E – Elfen und Orks, oder epische Fantasy

Magst du epische Fantasy? Ich muss zugeben, ich nicht normalerweise (die einzige Ausnahme dieser Regel sind Will L. Hahns epische und heroische Fantasy Geschichten). Das liegt nicht an den Kreaturen, Kulturen oder den Landschaften – ich liebe Elfen, Orgs, Feen und mittelalterliche Kulturen. Mein Problem liegt eher in dem, was ich padding nenne. Oft sind die Beschreibungen lang und politisch. Action ist mit viel innerem Dialog gemischt, und die Spannung geht den Bach runter, damit die Figur ihre Gefühle verstehen lernt, sich die Gegend genau ansieht, oder eine andere Figur betrachtet. Für mich muss das gut ausbalanciert sein – ich bevorzuge kurze und knappe Beschreibungen. Der größte Teil epischer Fantasy, die ich gelesen habe, passt nicht zu meinen Bedürfnissen. Ich kämpfe mich durch hundert Seiten, die die Hauptfiguren von Punkt A nach Punkt B bringen und dabei zahlreiche, interessante Kreaturen vorstellen, die im ganzen Roman nicht wieder auftauchen. Mensch, ich habe schon nach den ersten zehn Seiten dieser epischen Reise verstanden, dass die Hauptfigur großartiger Abenteurer ist. Die geht es dir? Magst du epische Geschichten (seien sie nun Fantasy oder ein anderes Genre)? Glaubst du ich liege falsch damit, episches mit padding gleichzusetzen?

Ein Gedanke zu „E – Elfen und Orks, oder epische Fantasy“

  1. Marny sagt:

    Ich mag epische Fantasy, auch weil ich mich über viele Details und tief ausgearbeitete Welten mit verschiedenen Wesen, Kulturen, Mythen, … freue. Wenn das gut gemacht ist, sehe ich da viiiiele sehr klare Bilder, so dass es für mich wirklich fast wie Kino ist. Aber ich habe da so meine Ansprüche, zum Beispiel mag ich keine Geschichten mit allzu viel Politik oder ständigen Intrigen. Oder wenn es nur Kämpfe gibt. Für mich persönlich ist da eine ausgewogene Mischung wichtig, in der es actionreiche, ruhige, humorvolle, tragische, … Momente gibt.

    Es kommt auf den eigenen Geschmack an, ob der jeweilige Schreibstil dazu passt. Ich mag zwar detaillierte Beschreibungen, aber wenn es nicht „passt“, können die mich auch langweilen. Darum schaue ich auch gerne in Leseproben rein, weil man da einen Eindruck davon bekommt. Es gibt auch Unterschiede, wie episch eine Geschichte ist – also kürzere und längere Bücher. Bei den dickeren Büchern wird in vielen Rezis ja auch gern kritisiert, dass es zu lang war und phasenweise langweilig. Ich habe nichts gegen ruhigere Phasen, es kommt einfach darauf an, ob mich eine Geschichte (auch emotional) mitnehmen kann oder nicht.

    Und natürlich kommt es auch darauf an, was für einen persönlich spannend ist – ich hab auch schon begeistert für mich spannende Geschichten gelesen, in denen es kaum Action gab oder die in einer ruhigen, eher leisen Erzählweise verfasst waren.

    Auch in der epischen Fantasy gibt es ganz unterschiedliche Romane. Und wie überall ist das Problem, die zu finden, die zu dem eigenen Geschmack passen. *g* Und wenn man die Mischung einfach nicht mag oder es lieber kürzer/knapper hat, muss man das ja auch nicht lesen – es gibt noch so viele andere Richtungen, in denen es einfach nicht so episch zugeht.

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