Meine Töchter sind Schuld

Jetzt habe ich schon wieder eine ganze Zeit nichts Neues mehr gepostet. Man könnte sagen, meine Töchter sind Schuld daran. Ich drängele immerzu, dass sie möglichst viel Zeit im Freien verbringen. Das ist gesund und fördert die Fantasie. Pubertär, wie 2 von 3-en im Augenblick sind, werfen sie mir vor, sie zu etwas zu zwingen, dass ich selbst nicht tue. Und das stimmt.

Da ich in diesem Jahr sehr, sehr viel gearbeitet habe (neue Romane und Kurzgeschichten, Verlagsgründung, Webseitengestaltung, weitere Veröffentlichungen, Marketing plus Kursus und vieles mehr), saß ich zwangsläufig auch viel am Computer… der „zufälligerweise“ nicht im Freien steht, und -weil fest eingebaut- sich auch nicht dorthin tragen lässt.

Nun haben die Kinder seit fast zwei Wochen Herbstferien, und ich habe versucht, mit gutem Beispiel voranzugehen. Eine Woche lang waren wir davon in den Reiterferien auf einem Ponyhof, den wir bereits seit mehreren Jahren besuchen. Mittlerweile können die Kinder schon gut genug reiten, dass mein Mann und ich sie getrost allein reiten lassen können (mit Handy, und wir sind zu Fuß irgendwo in der Nähe). Die Tage sind so schnell vergangen, dass ich es kaum gemerkt habe.

Eine Frage bleibt: Wie kommt es, dass ich trotz der Zeit an der frischen Luft meinen Garten immer noch nicht winterfest habe?

Wie sieht es bei Euch aus? Habt ihr einen Garten? Geht ihr genauso gerne raus, wie meine Kinder (wenn sie nicht gerade einen pubertären Trotzanfall haben)? Lasst es mich wissen, und genießt den goldenen Herbst.
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„Hangover“ (Kater) — hat da jemand schon mal auf den Text geachtet?

Als ich gestern einkaufen gefahren bin, hörte ich den Song „Hangover“ von Taio Cruz im Radio. Zum ersten Mal achtete ich auf den Text und war schockiert. Da singt doch ein Junge davon, wie er sich besäuft und findet das auch noch toll. Er fragt sogar nach mehr. Kein Wunder, dass so viele Kinder und Jugendliche Komasaufen OK finden.

Warum schreibt nicht mal jemand ein ebenso mitreißendes Lied (die Musik an sich ist wunderbar eingängig, ein richtiger Ohrwurm) über die Gefahren von Alkohol? Warum nicht mal ein Lied über FASD-Kinder, die mit z.T. schweren Missbildungen und Behinderungen zur Welt kommen, weil die Mutter während der Schwangerschaft getrunken hat (und es muss nicht einmal viel Alkohol gewesen sein. Die Droge geht ungehindert durch die Plazenta und ermordet Zellen des Fötus — meistens Gehirnzellen)?

Das sind die Stufen bei Alkoholkonsum. Glaubt mir, es ist nicht lustig, so jemanden auf einer Party zu haben:

Alien Happy Alien Sad Alien Wasted
 

Denkt immer daran, dass es Euer Körper ist und er muss etwa hundert Jahre halten (im besten Fall). Und, was noch schlimmer ist, Euer Umgang mit Alkohol wird Eure Kinder treffen, entweder direkt (FASD) oder indirekt („Nachmach“-Mentalität).

Wutanfall vorüber (vorerst),
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Der verlorene Tag (samt römischem Feldzug)

Am Dienstag verfloss mein ganzer Tag. Zuerst ging ich zu der wunderbaren Ausstellung „Roms vergessener Feldzug“ über ein römisch-germanisches Schlachtfeld aus dem Jahr 335 n. Chr. Es wurde vor wenigen Jahren ganz in unserer Nähe gefunden und war ein Schock für die Wissenschaft. Man war sich so sicher gewesen, dass Römer nach der Varusschlacht um 9 n. Chr. nie wieder tief in das deutsche Hinterland vorgedrungen waren, und hie gab es Beweise für eine riesige Armee hier gewesen war. Die Ausstellung ist fantastisch und wir (mein Mann und ich) genossen sie sehr.

Da wir den ganzen Vormittag und Mittag brauchten, um uns alles anzusehen und hin-und her zu fahren, gaben wir unserer mittleren Tochter (12) einen Schlüssel, damit sie nach der Schule ins Haus konnte. Dummerweise ließ sie den Schlüssel im Haus liegen als ihre Freundin kam und sie zu Hilfe holte, weil vier iher Schafe ausgebrochen waren und eingefangen werden mussten.

Wir warteten zwei Stunden auf den ADAC, damit er das Auto meines Mannes öffnete, in dem (glücklicherweise zufällig) ein Zweitschlüssel zum Haus lag. Der Schlüssel zu seinem Auto hing dummerweise ebenfalls am Schlüsselbrett im Haus. Selbstverständlich waren zu dem Zeitpunkt als die Haustür endlich aufging alle furchtbar hungrig: Also kochte ich. Und der Hund musste ausgeführt werden (dringendes Bedürfnis). Nun ja, dann noch einkaufen und ein paar Telefonanrufe, und der Tag war um bevor ich merkte, dass ich gar nicht am  PC gewesen war. Komisches Gefühl, das, aber nicht unwillkommen.

Jetzt bin ich endlich wieder „auf Reihe“. Die Überarbeitung von „Juma’s Rain“, meinem neuesten Roman, ist beinahe abgeschlossen und die ersten 50 Seiten sind auch schon übersetzt. Wenn alles so läuft wie geplant, kommt er Anfang nächstes Jahr in die Läden.

Hattet ihr auch schon mal Tage wie meinen? Erzählt mal. Ich freue mich über jeden Kommentar.
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Podcast Interview mit mir (auf Englisch – Vorsicht, schottischer Accent)

Hi,

Gestern wurde ich von Voice Over artist Katie Adler interviewt (wow, das Wort gibt es wirklich!). Bevor die Show anfing, fragte ich mich: „Wie sollen wir bloß eine ganze Stunde voll kriegen? So interessant bin ich auch wieder nicht.“ Ich lag sowas von falsch. Die Zeit raste nur so dahin, und manchmal war ich sogar selbst von meinen Antworten überrascht. In Wahrheit kann man nur dann ein gutes Interview abgeben, wenn der Interviewer gute Fragen stellt. Ich hatte ziemlich viel Spaß. Wenn Ihr gut genug Englisch könnt, empfehle ich Katies Seite. Jeden ersten Sonntag im Monat macht sie einen Podcast mit Autor(inn)en und Kurzgeschichten (Meine war eine Woche zu spät dran wegen technischer Schwierigkeiten).

Die Geschichten, die ich geschrieben habe (zwei mal 500 Worte) findet ihr auf Katies Seite:

Short Story Sunday with Katie Adler

und wenn Ihr schon da seid, hört Euch das Interview doch gleich an. Oder hört es hier:

Einen wunderbaren Tag wünsche ich Euch,
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Zurück aus den Erinnerungen

Ich bin überwiegend zurück. Heute nehme ich mir noch frei (immerhin ist es mein Geburtstag) aber morgen werde ich wieder arbeiten. Es waren wunderschöne Sommerferien. Middle Girl sieht aus wie ein braunes Ei mit einer weißen Feder oben drauf, und sogar Wee Girls zarte, sommersprossige Haut hat einen bronzefarbenen Ton angenommen (und das ohne Sonnenbrand!).

ich 2013

Die untergroße Frau im roten Badeanzug, die so winkt, das bin ich. *grins*

Was mich während der Reise am meisten beeindruckt hat, waren die vielen Veränderungen. Das Pfarrhaus, in dem wir als Kinder in den Ferien gewohnt hatten, sah immer noch so aus wie früher, nur besser in Schuss. Das Haus war kürzlich gestrichen worden, der ehemals staubige Hof war gepflastert und es gab eine neue Straße um die Kirche herum. Die größten Veränderungen fand ich aber in den Menschen. Die Straßen und Strände waren genauso voll wie in meiner Kindheit zu DDR-Zeiten, und es gab genauso viele Nacktbader wie früher (die DDR hatte eine ausgeprägte FKK Kultur), aber die Leute waren offener. Es entwickelten sich problemlos Freundschaften zwischen meinen und den anderen Kindern am Strand (als ich da war, gab es so etwas selten). Es wurde über uns geschmunzelt, wenn ich die Kinder für den Dreh einer Szene zusammentrieb (Wir drehten dieses Jahr einen kurzen Fantasy Film als Sommerprojekt). Selbstverständlich gab es auch keine Soldaten, die Kameras konfiszierten, wenn man versehentlich in die falsche Richtung knipste.

Für mich ist die Welt ein Stück besser geworden, ganz egal wie schwierig das Zusammenwachsen unserer beiden Halbstaaten immer noch ist. Wir werden es schon schaffen, die Vergangenheit zu vergeben.
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Hin und Weg

Wart ihr schon mal an der Ostsee? Als Kind bin ich sehr oft hingefahren. Mein Vaters Familie lebte vor ihrer Flucht in der DDR, und er hatte dort Freunde, die wir jedes Jahr besuchten. Durch den Zwangsumtausch von 25DM pro Tag und Erwachsenen (1DM = 1DDR-Mark), Kinder waren etwas günstiger, war es bald genauso teuer für vierzehn Tage mit zwei Erwachsenen und vier Kindern dort zu sein. Aber ich verdanke diesen Reise ein paar meiner schönsten Erinnerungen (trotz der möglicherweise spionierenden Nachbarn). Diese Erinnerungen flossen in meinen Roman „Die Hexen von Greenwitch“, den du kostenlos bekommst, wenn du dich in meine garantiert Spam-freie Benachrichtigungsliste einträgst. So sieht es da aus (Natürlich sind da heute viel mehr Menschen, die in der Sonne oder im Meer baden).

Strand an der Ostsee

Strand an der Ostsee, Foto von Ostsee-Action.de

Übermorgen fahre ich endlich wieder dort hin und werde dort zwei volle Wochen genießen: ohne Internet (hurra), ohne Schreiben (buu), ohne Ehemann (buu), mit meinen Kindern (hurra), meinem Bruder (hurra), seiner Frau (hurra), und seinen Söhnen (nochmal hurra).

Leider habe ich durch die Arbeiten an der Anthologie so viel um die Ohren gehabt, dass ich keine Blogposts vorbereitet habe. Ihr müsst also bis Anfang August ohne mich auskommen. Ich verspreche, dass ich kurz nach meinem Geburtstag wieder da bin. Vielleicht poste ich dann ein paar Fotos.

Genießt den Sommer,
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Meine Reise nach Kent, England

Am dritten Tag machte ich die meisten Fotos. Es gab so viele interessante und schöne Dinge zu sehen. Zuerst besuchten wir Hailsham Grange, ein Pfarrhaus aus dem 18. Jahrhundert mit einem traumhaft schönen Garten. Er ist nicht sonderlich groß, verbindet aber schwerelos die traditionelle Formalität britischer Gartenanlagen mit wildem, buntem Wachstum. Der Hausbesitzer und Gärtner, Noel Thompson, führt seine Gäste großzügigerweise durch sein Reich und erläutert die Ideen, die den Garten zu dem machen, was er ist. Abgerundet wird der Besuch durch eine Tasse Tee oder Kaffee. Ich fand die Gastfreundschaft von Noel Thompson ebenso erfrischend wie seinen Garten.

Hailsham Grange

ein formaler Bereich vor dem Haus

Hailsham Grange

ein natürlicherer Bereich mit einem wunderbaren Sitzplatz, von dem man den Garten genießen kann

Der nächste Halt war Old Clergy House, das erste Haus, das vom National Trust of England gekauft wurde (damals zahlten sie zehn Pfund dafür). Es wurde von einem yeoman gebaut (das ist ein freier Bauer) und später an die Kirche verkauft, die es als Pfarrhaus nutzte. Drinnen erklärte eine Frau in der traditionellen Kleidung einer Bauernfrau die Architektur und beantwortete unsere Fragen. Draußen umschloss ein großartiger Garten, viel wilder als alle anderen, die wir bisher gesehen hatten, das Haus.

Old Clergy House

Mit gefiel besonders das Fachwerk. Es ist ganz anders als das, das ich aus meiner Heimat kenne.

Old Clergy House

Bunte Blumenbeete umfassen das Haus

Old Clergy House

Judasbaum (Cercis siliquastrum)

Zu guter Letzt besuchten wir Hever Castle, wo Anne Boleyn aufwuchs. Die eher formalen geschnittenen Buchsbäume und Hecken gruppieren sich eher um das Schloss, während sich die wild wuchernden Rhododendren die Hänge des großen Parks hinaufziehen. Am Ende des Gartens gibt es auch einen kleinen See mit einer chinesischen Pagode. Am besten fand ich eine riesige Pappel, die einen so breiten Stamm hatte, dass ihn zwei Menschen nicht hätten umschlingen können.

Hever Castle

Hever Castle, Heimat von Anne Boleyn

Hever Castle

blühende Rhododendren – traumhaft

Ich hoffe, ihr mögt meine Fotos, denn ich habe noch Bilder von zwei Tagen. 😉
Sagt mir in einem Kommentar, wohin ihr am liebsten reist,
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Meine Reise nach Kent, England

Der zweite Tag war so sonnig, dass ich beinahe einen Sonnenbrand bekommen habe. Wer rechnet schon damit in England so viel Sonne abzubekommen, noch dazu im Frühling. 😉

Unsere erste Station war Sissinghurst Gardens, entwickelt und gepflegt von einer engen Freundin von Virginia Woolf. Die verschiedenen Gärten rund um den zentralen Turm haben mich sehr beeindruckt.

Sissinghurst

 

Außerdem gab es dort ein Zimmer, Virginia Woolf Zimmer genannt, das ganz nach meinem Geschmack war. Warum wohl?

Virginia Woolfs Zimmer

 

In den geschnittenen Buchsbaumhecken hüpften zahlreiche Rotkehlchen herum. Einige waren so zahm, dass sie sich mit einem Brotkrumen anlocken ließen.

Rotkehlchen

 

Anschließend fuhren wir nach Great Dixter. Die Gärten dort waren weniger formell, obwohl es auch dort die typischen von Buchsbaumhecken umrahmten Beete gab. Besonders beeindruckend war das Zusammenspiel der Farben. Die merkwürdig wirkenden Häuschen sind Hopfendarren. Das Hütchen am oberen Ende dreht sich mit dem Wind, so dass immer Luft durch die Darre streicht.

Great Dixter

 

Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch das Fischerdörfchen Rye in East Sussex. Ursprünglich lag es direkt am Meer. MIttlerweile sind es beinahe 2 Meilen bis zur Küste. In einem Schaufenster fand ich dieses unglaubliche Motorrad. Es ist komplett aus Weidenzweigen geflcohten. Was für eine handwerkliche Meisterleistung!

Motorrad in Rye

Freitag folgen noch mehr Bilder. Ich hoffe, ich langweile Euch nicht.
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Meine Reise nach Kent, England

Letzte Woche war ich in Kent in England, GB. Es war eine wundervolle Reise. Es hat schon seine Gründe, warum Kent der „Garten Englands“ genannt wird. Außerdem hatten wir Glück mit dem Wetter. Die ersten beiden Tage waren sehr sonnig, und der Rest wenigstens trocken. Nur am letzten Tag nieselte es. Aber da wir da die meiste Zeit drinnen waren, im Windsor Castle, störte es mich wenig.

Im Laufe der nächsten Woche, werde ich einige meiner Fotos posten, um Euch einen Eindruck von meiner Reise zu geben. Ich sortiere immer noch meine Erinnerungen und versuche die vielen Ideen zu verarbeiten, die meine Fantasie aufgesammelt hat. 😉

 

Ferry
Seht nur, wie dicht die Autos (und wir Reisenden) am hinteren Ende des Schiffes waren.

 

Dover
Wer die Klippen von Dover noch nicht besucht hat, sollte das mal nachholen.

 

a house in Canterbury
Am ersten Tag besuchten wir Canterbury und wanderten um die Kathedrale. Nach fast 1000km Autofahrt war das eine willkommene Abwechslung. Ich liebte die schiefen und verzogenen Häuschen und fragte mich, wie so etwas passieren konnte. Meine Muse meinte, die Häuser würden nachts herumrennen und mit der Kathedrale Fangen und Verstecken spielen . Wenn sie an ihren Platz zurückkehren, sind einige zu müde, um gerade zu stehen.

 

Canterbury Cathedral
Am besten gefielen mir die Gärten der Kathedrale. Von den uralten Steinmetzarbeiten umringt, wirken sie besonders eindrucksvoll.

Mittwoch und Freitag poste ich mehr Bilder und hoffe, sie gefallen Euch genauso wie mir.
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Blog Pause

Ich fahre in die Ferien und sehe mir Schlösser und Gärten in Kent, England, an! Das wird das erste Mal seit meiner Hochzeit vor fast 20 Jahren sein, dass ich ohne Ehemann und/oder Kinder unterwegs bin. Ich habe richtig Angst davor.

Was ist, wenn mein Schatz nicht mit den Kindern fertig wird? Immerhin sind die beiden, die noch zu Hause sind, in der Pubertät und leicht erregbar. Was ist, wenn sie die ganze Woche von Müsli und Pfannkuchen leben müssen? Was ist, wenn es nicht aufhört zu regnen und unser Haus überflutet wird? Was ist, wenn mein Hund nicht mehr frisst, weil er mich zu sehr vermisst? Was ist, wenn… aber wahrscheinlich passiert nichts dergleichen.

Tief in meinem Herzen weiß ich, dass alles gut gehen wird. Das ist nur meine hyperaktive Fantasie, die mir etwas vorgaukelt. Ich frage mich, wie Leute, die keine AutorInnen sind, mit solchen Situationen umgehen. Ich kann mich hinsetzten und eine Geschichte schreiben, wo die Probleme eskalieren, bis die Welt explodiert. Danach kann ich meine Angst ad acta legen, weil sogar mein Unterbewusstes begreift, wie unwahrscheinlich so etwas ist. Wie gehst du damit um (Nein, nicht du, Autor. Die Person neben dir)? Lass es mich bitte wissen. Ich bin neugierig.
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