Buchbesprechung: Der Zauberer der Smaragdenstadt

Leser erleben viele tausend Leben — Nichtleser nur eines.

Eine meiner liebsten Serien als Kind war die von Alexander Wolkow geschriebene Serie um das Zauberland. Ich bekam ein Exemplar von verwandten aus der (damals noch) DDR zu Weihnachten und habe dieses Buch immer wieder gelesen, bis die Seiten heraus fielen. Nach der Wende kaufte ich mir alle fünf Bände.

Der Zauberer der Smaragdenstadt

Der Zauberer der Smaragdenstadt

Der Autor, Alexander Wolkow, begann mit einer Nacherzählung des Kinderbuchklassikers „The Land of OZ“ (Frank Baum), die er auf einzigartige Weise veränderte. Dadurch erschuf er eine Welt, deren Charaktere liebevoller entwickelt und viel kindgerechter waren als die von Frank Baum. Wie habe ich die Vogelscheuche geliebt, die immer glaubte dumm zu sein und doch so gute Einfälle hatte. Oder den feigen Löwen, der Elli (= Dorothy aus Frank Baums Geschichte) wieder und wieder beschützte. Glücklicherweise verlangten die russischen Kinder nach weiteren Geschichten mit Elli und ihren Freunden.

Da er keinen Zugang zu den anderen Oz-Büchern hatte, tat Alexander Wolkow das einzige, was ihm übrig bliebt. Er erfand neue Geschichten. In ihnen kehrt Elli mehrfach ins Zauberland zurück. Scheuch wird König und muss viele, schwierige Probleme lösen. Immer wieder versucht der schlaue Urfin, ein angenehm unangenehmer Charakter, die Bewohner des Zauberlandes zu knechten, aber Elli (und später ihre Cousine) stellen sich ihm mutig entgegen. Sogar mit einer Riesenhexe bekommen sie es zu tun. Die Fantasie in diesen Büchern ist grandios und auch nach all dieser Zeit absolut kindgerecht.

Die Bände der Reihe heißen:

WARNUNG:
Käufer sollten darauf achten, eine der früheren Auflagen (6. oder früher) zu bekommen, da in den neueren Auflagen ganze Handlungsstränge herausgekürzt wurden.

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