Im November werden meine Beiträge im besten Fall unregelmäßig erscheinen. Ich muss dringend „Feuerkrone“ fertig schreiben und übersetzen, den letzten Band meiner High School Drachen Trilogie. Dafür werde ich NaNoWriMo nutzen.

Für die, die davon noch nie etwas gehört haben: Der National Novel Writing Month (nationale Romanschreibmonat = November) ist dafür vorgesehen, mindestens 50Tsd. Worte in einem einzigen Monat zu schreiben. Tausende AutorInnen aus aller Welt nehmen daran teil und reden auch miteinander. Es macht nicht nur Spaß, man ist auch produktiv.

Wenn du ein/e AuthorIn bist, kannst du hier mitmachen. Als LeserIn kanns du meine Fortschritte verfolgen (Komisch. Seit neuestem braucht man anscheinend ein Benutzerkonto, um die Teilnehmer sehen zu können. Das war früher anders. Ich habe die Organisatoren schon angeschrieben). Na dann bis Dezember. 😀

 

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Und wieder einer … Aber dieses Mal bin ich besser vorbereitet. Ich habe all mein NaNoWriMo-Zeugs auf der Reihe (morgen mehr darüber). Und eine gute Halloween-ige Geschichte wartet auf euch bei diesem Bloghop (Hoffentlich stimmt ihr zu, dass sie gut ist. Sie funktioniert sicher nicht für jeden). Ich habe sie zu dem besten Podcast über Kreatives Schreiben (nur Englisch) geschickt, den ich je gehört habe: „Alone in a Room With Invisible People“. UND DIE GESCHICHTE IST ANGENOMMEN WORDEN! YAY! Ihr könnt die englische Fassung dort demnächst hören.

Und hier ist sie. Happy Halloween für alle die es feiern:

Eure Majestät

Zufrieden mit dem Makeup, das sie wie ein totenbleichen viktorianischen Vampir aussehen ließ, schloss Anne ihren Handspiegel und trat durch die Türen des Golf Clubs. Heute Nacht würde sie ihren zukünftigen Ehemann verzaubern, jemanden mit Geld. Kein vernünftiger Mann würde ihrer Verführungskunst widerstehen können. Sie suchte den überfüllten Raum nach unbekannten Gesichtern ab und hoffte, dass keiner der Stammgäste bemerkte, dass sie dasselbe Kostüm wie letztes Jahr trug. Die Frisur hatte den Rest ihres Geldes verschlungen.

Sie würdigte Männer mit teuren Eheringen keines Blickes, denn sie brauchte jemanden, der ungebunden war. Ein wohlgerundeter Hintern in einem Armani Anzug, der sich zur Musik wiegte, erregte ihre Aufmerksamkeit. Die Hände waren frei von Schmuck. Das Gesicht ihres potentiellen Ehemanns, als er sich dann umdrehte, war nicht berauschend, würde aber gehen. Schließlich war sie nicht auf der Suche nach Mister Universum.

Seine Aufmerksamkeit zu erregen dauerte nur wenige Herzschläge. Lächelnd bat er sie zum Tanz. Anne presste ihren Körper eng an den seinen und spürte seine Erektion durch den Stoff ihrer Kleider. Hab ich dich! Sie redeten nicht. Als sie aufblickte, die Lippen wie für einen Kuss leicht feucht, glühten seine Augen rot.

„Du warst die ganze Zeit so verführerisch nahe.“ Seine Stimme war rau. „Komm mit mir. Ich gebe dir alles, wovon du je geträumt hast.“

Er humpelte und sie verlor den Rhythmus. Irgendetwas stimmte nicht mit seinem Bein, doch ihr Blick klebte an seinem Gesicht. Sein Lächeln ließ ihre Nippel vor Erregung und Angst hart werden. Hatte er wirklich versprochen, all ihre Wünsche wahr werden zu lassen? Ihr Blick glitt an ihm vorbei, und sie runzelte die Stirn.

Die Menschen um sie herum hatten sich verändert und trugen jetzt wenig farbige Kleidung aus Goldbrokat, gerade so wie sie. Wo waren sie? Oder besser, wann waren sie?

„Du könntest die Geliebte eines Papstes sein.“ Ihr Partner zeigte auf einen fetten Mann mit einer Hakennase in einem roten Mantel. Zahlreiche Juwelen ließen seine Finger glitzern. Als er lächelte, waren seine Zähne schwarze Stümpfe. Anna schüttelte sich.

„Nun ja, wenn Roderic de Borja nicht nach deinem Geschmack ist …“ Ihr Partner wirbelte sie herum und die Szenerie und ihre Kleidung veränderten sich erneut. Jetzt trug sie einen Umhang mit steifem Halstuch, und ihr Busen kämpfte gegen ein Kleid mit einem Reifrock aus Walfishbarten. Ihr Tanzpartner deutete mit einem Nicken auf einen kräftig gebauten Mann, den sie aus einem Geschichtsbuch kannte—irgend so ein König von England.

„Besser? Er wird dich zu seiner Königin machen.“ Die Augen ihres Partners funkelten.

Reichtum und Macht! Alles, was sie wollte. Das war der Richtige. Doch eine Frage hatte sie noch. „Warum kann ich nicht in meiner eigenen Zeit bleiben?“

„Weil du heute Nacht sterben würdest.“ Das rote Leuchten seiner Augen wurde stärker. In ihnen sah sie sich selbst in einer Pfütze aus Blut liegen. Sie schluckte.

„Also, wer soll es sein? König oder Papst“

Sie zögerte nicht. Als Königin wäre sie reich und mächtig. Kein Mann der Welt würde es wagen, sich ihren Annäherungsversuchen zu verweigern, egal wie alt sie wäre. Außerdem war der König nicht so fett wie der Papst.

Bevor sie ihre Antwort aussprechen konnte, verbeugte sich ihr Tanzpartner, küsste ihre Hand und sagte: „Lebe wohl, Anne Boleyn. Wir werden uns wiedersehen.“ Mit einer weiteren Verbeugung verblasste er.

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Chris Bridges hasn’t a story this time but she’s promoting the Storytime Blog Hop. Give her shout out and say Hello!

Wenn du Englisch kannst, besuche auch die anderen AutorInnen. Es sind wirklich gute Geschichten:

Don’t forget to visit the other participants. Enjoy their stories:

Black Moon     by Lauren M. Catherine
Poe’s Heart     by J. Q. Rose
Hanks A Lot     by Joe Bouchard
In The Gray Lake     by Karen Lynn
The Right Honorable Brotherhood of Spirits, Poltergeists and Ghosts     by Vanessa Wells
Life of a Pumpkin     by Bill Bush
Why Should I?     by Gina Fabio
Reaper     by Juneta Key
Snow White Tabloid Style     by Fannie Suto
Starving Artist     by Samantha Bryant
The Halloween Dance     by Barbara Lund
The Ghost In My Yard     by Elizabeth McCleary

 

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Einer der Läden, die wir besuchten, war eine Schmiede. Mich überraschte besonders wie kleine die Feuerstelle war (das ist das kleine Rost in der Mitte der rot gestrichenen Wand). Ich glaube im Winter muss es für die Leute, die keine zusätzliche Fußbodenheizung hatten, ziemlich kalt gewesen sein. Immerhin war Germania kälter, nasser und insgesamt ungemütlicher als Italien. Sicherlich hat sich so mancher Bürger nach Rom gesehnt.

Die Schmiede arbeitete mit Silber, wenn ich mich richtig erinnere. Für eine Eisenschmiede war die Esse zu klein. In der Nähe der Nachbauten gab es die Fundamente einer Eisenschmiede, die drei Feuerstellen hatte und Fußbodenheizung. Aber sie war nicht nachgebaut worden, also musste man seine Fantasie nutzen.

Jeder, der einen kleinen Laden besaß, arbeitete und verkaufte die Waren von daheim (auf der anderen Seite der Blasebälge, außerhalb dieses Bilds, stand ein zimmerbreiter, hölzerner Verkaufstresen; die ganze Front des Raums konnte zur Straße geöffnet werden). Für kleine und mittlere Unternehmen gab es keine Trennung von Arbeitsplatz und Wohnraum des Besitzers. Sie waren überwiegend im gleichen Haus. Nur große oder platzraubende Betriebe (wie die Schiffswerft, Bauernhöfe, oder Steinbrüche) befanden sich außerhalb der Stadt.

Römer liebten den Luxus und die, die es sich leisten konnten, wollten wie in Rom feiern. Also gab es Restaurants mit Bett-Sofas. Jeder der kleinen Räume (siehe Bild) bot neun Männern Platz (kein Raum für Frauen, Huren ausgenommen). Es überraschte mich, dass Römer nicht immer im Liegen gegessen haben. Das tat man nur zu Festen. Daheim gab es hölzerne Tische mit Stühlen oder Hockern. Kinder standen während der Mahlzeiten oft.

Römer legten auch viel Wert auf Sauberkeit. Überall in der Stadt gab es Badehäuser, so dass jeder Bürger Zugang hatte. In der Nähe des Zentrums war ein sehr großes Badehaus für die Elite der Stadt, aber der Träger des Archäologischen Parks hat ein Museum darüber gebaut. Es gab aber genug Fundamente, um das Layout erkennen zu können. Ein kleineres Badehaus war auch rekonstruiert worden.

Die Geschlechter badeten in verschiedenen Bereichen. Der erste Raum, den ein Besucher betrat, war ein wenig geheiztes Zimmer zum Ausziehen. Das nächste war moderat gewärmt und die Becken enthielten warmes und kaltes Wasser. Hier rasierte und wusch man sich, bevor man ins letzte Zimmer ging und kühlte sich nach der Rückkehr wieder langsam ab. Dieses war sehr gut beheizt und das Wasser war so warm wie in einer heutigen Badewanne. Dieser Raum war hauptsächlich zur Entspannung gedacht (und vermutlich auch für Geschäftsgespräche). In dem großen Badehaus gab es einige kleinere Räume für Massagen, Sex oder einfach zum Ausruhen. Solche Räume hatte das nachgebildete Badehaus nicht.

Mir gefielen die bunt bemalten Wände aller Häuser besonders gut. Die Archäologen haben historische Funde aus anderen Gegenden genutzt, um die Zimmer zu dekorieren. Es war alles viel farbenfroher als ich erwartet hatte.

 

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