Buchbesprechung: Wunderbare Fahrten und Abenteuer der kleinen Dott

Leser erleben viele tausend Leben — Nichtleser nur eines.

Ich habe lange überlegt, mit welchem Buch ich meine Kritikreihe beginnen sollte. Seit meiner Kindheit habe ich so viele Bücher gelesen, dass mir die Wahl wirklich schwer fiel. Dass ich mich letztendlich für ein Buch entschieden habe, dass es nur noch gebraucht gibt, hat viele Gründe. In erster Linie ist „Wunderbare Fahrten und Abenteuer der kleinen Dott“ von Tamara Ramsey genau die Art von Geschichte, die ich selbst am liebsten erzähle. Sie ist magisch und realistisch und voll mit echter Geschichte ins fantastischem Gewandt. Ich habe als Kind von diesem Buch mehr über die Geschichte Norddeutschlands gelernt, als im Schulunterricht – und es hat noch dazu viel mehr Spaß gemacht.

Wunderbare Fahrten und Abenteuer der kleinen Dott

Wunderbare Fahrten und Abenteuer der kleinen Dott“ erzählt von einer magischen Reise durch Niedersachsen, Sachsen und Thüringen. In der Johannisnacht fällt der kleinen Dott, als sie unerlaubt ihren Eltern folgt, eine Blüte des Reinfarn in den Schuh und macht sie unsichtbar. Gleichzeitig erhält sie aber die Fähigkeit, mit Tieren zu reden. Sie freundet sich mit dem Reiher Gurian an, der auf tragische Weise seine Familie verlor. Gemeinsam machen sich die beiden auf die Suche nach einem Zauber, der Dott wieder sichtbar machen kann. Unterwegs lernt Dott, dass ihr nur geholfen werden kann, wenn sie anderen hilft. An vielen interessanten Orten besucht sie die Vergangenheit, lernt durch Abenteuer mit Rübezahl, Tieren und Wassernixen das Land um sich herum mit neuen Augen zu sehen. Das alles ist so liebevoll und kindgerecht geschrieben, dass ich das Buch selbst heute, als erwachsene Frau, immer wieder gerne lese.

Eine kleine Warnung: wer nun Lust bekommen hat, sich das Buch selbst zu laufen, sollte unbedingt darauf achten, dass er/sie nicht eine Ausgabe aus dem prignitz-pur Verlag kauft. Diese Ausgabe ist nicht vollständig.