L – Liebe (in Geschichten)

Kürzlich fand ich eine Rezension für „Schottlands Wächter“ auf einer (halt Dich fest) Rezensionsseite für Romantik Bücher (wie seltsam ist das?). Wahrscheinlich weißt du schon, worüber sie sich beschwert haben… das Fehlen von Romantik. Merkwürdigerweise war das auch der Hauptgrund, warum die traditionellen Verlage in Deutschland meine Romane abgelehnt haben. Ich habe natürlich immer wieder drüber nachgedacht, ob wirklich jeder Jugendroman einen romantischen Handlungsfaden haben muss. Für mich ist die Antwort: „nur wenn es der Geschichte hilft.“ In „Schottlands Wächter“ hätte es das Thema zerstört (Freundschaft und Loyalität ), so dass ich absichtlich keine Romantik eingefügt habe. In meiner demnächst-zu-veröffentlichenden Märchenserie brauche ich Romantik, da viele Märchen ohne gar nicht funktionieren (stellt euch mal die Schöne und das Biest ohne vor…). Wie siehst du das? Muss Romantik in jedem Jugendbuch vorkommen?

3 Gedanken zu „L – Liebe (in Geschichten)“

  1. Marny sagt:

    Huhu! Sind wir hier eigentlich ganz allein? 😉
    „Schottlands Wächter“ auf einer Seite für Romantik-Bücher? Ja, das finde ich in der Tat seltsam! *g* Ich bin wirklich froh, dass dort keine Liebesgeschichte zu finden war, weil das für mich überhaupt nicht gepasst und die Geschichte „aufgeweicht“ hätte, einfach weil es die eigentlichen Themen zerstört hätte.

    Wie man daran vielleicht schon erkennt, muss ich nicht in jeder Geschichte eine Liebesgeschichte haben. Ich habe nichts dagegen (solange dabei andere Themen gleichberechtigt sind – Fantasybücher, in denen die Fantasy nur oberflächliches, schmückendes Beiwerk ist, finde ich beispielsweise schrecklich), aber es muss einfach zu der Geschichte passen. Die Vorstellung der Verlage, dass in jedes veröffentlichte Jugendbuch auch ganz unbedingt eine Liebesgeschichte gehört, gefällt mir daher auch nicht. Oder auch, dass sie eine zentrale Rolle spielen muss. Gut, das ist vielleicht Geschmackssache, aber warum das überall ein Thema sein, wenn die Geschichte das gar nicht benötigt, um zu funktionieren? Das führt mich zu der Frage, ob das für die meisten Leser wirklich ein so wichtiger Kaufgrund ist – und warum man ihnen nicht die Wahl lässt bzw. auch Bücher ohne Liebesgeschichte zutraut. Oder ob es nicht ganz einfach so ist, dass die Verlage das gern so hätten, weil es sehr viele Liebesromanleser gibt und man diese dann gleich mit einfangen könnte (und das hinter „der Leser hätte das aber gern so“ versteckt). Wenn ich die Anzahl der Fantasy- und Liebesromanleser so vergleiche, klingt das nicht ganz unlogisch. 😉 Das man damit aber auch Geschichten verderben kann, darum macht sich wohl kaum jemand Gedanken …

    Ich wünsche dir einen schönen Start in die Woche! 🙂

    1. Cat sagt:

      Danke. Ich finde, Du hast völlig Recht. Aber da Liebesromanleserinnen in der Regel viel mehr Bücher kaufen als alle anderen, liegt es wohl daran.

    2. Cat sagt:

      P.S. Ja, ich glaube im Moment sind wir (noch) allein. Jedenfalls bekomme ich auf der deutschen Seite selten Kommentare.

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