Wie ich schon letztes Mal gesagte hatte, liebten es die Römer bunt. Sie malten die Wände ihrer Wohnungen in verschiedenen Rot-, Weiß- und Grüntönen an, oft ergänzt durch Mosaike oder detaillierte Wandmalereien. Oft waren auch die Außenwände der Häuser bemalt. Bei den rekonstruierten Häusern in Xanthen, war die Farbe ein dunkles Rot. In diesen beiden Fotos sieht man das restaurierte Restaurant, aber die Farben waren bei den Privathäusern ähnlich. Ich weiß aber nicht, ob die Archäologen diese Farbe an Hand von Recherchen in römischen Dokumenten wählten oder auf Grund von Funden in anderen Grabungsstätten (wie z.B. Pompeij) oder von Funden vor Ort, aber es sah sehr hübsch aus.

Das restaurierte Restaurant hatte sogar einen Keller, was die meisten der andern Häuser nicht besaßen. Aber das Restaurant musste Wein und Lebensmittel kühlen. Sie unterirdisch zu lagern war dafür am besten, denn selbst im Sommer blieb der Boden in einem solchen Keller kühl und frisch. Die dicken Steinwände und die eingegrabenen Amphoren verstärkten diesen Effekt. Lebensmittel wurden nach Bedarf nach oben geholt.

Ich kann nicht sagen, wie viele Häuser einen Keller hatten, würde aber erwarten, dass wenigstens die Oberschicht solche unterirdischen Räume besaß, und sei es nur für Wein.

Nicht weit von dem Restaurant waren die Überreste einer Schmiede zu besichtigen. Da kann man gut erkennen, wie stabil die Fundamente gebaut waren. Einige der Ziegel wurden schräg senkrecht eingebaut, um das aus ihnen lastende Gewicht der Wände, Fußböden und Möbel besser zu verteilen. Dieses Foto ist besonders interessant, weil man anhand der Größe und Form der Fundamente erkennen kann, wo die Wände gestanden haben müssen und sogar wo die Esse und der Amboss standen. Die offenen Bereiche zwischen den Fundamenten erlaubten der heißen Luft der Bodenheizung zu zirkulieren.

 

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Ich hatte meine Diabetes bis Anfang November gut im Griff. Mit einem Wochendurchschnitt von 118-120mg/dL (das entspricht einem Langzeitzucker von 6,5-6,6%), waren meine Blutzuckerwerte mit denen eines gesunden Menschen vergleichbar. Nur meine Haut ist nach wie vor dünner und der Nagel meines linken Daumens reißt leicht ein (von der Spitze Richtung Fleisch, was höllisch weh tut). Ich rechne diese Symptome der Diabetes zu, da ich sie vor der Diagnose nie hatte.

Dann bekam ich Mega-Stress. Meine Älteste, ihre beste Freundin und meine Jüngste entschieden sich umzuziehen, und ich musste mich durch einen Berg Anträge kämpfen, einen unverschämten Vermieter abwehren, und dabei helfen, Möbel, Krams und Kleidung fünf Stockwerke runter und drei wieder hoch zu tragen.

Während dieser Zeit schaffte ich es trotzdem, nur zwei Mahlzeiten pro Tag zu essen. Ich kann jetzt stolz verkünden, dass ich trotz des Mega-Stresses nicht wieder zugenommen habe (etwas, was mir bei Stress sonst immer passiert). Mir gelang es sogar, an den Weihnachtstagen halbwegs vernünftig zu essen. Nur das chinesische Buffet am 2. Feiertag war eine Katastrophe für meinen Blutzucker, aber das hatte ich bereits erwartet. Insgesamt verschlechterten sich meine Blutzuckerwerte von Anfang November bis Weihnachten ziemlich. Dann bekam ich eine Erkältung (wie fast immer zwischen den Jahren) und meine Blutzuckerwerte explodierten. An einigen Tagen gingen sie nicht einmal unter 160mg/dL, ganz gleich wie viel ich mich bewegte oder wie wenig ich aß.

Etwas Recherche enthüllte, dass daran meine Leber Schuld war. Da sich mein Körper mit den Erkältungsviren herumschlug, entschied sie, dass für einen Sieg mehr Energie nötig sei. Also löste sie Zucker aus den Fettdepots und entließ ihn ins Blut. Leider waren meine Zellen (noch) nicht empfindsam genug, um so große Mengen an Zucker schnell genug aus dem Blut zu entfernen und zu verarbeiten.

Jetzt, wo sich die Erkältung und der Stress langsam verabschieden, normalisieren sich meine Blutzuckerwerde wieder. Ich werde sie weiter im Augen behalten und meine Fortschritte/Rückschläge mit euch teilen. Auch werde ich, wenn es etwas wärmer wird, wieder dazu zurückkehren, nur eine kohlehydratarme Mahlzeit pro Tag zu essen. Immerhin will ich auch dieses Jahr wieder Gewicht verlieren.

 

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Daheim kleideten sich die Römer in erster Linie bequem, aber, da Germania ein vergleichsweise kaltes Land war, mit warmen Stoffen. Die Männer passtensich auch an und trugen schließlich oft auch die langen Hosen, die die germanischen Männer trugen. Die Spielzeuge der Kinder ähnelten denen, mit denen auch heute noch Kinder spielen (Watscheltiere wie z.B. Enten, Kreisel, Murmeln, usw.). Schuhe wurden aus stabilem Leder hergestellt und schützten die Füße in erster Linie vor der Kälte und den spitzesten Steinchen. Trotzdem spürte man jede Unebenheit durch die Sohle (Ich weiß das, weil ich mir selbst ein paar gekauft habe. Sie sind sehr bequem aber es fühlt sich fast so an wie barfuß zu laufen).

Soweit ich das erkennen konnte, liebten es die Römer bunt. Die Stoffe in den Räumen, die wir gesehen haben, waren überwiegend in Gelb-, Grün- und Rottönen, sowie in den natürlichen Schattierungen von Wolle. Interessanterweise gab es keine Teppiche, Läufer oder Wandteppiche. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie es nicht gab, oder ob sie von den Rekonstrukteuren nur weggelassen wurden. Jedenfalls wirkten die Zimmer, die wir besuchen konnten, recht spartanisch eingerichtet (im heutigen Wortsinne. Die Römer habe sicherlich nicht den Lebensstil der Spartaner kopiert 😀 ).

Wenn Römer das Haus verließen, gab es strikte Kleidervorschriften. Die Menge und Qualität der Stoffe, die eine Person trug, zeigten klar die finanzielle Situation der Familie. Je mehr und je besser, desto höher der Status. Togas wurden dazu benutzt, um im Winter warm zu bleiben, aber auch um Respekt zu zeigen. Zum Beispiel wurden Frauen, deren Toga die Füße nicht bedeckte als nicht respektvoll erachtet. Zu Zeiten der Römer zeigten nur Huren und die ganz, ganz Armen ihre Füße. Ein Mann konnte sich sogar scheiden lassen, wenn bei seiner Frau auf der Straße mehr als die Zehenspitzen unter ihrer Toga zu sehen waren. Also ist das Bild rechts in dieser Hinsicht falsch (Ich erzähle in einem späteren Beitrag, wo ich das gelernt habe).

Wie man auf dem Bild links sehen kann, war Sicherheitskleidung noch nicht erfunden. Wie dieser Schmied kleideten sich die Römer bei der Arbeit bequem, auch wenn es sie gefährdete. Ich wette es gab eine ganze Reihe Arbeitsunfälle.

Die Germanen trugen viel wärmere Kleidung. Da sie nicht an Annehmlichkeiten wie Fußbodenheizungen gewöhnt waren, trugen sie auch im Haus lange Röcke und warme Hosen. Im Freien wurden meist mehrere Lagen übereinander gezogen, um die Kälte und den Regen abzuhalten. Ich schätze, dass sie im Sommer in ähnlicher Kleidung draußen herumliefen wie im Haus. Aber darüber sagte unsere Führerin nichts, so dass ich das nur vermuten kann.

Ich glaube, dass die meisten Römer in Xanthen ihre Stoffe von den Germanen kauften, die Reichsten ausgenommen, die ihre Stoffe sicherlich direkt aus Roma kommen ließen. Nicht jeder hatte die Mittel, sich das leisten zu können. Unsere Führerin bestätigte jedenfalls lebhafte Handelsbeziehungen zur umliegenden Bevölkerung.

 

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