Willkommen im neuen Jahr. Hoffentlich wird 2021 besser für uns, obwohl es mit ein paar Knallern gestartet ist (nicht nur in den Nachrichten, sondern auch in meiner Familie). Bevor ich euch jetzt mit der langen Rede verschrecke, die gleich folgt (es wird das einzige Mal in diesem Jahr sein, versprochen), lasst mir doch eure Themenwünsche für das nächste Jahr da. Ich habe schon wieder keine Ideen mehr und würde mir gerne eine Liste mit interessanten Themen wie die vom letzten Jahr zusammenstellen und würde mich über eure Hilfe freuen. Hinterlasst mir doch ein Thema in den Kommentaren.

Und jetzt zu den beiden Ps, die nach nach diesem Post nicht mehr erwähnen werde: die derzeitigen politischen Unruhen in den USA und die Pandemie. Fangen wir mit Letzterem an. Ich weiß, dass die Einschränkungen für alle hart sind, aber vergesst bitte nicht, dass jeder für das Wohl der anderen mit-leidet. Das ist aber nicht das Einzige, das wir tun können, um zu helfen.

Hast du ein Familienmitglied, ein/e Freund:in, Nachbar:in, oder Bekannte, die du lange nicht gesehen hast? Ruf sie an. Geh sicher, dass es ihnen einigermaßen gut geht, und dass keine schwarzen Wolken über ihnen hängen. Depressionen schleichen sich langsam an, so dass man oft erst bemerkt, dass man welche hat, wenn es zu spät ist. Solltest du finanziell gut dastehen, verschenke doch ein Buch oder etwas Musik. Sich wenigstens für einige Zeit gedanklich von der Pandemie trennen zu können, ist ein guter Weg, die eigene Mitte wiederzufinden.

Und vergiss auch nicht dein eigenes Wohlergehen. Besonders wenn du allein lebst, solltest du dir jeden Tag ein wenig frische Luft gönnen. Und wenn du dich nur für ein paar Minuten an ein offenes Fenster stellst (natürlich ist ein Spaziergang in einer wenig besuchten Gegend besser, aber eben nicht für jeden machbar). Haltet Abstand von allen, die nicht mit euch zusammenwohnen und tragt eure Masken. Wenn du es möchtest, kannst du mich auch gerne wissen lassen, wie es dir geht. Ich mache mir viele Gedanken um meine Familie, meine Freunde und meine Leser:innen. Hoffentlich ist das alles bald vorbei.

Und nun zum zweiten P (Politik). Hier werde ich mich kurz halten, denn kaum ein Amerikaner liest Deutsch, wenn es auch die (ausführlichere) englische Fassung gibt. Etwas, das sich JEDER zum Leitsatz machen sollte, egal in welchem Land der Welt: Wenn du jemandem zustimmst, der die Demokratie hasst und abschaffen will, für den nur die eigenen Ideen zählen und der bereit ist, andere Leute zu verletzen und/oder zu töten, um seine Ziele zu erreichen, dann stehst du auf der falschen Seite. Denn solche Leute sind (neo)Nazis.

Vielen Dank fürs Zuhören. Ich werde mir so schnell keine Luft mehr machen müssen (hoffentlich).

 

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Ich kann kaum glauben, dass es schon wieder Dezember ist. Wenn man nur die Seite der Veröffentlichungen ansieht, war es ein erfolgreiches Jahr. Seit April habe ich jeden Monat mindestens ein Buch herausgebracht und ich habe noch einige in Vorbereitung. Diesen Monat ist der fünfte Band meiner „Gaggle of Stories“ Serie dran. Er enthält elf amüsante Kurz- und Flashgeschichten. Für mehr Informationen bitte auf die Englische Seite wechseln (s. Flaggen oben).
 
Davon abgesehen war dieses Jahr aber eine Katastrophe. Und ich rede nicht nur von der Pandemie. Ist euch aufgefallen, wie früh dieses Jahr die Blätter rot geworden sind? Das ist Wasserstress. Die Böden hier in Deutschland (und vermutlich in vielen anderen Regionen der Welt) verlieren rapide Wasser, und es gibt einfach nicht genug Regen, die Reservoire wieder aufzufüllen. Es mag vielleicht noch ein paar Jahre dauern, aber wir werden uns an eine Welt ohne solche Wälder gewöhnen müssen, wie wir sie bisher kennen. Das erste Mal in meinem Leben habe ich mehr Angst als ich zugeben möchte.

Und selbst mein sicherer Hafen, der einzige Ort, an dem ich meine Reserven in all den Jahren wieder auftanken konnte, schwindet. Ich habe dieses Jahr kaum geschrieben (höchstens 250tsd Worte überwiegend in Kurzgeschichten und Übersetzungen). November – streicht das – das ganze Jahr(!) ist nicht so gelaufen wie geplant. Ich bin wenig zum Schreiben gekommen und finanziell war es ein Desaster. Keine einzige Buchmesse, zu der man gehen konnte (die Online Events haben sich Mühe gegeben, sind aber einfach kein Ersatz für den persönlichen Kontakt), keine Lesungen – Ich vermisse das so sehr (mehr noch als das Geld, das ich nicht verdienen konnte).

Zu Beginn der Pandemie konnten wir unsere Kinder für 1/2 Jahr trotz ihrer besonderen Bedürfnisse nicht besuchen. Sie haben sich tapfer gehalten, aber die Schäden werden jetzt langsam deutlich. Meine Älteste klammert im Augenblick sehr und die Kleine hat sich in sich zurückgezogen und macht sich Sorgen um ihre Zukunft. Das wird viele Besuche und stundenlange Telefongespräche kosten, sie wieder auf die Reihe zu bringen.

Aber ich will mich nicht beklagen. Immerhin sind wir gesund, meinem Enkel geht es prima und das Leben ist immer noch interessant. Deshalb werde ich auch weitermachen solange mir das Finanzamt nicht den Hahn zudreht.

Ich wünsche euch allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr (und lasst uns hoffen, dass das nächste besser wird).

 

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Yay, geiles Thema. Ich liebe starke Frauen. Sie tauchen in meine Büchern immer wieder auf. Da aber nicht alle Menschen das Glück haben, ungehindert ein Rückgrat entwickeln zu können, möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf die Anthologie „Dilaras Wegträumgeschichten – Anthologie gegen Mobbing“ hinweisen.

Das eBook ist komplett kostenlos, und das Taschenbuch gibt es zum Selbstkostenpreis (na ja, der Verlag bekommt pro verkauftem Buch 2ct, damit die Summe rund ist. Davon bezahlt er die Exemplare für die Nationalbibliothek). Im Moment mache ich dazu eine Leserunde bei Lovelybooks.

Als ich zur Schule kam, wurde ich bei den Mädchen schnell zur Außenseiterin, weil ich gerne lernte, viel las und lieber mit Jungs spielte als mit ihnen. Ich merkte diese Abneigung nicht einmal, so beschäftigt war ich mit meinen Freunden. Doch dann begann die Pubertät und ich stand plötzlich alleine da, denn den Jungen fiel mit einem Mal auf, dass ich keiner war.

Es gab viele verbale Übergriffe, die erst aufhörten, als ich (versehentlich) einem Klassenkameraden, der mich (freundlich) aufgezogen hatte (und in den ich eigentlich verliebt war), die Zähne ausgeschlagen hatte. Danach nannte man mich nur noch Gerlatschko und hielt Abstand. Nur bei einem körperlichen Übergriff, gegen den ich mich zum Glück wehren konnte, musste mein Vater einschreiten. Ich bin bis heute froh und dankbar, dass ich stets tiefstes Vertrauen zu meinen Eltern hatte, und ihnen von diesem Überfall erzählte.

Besser wurde es erst, als ich an eine Schule wechselte, in der mein Spitzname unbekannt war und ich neu anfangen konnte. Trotzdem waren Romanfiguren für lange Zeit meine besten Freunde. Als ich dann mit dem Schreiben begann, fanden die Figuren wie von allein den Weg in meine tippenden Finger, die ihren Leser*innen immer wieder zurufen: »Es ist in Ordnung sich zu wehren. Es ist richtig, mit Vertrauenspersonen zu reden, und die müssen nicht immer erwachsen sein. Teile dich mit, lass dir helfen. Es gibt Menschen, die immer für dich da sind. Du musst sie nur wissen lassen, dass du Hilfe brauchst.«

Dann kommt der Tag, an dem du das Leben mit offenen Armen empfängst und genießen kannst. Lass dich von niemandem klein machen. Du bist genauso viel wert, wie jeder andere Mensch auf dieser Welt, egal wie viel Geld, Macht, Einfluss und Hautpigmente oder Gedanken, Gefühle und Ideen du hast.

Ich weiß, dass meine Erlebnisse relativ harmlos waren, wenn man sie mit dem vergleicht, dem heutige Kinder ausgesetzt sind. Das Wort ‚Mobbing‘ gab es damals noch gar nicht, das Problem schon. Daher war und ist es mir stets wichtig, meinen Leser*innen (egal welchen Alters), starke Figuren als Rollenvorbilder mit auf den Weg zu geben. Vielleicht ist gerade das etwas, das mich und meine Geschichten auszeichnet. Holt euch eines meiner Bücher und entscheidet selbst.

 

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