Buchbesprechung: Wölfe ums Schloss

Leser erleben viele tausend Leben — Nichtleser nur eines.

Ich habe Wölfe ums Schloss von Joan Aiken das erste Mal mit zwölf Jahren gelesen, und sofort war es eines meiner Lieblingsbücher. Ich lese die ganze Serie bis heute immer wieder gerne und finde die Geschichten immer noch faszinierend.

England im 19. Jahrhundert. Ein armes Waisenmädchen soll künftig bei ihrer wohlhabenden Cousine im Schloss auf dem Land leben. Ihre Ankunft dort fällt zusammen mit der Abreise von Onkel und Tante, die für längere Zeit ins Ausland gehen. Künftig sind beide Kinder den Machenschaften einer kriminellen Gouvernante und ihres Helfers ausgeliefert, die sich bemühen, das Schloss in ihren Besitz zu bringen. Doch ganz so hilflos, wie angenommen, sind die beiden Mädchen nicht.

Die beiden Hauptfiguren sind mir schnell ans Herz gewachsen, und die Situation in die sie kamen, war schon ganz schön fies. I fand es klasse, dass sie sich trotzdem nie haben unterkriegen lassen. Sie haben sich mit allen Mitteln zur Wehr gesetzt. Da diese Geschichte in einem England mit ein wenig anderem historischen Hintergrund spielt, habe ich gar nicht bemerkt, wie geschickt Joan Aiken Fakten über das leben in GB eingebunden hat. Einfach genial. Was mir an diesem Buch am besten gefallen hat war, dass sie eine Nebenfigur des einen Romans zur Hauptfigur des nächsten gemacht hat. So gab es für die Figuren immer genug Raum zum Wachsen, und mir wurde nie langweilig. Irgendwann borge ich mir diese Idee mal aus. 😉
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