Mein Wissenschaftsverrückter Freitag: Steinzeitwerkzeuge

Ich bin ein Freak, ich geb’s zu. Als Kind bin ich sogar gerne zur Schule gegangen (ja, lacht mich nur aus) — nicht, weil ich meine Freunde treffen wollte, sondern weil ich gerne gelernt habe. Das hat sich bis heute nicht geändert. Es bereitet mir diebische Freude, Fakten in meine Geschichten zu schmuggeln, ohne dass es jemand merkt. An dieser Stelle will ich einen kleinen Einblick in mein verdrehtes Hirn gewähren. Willkommen zu meinem wissenschaftsverrückten Freitag.

Meine erste Erfahrung mit der Steinzeit machte ich, als ich mit sechs Jahren eine steinerne Pfeilspitze im Garten fand. Leider ging sie während der Jahre (und Umzüge) verloren. Ich quälte meinen Vater mit Fragen. Warum war jemand so dumm, Steinwerkzeuge zu benutzen? Wie wurden sie hergestellt?

So stellen sich Wissenschaftler die Herstellung von Steinwerkzeugen vor. José-Manuel Benito Álvarez hat es gemalt.

Ich war begeistert, als ich herausfand, dass Steinwerkzeuge genauso scharf sind, wie unsere aus Metall. Sie splittern nur leicht und werden schneller stumpf. Ich war wie gebannt, als mich meine Eltern zu einer Ausstellung mitnahmen wo ich meine erste Steinaxt sah. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass man einen ganzen Baum mit einem Stein fällen könnte, der in einem Holzstiel steckt.

Das Bild, aufgenommen von Bullenwächter via Wikimedia Commons, zeigt Ötzis Axt. Sie hat zwar eine Kupferklinge, aber Steinbeile sahen genauso aus. Ich konnte nur kein passendes Bild finden

Aber was mich bis heute erstaunt ist die lange Zeit, seit der Menschen bereits Werkzeuge benutzen. Die ältesten Funde machte man in Afrika, und sie sind 2,6 Millionen Jahre alt! Klar, verglichen mit dem Alter von Dinosaurierfossilien ist das jung, aber wenn man’s mit Menschenleben vergleicht…

Am Ende der Steinzeit hatten die Menschen (unsere Vorfahren um genau zu sein) die Herstellung und Benutzung ihrer Werkzeuge perfektioniert. Es gab Handelsrouten vom hohen Norden (wo es Flint-Minen gab) in den Süden und von Europa bis nach Asien. Händler wanderten von Dorf zu Dorf, um ihre Waren zu tauschen: Steingerät gegen Felle, Töpfe, Gewürze oder Schmuck. (hier ist eine etwaslangweilige, aber gute Webseite für den Einstieg)

Immer, wenn ich an diese Zeit denke, beginnt meine Muse aufgeregt mit Ideen um sich zu werfen. Ich kann sie gar nicht alle aufschreiben, so viele sind es. Aber eine habe ich doch verarbeitet. Juma’s Regen erzählt von einem ehrgeizigen Mädchen, das davon träumt Anführerin ihres Stammes zu werden, die aber gezwungen wird bei der Dorfhexe in die Lehre zu gehen.

Sag mal, gibt es Zeitalter, die Dich besonders interessieren? Hast Du schon entdeckt, dass Geschichten in der Geschichte stecken? Hinterlasse mir doch einfach einen Kommentar.
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