Von den Büchern, die ich geschrieben habe ist “Das kleine Gespenst Bodo und der Brief” dasjenige, das mir am meisten am herzen liegt. Im Moment übersetze ich es gerade ins Englische, da es bisher nur auf Deutsch existiert.
Ich habe es für meine jüngste Tochter geschrieben, die nicht so gut lesen kann wie andere Kinder ihres Alters, die aber auch ein Buch von ihrer Mama haben wollte. Also habe ich mit ihrer Lehrerin daran gearbeitet, um das Buch so zu gestalten, dass sie es verstehen kann, dass es aber auch nicht zu leicht ist. Sie liest auf dem Niveau der zweiten Kasse, wodurch das Buch für Leseanfänger sehr geeignet ist.

Es erzählt von einem kleinen Gespenst, dessen große Schwester nach Beendigung der Schule wieder nach Hause kommt. Bei der Willkommensfeier führen alle ihre Tricks vor, nur Bodo kann nichts. Natürlich muss er schnell etwas lernen, was aber für Gespenster gar nicht so einfach ist. Zum Glück hat eine sehr talentierte Illustratorin das Buch mit vielen schönen Bildern ausgestattet. Ich liebe es sehr.

Das andere, wofür ihr euch vielleicht interessiert sind meine Veröffentlichungen und mein derzeitiges Schreibprojekt. Zum Schreiben komme ich derzeit leider kaum, weil auf die Ausschreibung meines Mini-Verlags 176 Kurzgeschichten eingesendet wurden. Es dauerte ewig, sie alle zu lesen und zu entscheiden, welche wir nehmen.

Immerhin habe ich mit einigen Freunden aus Holly Lisle’s Forum eine Sammlung kurzer, humoröser Kurzgeschichten veröffentlicht, damit ihr in Zeiten der Corona etwas zum Schmunzeln habt. Das BUch “Now You Are in Trouble! or Where did all the Toilet Paper go?” gibt es nur als eBook, dafür ist es komplett kostenlos. Hol es dir!
 

Don’t panic. Fifteen funny stories to get you through the pandemic. Because laughter is infectious.
Stories by James Husum, Bill Bush, Nic Steven, Elizabeth McCleary, Gregg I. Veg, Sarah Neuen, Sabrina Rosen, Vanessa Wells, Juneta Key, Jemma Weir, VS Stark, and Katharina Gerlach
 
Mir fällt regelmäßiges Bloggen schwer, weil ich nicht weiß, was euch interessiert. Daher bin ich immer offen für Vorschläge. Gibt es etwas, über das ich mal schreiben sollte? Hinterlasst mir eure Fragen und Themenwünsche in den Kommentaren und ich werde mein Bestes geben.

#faktastischermai #faktastisches2020 #faktastischdurchdasjahr #wirsindfaktastisch

 

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Ich habe es geschafft. Der erste Band mit Kurzgeschichten dieses Jahr ist raus, wenn auch nur auf Englisch (die Deutschen muss ich in aller Ruhe noch übersetzen). Diese Sammlung dreht sich um Portale. Wer gut Englisch kann und sich dafür interessiert, sollte mit der kleinen Flagge ganz oben mal zu meiner Englischen Seite wechseln. Da gibt es mehr Informationen.

Nun aber zu der kostenlosen Flash Fiction Geschichte über eine ziemlich verwirrte alte Frau, die ich für den vierteljährlichen Storytime Bloghop geschrieben habe. Hoffentlich gefällt sie euch (vergesst nicht, die anderen Teilnehmer zu besuchen, falls ihr einigermaßen Englisch versteht. Das lohnt sich eigentlich immer).

 

Familientreffen

Der Tag verebbte und es wurde Nacht. Ohne Mondlicht war es so dunkel im Haus, dass Jane nicht sehen konnte, wo sie war. Sie hatte nur ein vages Gefühl von Alter und viel Platz. Staubkörnchen schwebten in der Luft, die sie mehr roch als sah.

Die ganze Welt schien ein wenig in Schieflage geraten zu sein. Wenn sie versuchte, aus einem Fenster zu sehen, bewegten sich die Vorhänge nur, wenn sie ihre ganze Kraft einsetzte. Und wenn sie sich in der Küche ein paar Eier braten wollte, stapelte sich in der Spüle unter dem Fenster jeden Tag anderes Geschirr. So als würde es jemand dort hinlegen, um sie zu ärgern.

Gab es einen Geist im Haus? Ihr fiel ein, dass ihr ihre Oma – vor Ewigkeiten, als Jane noch jung gewesen war – oft mit gedämpfter Stimme von dem jungen, gutausehenden Prinzen erzählt hatte, der in diesem Hause ermordet worden war und es nun heimsuchte.

Jane schüttelte den Kopf. Es gab keine Gespenster. Denn wenn sie sich irrte und es den Prinzen doch gab, hätte sie ihn doch längst bemerken müssen, oder? Immerhin lebte sie schon seit ihrer Hochzeit vor fünfundsechzig Jahren hier.

Sie tastete sich ins Wohnzimmer vor. Dort hing eines dieser großen, modernen Fernsehgeräte an der Wand. Sie konnte sich nicht daran erinnern, es gekauft zu haben, aber wo es schon einmal da war, konnte sie es auch benutzen. Das Wohnzimmer roch nach abgestandenem Bier, und sie rümpfte die Nase. Wollte sie jemand absichtlich wütend machen? Aber wer nur?

Sie hatte keinen Untermieter, obwohl ihr Katie das schon oft vorgeschlagen hatte. Vielleicht hatte ihre Tochter recht. Das Haus war wirklich ziemlich groß für nur eine Person.

Aber sie war noch nicht bereit, das Leben aufzugeben, das sie so viele Jahre geführt hatte. Die Erinnerung an Todds Tod trieb ihr immer noch die Tränen in die Augen. Die klebrige Nässe schmeckte nach Salz, was sie an die vielen Male erinnerte an denen sie mit ihrer Tochter ans Meer gefahren waren. Das waren Zeiten … Sie seufzte, und es lag eine ganze Menge Sehnsucht in diesem Laut.

Wenn nur ihr Tag-Nach-Rhythmus wieder besser werden würde. Die Pillen, die sie schluckte, halfen gar nicht. Sie schlief immer noch bei Sonnenaufgang ein und verlor sich den größten Teil des Tages in wirren Träumen, bevor sie mit Beginn der Abenddämmerung wieder erwachte. Wenn sie das nur wieder hinkriegen könnte, müsste sie sich nicht immer so auf Katie verlassen.

Armes Kind. Sie ging zum Kamin und betrachtete Katies Schulabschlussfoto. Wie groß die Kleine doch geworden war. Jane runzelte die Stirn. Sie musste wirklich mal ein Wort mit der Zugehfrau wechseln. Schließlich bezahlte sie nicht für Spinnweben und Staub.

Die altmodische Standuhr im Flur schlug melodisch die volle Stunde. Jane liebte diese Uhr. Sie war ein Hochzeitsgeschenk ihrer Eltern gewesen. Automatisch zählte sie die Schläge.

Neun, zehn, elf … zwölf. Mittag! Ein Lächeln zupfte an ihren Mundwinkeln. Todd würde jede Minute nach Hause kommen. Sie musste ihm das Mittagessen richten.

Mit federnden Schritten eilte sie in die Küche – war es etwa schon Winter? Es war ja so dunkel – schnappte sich eine Pfanne, die Ölflasche und Eier, stellte alles zurecht und schaltete den Herd an.

Jemand schnappte hörbar nach Luft.

„Seht ihr, ich habe es ja gesagt.“ Obwohl die Person flüsterte, erkannte Jane die Stimme. Sie stemmte die Hände in die Hüften.

„Katie Johanna Louise Hawkins. Komm raus, wo auch immer du dich versteckt hältst. Das ist alles andere als höflich, und könnte deinen Vater zu Tode erschrecken. Du weißt doch, wie schlimm es in letzter Zeit um sein Herz steht.“

Katie stand auf der anderen Seite des Küchentisches auf, nur schwach beleuchtet von dem wenigen Licht der Straßenlaterne vor dem Küchenfenster, das die Vorhänge hindurchließen. Ein schlanker Junge, der genau so aussah wie Todd in jungen Jahren, klammerte sich an ihren Arm, und ein dunkelhaariges Mädchen versteckte sich halb hinter ihr.

Jane runzelte die Stirn. Da waren graue Strähnen in den braunen Locken ihrer Tochter. Aber … aber … sie hatte doch erst vor wenigen Wochen das Studium abgeschlossen. Oder nicht? Und wer waren diese Teenager?

„Mom?“ Katies Augen waren größer als Jane sie je gesehen hatte. Die arme Kleine. Immer noch so schreckhaft wie ein Hase.

„Ach Liebes, es tu mir leid. Ich wollte dich nicht erschrecken.“ Sie lächelte beruhigend und breitete einladend die Arme aus.

„Aber du bist …“ Katie und die Teenager traten einen Schritt zurück. Alle drei wurden sehr blass, als Jane ihnen folgte. Ihre Blicke klebten an Janes Bauch. Jane sah an sich herab und erblasste ebenfalls. Sie stand direkt in der Mitte des Küchentischs. Wie hatte sie das gemacht?

Aber sie wusste die Antwort.

Auf einen Schlag war alles wieder da: der kurze, scharfe Schmerz in ihrer Brust, das Weinen von Katie und ihren Kindern, der betäubende Geruch weißer Lilien, und die Tatsache, dass sie neben ihrem Körper gestanden und zugesehen hatte, wie sie der Bestatter nach der Totenwache abgeholt hatte.

Schwere Stiefel polterten auf dem Steinboden des Flurs vom Hintereingang. Katie und die Teenager wurden noch blasser, sie wirkten wie Leichen, und wichen der Tür aus. Diese schwang mit einer Kraft auf, die Jane nur zu gut kannte.

„Liebling!“ Todd öffnete seine Arme weit. Er war so stark, seine Schultern so breit und der Geruch von Leder und Tabak so intensiv, dass sie beinahe vor Freude geweint hätte. Und seine Stimme … seine Stimme ließ immer noch fröhliche Schauer über ihren Rücken tanzen. „Ich habe dich seit deinem Tod überall gesucht.“

„Ich glaube, ich hatte mich ein wenig verloren“, sagte Jane und warf sich in seine Arme. Verschwunden waren die Jahre, die Lücken in ihrer Erinnerung und die Pfunde, die sie im Leben dazugewonnen hatte. Sie fühlte sich wieder jung.

Den Schlag der Standuhr zur vollen Stunde hörte sie nicht mehr.

 

Wenn euch die Geschichte gefallen hat oder ihr sonstwas loswerden wollt, hinterlasst mir gerne einen Kommentar. Ich werde schnellstmöglich antworten. In der Zwischenzeit lege ich euch die Geschichten der anderen Bloghop Teilnehmer ans Herz:

Better Off Alone by VS Stark
A Day In The Life by James Husum
Nothing To Show by Elizabeth McCleary
Super Grammy (Radioactive Breakfast Cereal) by Vanessa Wells
Bone Killer by Juneta Key
One More Time by Karen Lynn
Trail Of Carnage by Jemma Weir
A Phoenix In Hell by Sabrina Rosen
Friends Of The Deep by G. Craddock
Collateral Damage by Nic Steven
A Ghost’s Life by Barbara Lund
A Startling Revelation by Bill Bush
A Hiding Place by Gina Fabio

 

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Ich habe die Reihenfolge der Themen geändert. Dieses war eigentlich für Juni vorgesehen, aber ich habe es vorgezogen, da ich einige Ankündigungen machen will, die besser zu diesem Thema passen. Die nächsten beiden Themen der Liste sind um einen Monat nach hinten gerutscht. Ab Juli poste ich dann wieder nach Plan.

Wie ihr auf meinem Blog verfolgen konntet, war ich im letzten Jahr nicht sonderlich aktiv. Das hatte in erster Linie gesundheitliche Gründe. Was mich dabei aber am meisten gestört hat war, dass ich so gut wie gar nicht schreiben konnte. Also habe ich mich dazu entschlossen, daran etwas zu ändern.

Ich erstellte mir also einen Plan für Veröffentlichungen (ja, Chaos-ich hat’s geschafft!) mit einem Buch pro Monat für ein ganzes Jahr (print und eBook, allerdings die meisten vorerst nur auf Englisch. Die deutschen folgen, so wie ich die Übersetzungen fertig bekomme). Der Grund dafür ist, dass ich mich bei einer Herausforderung gemeldet habe, die mich dazu „zwingt“, ein ganzes Jahr lang jeden Monat ein Buch zu veröffentlichen. Weil ich am 19. März eingestiegen bin heißt das, dass du vor dem 19. April das erste Buch erwarten kannst. Da die Geschichten alle schon existieren, habe ich so den Rücken frei, um endlich wieder ein paar neue Romane und Novellen zu schreiben und die noch nicht übersetzten Geschichten endlich ins Deutsche zu übertragen.

Im Mai werde ich dann das Buch auf Englisch herausbringen, das mir am meisten am Herzen liegt (was auch sehr gut zum Themenmonat „Herzensbuch“ passt). Bodo (auf Deutsch bereits bei mir erhältlich, eine Rezi findet ihr hier) ist auf Deutsch bereits verfügbar, aber die englische Version hatte ich auf die lange Bank geschoben. Also ist sie jetzt dran.

Danach gibt es eine Neuauflage meiner beiden historischen Romane mit verbesserten und erweiterten Anhängen (Engels Freiheit ist auf Deutsch bereits zu kriegen), meine Märchenadaptionen in Bündeln zu je 4 Novellen, sowie sechs Kurzgeschichtensammlungen. Bis auf eine enthalten alle fast ausschließlich unveröffentlichte Geschichten. Die Reihenfolge in der ich diese Bücher herausbringe, steht noch nicht ganz fest. Ich werde euch jeweils einen Monat vorher, idR. während meiner Themenmonatsbeiträge, über die nächste Veröffentlichung informieren.

Und zu guter Letzt ist es am 29. April wieder Zeit für den vierteljährlichen Storytime Bloghop mit etlichen Flash-Geschichten von verschiedenen englischsprachigen Autor*innen. Dieses Mal habe ich eine ganz und gar neue Geschichte geschrieben. Kommt doch vorbei und lasst mich wissen,ob sie euch gefällt. Bis dann: Kauft meine Bücher (das sage ich eigentlich nie, nicht wahr? Aber die Leser*innen, mit denen ich gesprochen habe, fanden die Geschichten gut. Sie könnten euch also helfen, durch die Zeit der Corona-Einschränkungen zu kommen). *grins*

#faktastischerapril #faktastisches2020 #faktastischdurchdasjahr #wirsindfaktastisch

Informationen zu meinem derzeitigen Projekt:
Der erste Band der Serie „Die Paladine“ geht nur langsam voran. Da mein Enkel daheim ist, hat sich meine Schreibzeit mehr als halbiert (nur noch von 5:30 Uhr bis 7:15 oder 7:30 Uhr anstatt von 8:00 bis 12 Uhr). Aber es macht mir Spaß, die beiden Hauptpersonen aufeinander loszulassen, ist doch die Heilerin eine etwas naive Weltverbesserin und so gar nicht gut auf Tod zu sprechen. 😀

 

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