Buchbesprechung: Der geheime Garten

Leser erleben viele tausend Leben — Nichtleser nur eines.

Ich habe Der geheime Garten von Frances Hodgson Burnett das erste Mal mit zwölf Jahren gelesen. Ich habe es so sehr geliebt, dass ich mir nach und nach alle Bücher der Autorin gekauft habe.

Nach dem Tod ihrer Mutter kommt Mary nach England auf das Schloss ihres sonderbaren Onkels. Die geheimnisvollen Umstände, die das verwöhnte Mädchen dort antrifft, krempeln sie völlig um. Heimlich findet sie Zugang zu dem hinter hohen Efeumauern verborgenen Lieblingsgarten ihrer verstorbenen Tante und baut sich dort eine eigene Welt auf. Eines Nachts findet sie ihren zehnjährigen Cousin in einem der hundert Zimmer des düsteren Hauses und verändert mit ihren Geschichten auch sein Leben.

Am besten gefiel mir in dem Buch die Liebe, mit der sich Mary dem Garten widmet und ihn langsam wieder zum Leben erweckt. Man merkte mit jedem Kapitel, wie viel die Natur der Autorin bedeutet. Es war ein direktes Band zu meinem Herzen. Nicht umsonst lernte ich Landschaftsgartenbau nach der Schule und studierte anschließend Forstwissenschaften. Auch wenn es etwas altmodisch ist, und der Anfang für heutige Lesegewohnheiten etwas lahm zu sein scheint, lege ich dieses Buch jedem ans Herz, der die Natur liebt.
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