von seinem Stuhl. „Es schneit!“

Er lief hinüber zum Fenster und drückte sich die Nase platt. Paulina kam dazu und auch die anderen Kinder stürmten zum Fenster. Inzwischen fielen die Flocken dicht an dicht vom Himmel und schon bald bedeckte den schwarz geteerten Boden des Schulhofs ein weißes Kleid aus Schnee.

Da begann Frau Schneider zu singen und alle Kinder stimmten mit ein:

Schneeflöckchen, Weißröckchen,

wann kommst du geschneit?

Du wohnst in den Wolken,

dein Weg ist so weit.

So wurde es doch wieder ein schöner Schultag.

Als Papa endlich von der Arbeit kam, saß Luis gerade vor der Schnurkugel, die er für Oma Matilde bastelte. Er sprang auf. „Fahren wir los?“

„Ich denke, zuerst solltet ihr euch noch die Hände waschen und aufräumen“, lachte Papa. „Außerdem würde ich gerne noch eine Tasse Kaffee trinken.“

Luis wusch sich die Hände und packte die Bastelsachen in den Karton. Die Schnurkugel konnte liegenbleiben, die musste noch trocknen, ehe er den Ballon herausziehen konnte.

„Ich bin fertig!“, rief er und rannte in die Küche. „Fahren wir jetzt los?“

„Ja, du Quälgeist.“ Papa wuschelte ihm durch die Haare und stellte die leere Kaffeetasse in die Spüle.

Die Fahrt dauerte nicht lang. Luis kannte den Wald. Im Sommer fuhren sie dort mit ihren Räder hindurch, um zur Gaststätte am See zu kommen. Aber jetzt sah alles ganz anders aus. Die braunen Wege waren verschwunden. Stattdessen stapften sie durch knöchelhohen Schnee, der unter ihren Stiefeln knirschte. Schließlich erreichten sie das abgesperrte Gebiet, in dem die Bäume geschlagen werden durften.

„Ich will einen ganz großen Baum“, sagte Mariele und streckte ihren Arm nach oben aus.

„Und du?“, fragte Papa Luis.

„Mal sehen, welcher mir gefällt.“

Luis ging durch die Baumreihen. Sie waren nicht allein. Auch andere Leute prüften die Bäume, gingen drum herum und beratschlagten, für welchen sie sich entscheiden sollten.

„Wie groß darf er denn werden?“, fragte Papa und blieb neben einem riesigen Baum stehen.

Mama lachte. „Nun, in unser Wohnzimmer sollte er schon passen.“

„Der hier ist schön“, rief Mariele.

Luis schaute zu ihr hinüber. Ja, der Baum gefiel ihm auch recht gut. Aber so schnell wollte er noch nicht am Ziel sein. „Lasst uns erst noch weitersuchen“, meinte er.

Nachdem er ein paar Schritte weitergegangen war, kam er an einen Platz, an dem schon viele Bäume geschlagen worden waren. Nur ein einzelnes Bäumchen stand noch dort.

„Der gefällt mir“, sagte Luis. „Lasst uns diesen nehmen.“

Papa kam hinzu und ging um den Baum herum. „Das hat schon seinen Grund, warum dieser noch hier steht, Luis. Schau doch mal, der ist ja ganz krumm.“

„Außerdem hat er hier nur braune Nadeln.“ Mariele zeigte auf einen der unteren Äste.

„Er hat zu wenig Sonne bekommen“, erklärte Mama.

„Wahrscheinlich haben ihm die Bäume rundherum das Licht genommen.“

„Ich möchte diesen“, beharrte Luis auf seine Wahl.

„Aber der ist doch nicht schön“, erklärte Papa. „Der eignet sich nicht einmal für Brennholz.“

„Aber er steht hier ganz allein“, erklärte Luis. „Niemand will ihn haben. Er braucht doch auch eine Familie, um Weihnachten zu feiern.“

Mama legte ihm den Arm um die Schultern, zog die Stirn in Falten und betrachtete das Bäumchen ausgiebig.

„Du willst doch nicht tatsächlich dieses Bäumchen kaufen?“, fragte Papa Mama.

„Da könnte man sicher etwas draus machen“, antwortete sie.

„Genau, Papa.“ Luis verschränkte die Arme vor der Brust. „Als Mariele neulich meinte, dass sie keine Lust auf die blöden Aufgaben hat, hast du selber gesagt, es kommt immer drauf an, was man daraus macht.“

Papa grinste und ging noch einmal um die Bäumchen drum herum. „Was meinst du Mariele?“

„Schön ist er jedenfalls nicht.“

„Das ist wohl wahr“, meinte Mama. „Aber wenn Luis so viel daran liegt.“

„Von mir aus.“ Mariele gab Papa die Axt und nach ein paar Schlägen kippte das Bäumchen um.

„Juhu!“ Luis warf die Arme in die Luft und sprang hoch. Es war geschafft.

Wenige Tage später war Heiligabend. Papa hatte das Bäumchen schon an dem Tag, an dem sie es aus dem Wald geholt hatten, in einen Ständer gestellt und diesen mit Wasser gefüllt. So hatte es die letzten Tag auf der Terrasse gestanden. Luis hatte ihm einen Strohstern in die Spitze gesetzt, damit es schon ein wenig geschmückt war.

Während der Christmesse rutschte Luis aufgeregt hin und her und überlegte, wie sein Baum wohl aussehen würde. Aber er hatte so viele Ideen im Kopf, dass er zu keiner Lösung kam.

Nach dem Gottesdienst wünschten sie noch allen Freunden frohe Weihnachten und gingen endlich nach Hause. Im Flur zog er so schnell wie möglich Jacke und Schuhe aus. „Ich bin fertig!“

„Das ist schön“, sagte Mama und wuschelte ihm durchs Haar. „Ihr wartet hier, bis alles bereit ist.“

So blieb Luis mit Mariele im Flur zurück und wartete auf das Klingeln des Weihnachtsglöckchens. In seinem Bauch kribbelte es, als wären ganze Ameisenkolonien darin unterwegs.

„Zapple doch nicht so herum“, schalt Mariele.

„Ich bin aber so aufgeregt. Wann klingelt es denn endlich?“

Da, endlich, das Glöckchen erklang. Luis lief zur Wohnzimmertür und stieß sie auf. Dann blieb er stehen und starrte auf den Tannenbaum. Es war der schönste Baum, den er in seinem Leben gesehen hatte. Er stand auf einem kleinen Tischchen, behängt mit einer strahlenden Lichterkette. An allen Zweigen hingen dicke rote und goldene Kugeln, dazwischen die Sterne, die Mariele gebastelt und die grün-goldene Glitzerkette, die er in der Schule gemacht hatte. Der Ast ohne Nadeln war verschwunden. An dieser Stelle stand die Krippe, so dass es aussah, als würde das Bäumchen das Jesuskind beschützen.

Papa hatte Recht gehabt. Es kam immer nur darauf an, was man aus etwas macht. Luis lief zu seinen Eltern und umarmte sie ausgelassen.

„Frohe Weihnachten, mein Schatz“, sagten sie wie aus einem Mund.

„Fröhliche Weihnachten“, sagte Luis.

H.L. Burke — Beggar Magic

I am a great fan of music, so when Heidi asked me to help her promote her new release, I jumped at the chance. This sounds like an incredibly interesting read to me. Check it out. (Also, if you keep reading, you can win the book!)

In Gelia City, magic is music: a constant ever-changing melody known as the Strains. Hereditary ability to use the Strains divides the city into two classes: the wealthy Highmost, who can access the full potential of the Strains, and the Common tradesmen, who are limited to mundane spells, known as beggar magic.

With the help of the Strains, Common teen Leilani rescues and befriends a gifted Highmost girl, Zebedy. The girls’ friendship opens Leilani’s eyes to the world of the Highmost. She’s intrigued by Zeb’s close relationship with the Strains, and longs to know them as she does. Zeb, in turn, comes to depend on Leilani’s strength and intelligence, making them an inseparable team, ready to take on anything with the Strains at their back.

As their unlikely friendship strengthens and endures, Zeb draws Leilani further into the Highmosts’ intrigues. Beneath the polished, academic facade of the Highmost manors lurks a threat to the Strains. An unknown force consumes their music, leaving only heart-rending silence behind.

Leilani and Zeb will do anything to save their beloved Strains, but as the silence grows, they face danger their previously sheltered lives could never prepare them for. Whoever is behind the death of the Strains is willing to kill to keep their secret safe. To preserve the Strains, the girls may have to sacrifice their friendship, or even their lives.

About Heidi

H.L. Burke

H.L. Burke

Born in a small town in north central Oregon, H. L. Burke spent most of her childhood around trees and farm animals and was always accompanied by a book. Growing up with epic heroes from Middle Earth and Narnia keeping her company, she also became an incurable romantic.

An addictive personality, she jumped from one fandom to another, being at times completely obsessed with various books, movies, or television series (Lord of the Rings, Star Wars, and Star Trek all took their turns), but she has grown to be what she considers a well-rounded connoisseur of geek culture.

Married to her high school crush who is now a US Marine, she has moved multiple times in her adult life but believes that home is wherever her husband, two daughters, and pets are.

Find her on her website, Facebook, or Goodreads.

Adventskalender

Als ich dieses Jahr anfing, den Indie Advent Calendar zu organisieren, dachte ich, ich würde niemals genügend AutorInnen für einen deutschen Kalender zusammenbekommen. Zum Glück fand ich dann doch eine Menge Unterstützung bei den Qindies. Kommt mal rüber. Der Kalender ist komplett kostenlos. (Außerdem gibt es nach wie vor die englische Ausgabe, in der 6 AutorInnen ihre Geschichten vorstellen).

Qindie Adventskalender

Qindie Adventskalender

Titelbildspielereien

Da ich es mir nicht leisten kann, einen erstklassigen Cover Designer einzustellen, muss ich meine Titelbilder selbst machen. Doch ich war nie ganz zufrieden mit den Ergebnissen, obwohl ich nicht genau wusste, warum. Deshalb machte ich einen Kurz zum Erstellen professioneller Titelbilder. Das hat mir die Augen geöffnet.

Mit wenigen Veränderungen wurden aus meinen akzeptablen, aber nicht spektakulären Titelbildern professionell wirkende Cover. Nehmen wir Schottlands Wächter als Beispiel. Der Künstler, den ich engagiert hatte, fing genau das ein, was ich hatte haben wollen. Trotzdem war ich mit dem Titelbild unzufrieden.

Jetzt habe ich es nur leicht verändert. Man merkt es kaum, wenn man die Bilder nicht zum Vergleich nebeneinander liegen hat, aber jetzt ist das zweite genau so, wie ich es wollte.

Titelbild für Schottlands Wächter vorher / nachher

Das beste Beispiel für alles, was ich in den letzten 2 1/2 Jahren gelernt habe, ist Urchin King. Das erste Titelbild ist viel zu unruhig und wirkt wie für einen historischen Roman, nicht einen Fantasy Roman. Es hat kein Farbkonzept und auch keinen Bezug zum Buch. Das zweite Titelbild versucht wenigstes auf einen Teil der Geschichte einzugehen (die königlichen Zwillinge). Leider ist nach wie vor deutlich, dass der Designer (ich) ein Amateur war. Und wieder gab es keinen Hinweis auf Fantasy.

Urchin King alte Titelbilder

Das dritte Titelbild ist endlich etwas besser, obwohl es immer noch kein Fantasy genre cover ist. Beim vierten Titelbild fand ich endlich das perfekte Hintergrundbild. Doch selbst mit einem Bild, das einem ein Gefühl von Fantasy vermittelt, wirkt das Titelbild immer noch nicht wie das eines traditionellen Verlags. Aber die fünfte – und letzte – Version tut das.

uk-d

Lass mich wissen, was Du denkst. Kannst Du nachvollziehen, was ich gelernt habe, wenn Du die Bilder studierst?

Veröffentlichung: Schätze Neu Erzählt 1

Als ich lesen lernte, Habe ich Märchen nur so verschluckt. Auch das erste Buch, das ich je geschrieben habe (und das jetzt friedlich in einer Schublade schlummert), war so etwas wie ein Märchen. Viele meiner ersten Versuche, mit hoffnungsvollem Herzen bei Verlagen eingereicht, erinnerten an Märchen. Und dann… für viele, viele Jahre gar nichts. Ich schrieb Fantasy, SciFi, Urban Fantasy, historische Romane und sogar Sachbücher, aber nie wieder ein Märchen. Ich denke, das lag an all den Absagen, die behaupteten, dass sich Märchen nicht verkaufen.

Der Zwerg und die Zwillinge

Der Zwerg und die Zwillinge

Heutzutage weiß ich es besser. Als mir also meine Muse (meine kreative Seite) eine Serie von Märchennacherzählungen anbot, alle mit einer Länge unter 100 Seiten, war ich begeistert. In drei Monaten schrieb ich drei Novellen, überarbeitete sie und übersetze sie aus dem Englischen. Es sind noch mehr unterwegs, da ich bereits Ideen für mindestens zwei weitere Novellen habe, die in der gleichen Welt spielen werden. Ich habe irre viel Spaß.

Aber jetzt habe ich erst einmal das Vergnügen, die Veröffentlichung des ersten Bandes meiner Serie “Schätze Neu Erzählt” vorzustellen: Der Zwerg und die Zwillinge, eine Neuerzählung von “Schneeweißchen und Rosenrot” der Gebrüder Grimm.

Das Original erzählt von zwei unschuldigen Mädchen, die einem sprechenden Bären durch den Winter helfen. Sie stehen auch einem fiesen Zwerg bei, trotz seiner Wutausbrüche. In dieser Version der Geschichte ist der Zwerg ein wenig anders, genauso wie der Bär…

Martin lebt allein im großen Wald des Königreichs. Eines Tages begegnet ihm eine schwangere Frau, die vor den Soldaten der Königs flieht. Als er ihr hilft, ahnt er nicht, dass sich sein einsames Leben für immer verändert. Denn die Zwillinge, die sie in sich trägt, sehen nicht tatenlos zu, als sein Leben in Gefahr gerät.

Alle Bücher dieser Serie werden neben der Neuerzählung eine Bonusgeschichte und das Originalmärchen enthalten (da einige Märchen eher unbekannt sein werden).

Hoffentlich habt ihr ebenso viel Spaß beim Lesen, wie ich beim Schreiben hatte. Bitte sagt es allen weiter.

kostenloses eBook (auf Englisch)

Heute gibt es mal einen Beitrag auf Englisch, denn das Buch, um das es geht, ist leider nicht auf Deutsch erhältlich. Ich habe beide Bücher bereits gelesen und liebe sie. Deshalb versuche ich sie überall weiter zu empfehlen. Außerdem ist der Autor ein lieber Freund von mir. Und wer nicht gut genug Englisch kann, um sich das Buch zu kaufen, könnte doch bitte wenigstens andere auf das Buch aufmerksam machen. Danke für Eure Hilfe.

Judgement’s Tale vol. 2:
Strength of Conviction

My friend William L. Hahn releases his new eBook “Strength of Conviction” today. It is the second volume in the “Judgement’s Tale” series. To celebrate it, you can get the first volume for free until the 3rd of October on Amazon. Please help us spread the word.

About the Book

As the central kingdom of the Lands of Hope languishes without rule or reason under a worsening pall of chaos, most Children of Hope stand by and do nothing. The few who would dare are outcasts and strangers, either too high up, or too far inside, or still too young to help. Worse, all their scattered mysteries seem unconnected.

Treaman the Woodsman struggles to guide his companions through ensorcelled wildlands to safety. The poorest knight in the city prays by Conar’s statue for weeks without ceasing, as though his life depends on it. The young scribe Anteris copies histories for his master by day, dreams of adventure till sunset, and searches the stars by night for the riddle of his future. A noble Conarian heir seeks to join a lost legendary Order, putting his duty before his life. A gentle Elvish sage confronts the greatest of puzzles, the closed door barring the way to friendship with his greatest, and most dangerous pupil.

For Solemn Judgement, the Man in Grey, is learning that names are indeed important when he shows… Strength of Conviction.

Go and grab it, and if you like it, please leave a review and buy the second book too. He needs all the help you can give.

aus dem Sommer zurück, Alien gesichtet…

Normalerweise schreibe ich nicht detailliert über mein Privatleben (darum heißt es ja auch privat, nicht wahr), aber diesmal mache ich eine Ausnahme. Aus gutem Grund.

Die meisten von euch wissen wahrscheinlich, wie sehr ich es mag, Unterhaltung und Wissensvermittlung zu verknüpfen. Ich liebe nichts mehr, als ein gutes Buch zu genießen und am Ende zu merken, dass ich dabei etwas gelernt habe. In vielen meiner Bücher, besonders den historischen Romanen, versuche ich genau diese Balance zu erreichen.

Während dieser Sommerferien nahm ich an einer Nachtwanderung durch einen Slowakischen Wald teil, bei der genau das erreicht wurde. Wie die meisten Kinder werden auch eure wenig begeistert sein, wenn es darum geht, spazieren zu gehen, selbst wenn es Nachts ist und durch einen Wald geht. Meine Kinder jedenfalls hatten kein bisschen Lust. Mit einem Förster als Großvater dachten sie, sie hätten schon alles gesehen. Aber sie hatten sich geirrt. Erstens waren wir in der Slowakei (da sind die Wälder nicht ganz so wie hier), und zweitens hatten die Dorfbewohner einen ausgiebigen Hintergrund für die Wanderung vorbereitet, da dieser Spaziergang für Kinder etwas Besonderes werden sollte. Kinder von 8-13 Jahren konnten teilnehmen, da meine beiden aber (noch) nicht gut genug Englisch können, durfte ich sie begleiten.

Die Organisatoren taten so, als sei im Wald ein UFO abgestürzt. Men in Black suchten die Gegend nach dem überlebenden Alien ab. Ihre Wissenschaftler untersuchten die Energiequelle des UFOs. Zum Glück gab es auch eine Gruppe, die dem Alien helfen wollte, die Energiequelle zurück zu gewinnen, damit es nach Hause zurückkehren kann. Sie waren die, die die Kinder durch den Wald führten.

the crashed UFO

the crashed UFO

Am Versammlungsort war ein Zelt mit Informationen über Sterne, Galaxien, das Universum und die Biologie des Aliens aufgebaut (offensichtlich hatten nicht alle Aliens überlebt). Wir gingen in kleinen Gruppen von 3-5 Kindern und durchliefen insgesamt 9 Stationen, wo wir kleine Aufgaben ausführen mussten. Gleich am Anfang trafen wir einen Astronomen, der uns die Sterne erklärte und uns zeigte, wo das Alien hergekommen war. An der zweiten Station mussten die Kinder die Energiezellen des UFO’s (kleine, phosphoreszierende Plastikröhrchen) aus dem Labor stehlen. Einmal wurden wir von den MIB erwischt, die uns erfolglos nach den Energiezellen durchsuchten (die Kinder waren sehr stolz, dass sie sie so gut versteckt hatten), Fotos machten und Fingerabdrücke nahmen. Ein anderes Mal wurden wir von Soldaten, die mit der Sicherung der Absturzstelle betraut waren, auf einem Umweg an dem abgestürzten UFO (beleuchtet mit flackernden Christbaumketten – leider ist das Foto nicht so toll geworden, siehe oben) vorbei und durch einen niedrigen Tunnel geführt.

Nachdem wir im Dunkeln kreuz und quer durchs Gelände gewandert waren (wir überquerten einen kleinen Bach gleich zwei Mal), erreichten wir das Alien. Und das war der unbestreitbare Höhepunkt der Wanderung (siehe Bild). Der Schauspieler benutzte sogar einen Stimmverzerrer, damit das Alien weniger menschlich klang. Wir waren begeistert. Das Alien war extrem dankbar für die Hilfe. Jedes Kind bekam eine kleine Belohnung, dann konnten wir nach Hause gehen. Ich bin nachhaltig beeindruckt von dieser kleinen Aktion. Meine Kinder haben gar nicht bemerkt, wie schnell zwei Stunden vergangen sind.

the alien

the alien

Mein Tip für LehrerInnen: wenn Kinder etwas Lernen sollen, muss es Spaß machen. Meine Mädchen reden jedefalls noch heute, über zwei Wochen später, von Sternen und Galaxien.

Ferien!

Das ist nur eine kurze Notiz, um euch wissen zu lassen, dass ich mit meinen Kindern in die Reiterferien fahre und eine Weile nicht hier sein werde.

Übrigens habe ich die dritte Märchenneuerzählung fertig
und den größten teil der Zeitreisegeschichte. Das Ende schreibe ich, sobald ich zurück bin. Danach konzentriere ich mich darauf, die Geschichten, die ich geschrieben habe, zügig zu veröffentlichen. Im Moment habe ich 5 Kurzgeschichten (z.T. im Doppelpack), 2 Bände der Zeitreiseserie, 3 Märchenneuerzählungen, eine Gruselgeschichte für Kinder über Geister und Monster und Juma’s Rain fertig, meinen Jugendfantasyroman, der im steinzeitlichen Afrika spielt. Außerdem habe ich die Hälfte einer Superheldengeschichte für Kinder fertig, die vorerst Rainbow Girl heißt. Ich hatte sie letztes Jahr im NaNo angefangen und wollte sie immer noch zu Ende schreiben.

Es gibt also genug zu tun. Jetzt genieße ich aber erst einmal meine Ferien. Ich hoffe ihr tut das auch.

Der Sommer kommt!

Mensch, eben gerade ist noch Abitur und schwups, sind 25 Jahre um. Das schlimmste/beste daran ist, dass ich meinen Mann noch länger kenne. ;-)

Also, als gehorsames (schnauf) kleines Mädchen bin ich natürlich zu den Feierlichkeiten zum Silbernen Abitur hingegangen.  Es war nett, die alten Klassenkameraden wiederzusehen, hat mir aber auch vor Augen geführt, dass ich noch immer nicht ganz dazu passe. Nur wenige Interessengebiete überschneiden sich. Wenigstens habe ich eine ganze Menge über Bereiche gelernt, von denen ich vorher keine Ahnung hatte (und ich habe von der neuen Rektorin meiner alten Schule gelernt, dass man keine Rede halten sollte, wenn man wie ein Maschinengewehr spricht).

Einige meiner Kameraden waren recht gut darüber informiert, wo die Freunde aus den anderen Semestern gelandet waren (da gab es z.B. die Überraschung, dass ein Kamerad aus der Theater AG jetzt Drehbücher für ein paar ziemlich bekannte Fernsehproduktionen schreibt). Vielleicht sollte ich doch einmal so tun, als interessiere ich mich für Klatsch und Tratsch. Es ist so nett, herauszufinden, was aus den anderen geworden ist. Anderseits ist einiges, was einem so zugetragen wird, auch ziemlich gemein, und ich will’s eigentlich gar nicht wissen. Ich denke, mir eicht das Quatschen bei Gelegenheiten wie dem silbernen Abi; ansonsten bleibe ich beim Schreiben.

Übrigens, da die Sommerferien immer näher rücken (nur noch zweieinhalb Wochen), verabschiede ich mich bald. Es ist mir nicht möglich, zu schreiben, wenn die Kinder daheim sind. Ich hoffe nur, dass wir Schwimmbadwetter haben werden.

Nach den Ferien werde ich wie verrückt neue Bücher veröffentlichen. Ich habe so viele Geschichten, die ich teilen will. Bis dahin genießt mal die Sonne, falls sie rauskommt.

Zweiter Versuch

Aus dem Feedback, das ich bekommen habe, habe ich gelernt, dass die Elfen reine Geschmackssache sind. Die Hälfte der Leute mochte sie, die andere Hälfte nicht. Mir gefallen sie, also bleiben sie (vorerst, ich könnte meine Meinung noch ändern). Mir ist auch klar, dass “Treasues Retold” nur bei voller Vergrößerung lesbar ist. Das ist aber kein Problem für mich, da es klar als Logo erkennbar ist, auch wenn man in der Vorschau die Aufschrift nicht wird lesen können. Vielen Dank an alle, die mir geholfen haben in diesen Punkten Klarheit zu gewinnen.

Es gibt aber noch ein paar weitere Probleme, für die du aber ein wenig mehr über meine Geschichten wissen solltest. Die erste ist eine Nacherzählung von “Schneeweißchen und Rosenrot” mit dem Zwerg als Hauptfigur (in dieser Geschichte ist er nicht böse), die zweite ist eine Nacherzählung von “Die Schöne und das Biest” in einer Steampunk Welt. Ich habe möglichst viel des Feedbacks umgesetzt. Da es so aussah, als würde das Titelbild für Band zwei fast allen gefallen, habe ich mich weitestgehend auf Band eins konzentriert.

Band2-final

Im Moment ist mein größtes Problem, was ich in das große Medaillon tun sollte. Ich habe ein wunderbares Bild gefunden, mit einem Mann, der wie ein Zwerg in Lederkleidung aussieht. Leider ist er viel zu alt, um der Zwerg aus meiner Geschichte zu sein. Also habe ich mich nach zwei Mädchen umgesehen, eine blond, die andere braun, die dicht beieinander stehen, damit sie in den Rahmen passen. Dabei war meistens die Kleidung zu modern. Hier sind die wenigen, die vielleicht passen könnten. Was meinst du?

Band1-3 Band1-4

Band1-5 Band1-6

Ich könnte versuchen, zwei Mädchen zu finden, die Fans von Mittelalter-Festen sind und sie bitten, mir für ein Foto Modell zu stehen (Ups, ich habe gerade gesehen, dass ich das Wort “twins” groß schreiben müsste). Idealerweise müssten sie Spaß haben, so wie die Mädchen unten links, aber etwas älter aussehen.

Bitte helft mir noch einmal. Ich bin sehr dankbar für jede Art von Feedback.