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Meine Erfahrungen mit Diabetes (7)

Ein interessante Sache, die ich kürzlich herausfand war, dass die Daten, die ich mit meinem Messgerät sammelte, nicht auf meinem PC gespeichert werden, selbst wenn ich sie auslese. Das macht es natürlich unmöglich, langfristigere Analysen durchzuführen. Es gibt auch keine Möglichkeit, die Freestyle Libre Daten in einem Format zu exportieren, das es mir erlauben würde, sie mit einem eigenen Analyseprogramm zu bearbeiten. Ich kann alos nur die fertigen Analysen eines Tages oder Monats mit denen eines anderen Tages oder Monats vergleichen. Da ich das blöd finde, rief ich den Support an. Da wurde mir gesagt, das einzige System, das die Daten langfristig speichere sei die cloud-basierte Freestyle View Platform.

Und ich hasse cloud basierte Systeme. Ich möchte nicht, dass meine Daten, egal welche Daten, irgendwo anders gelagert sind als auf meinem PC, wenn überhaupt.Das mag altmodisch sein, aber ich vertraue der Sicherheit fremder Systeme nicht, ganz gleich wie oft mir versichert wird, dass alles bestens geschützt ist. Meiner Meinung nach gibt es keinen besseren Schutz als einen Rechner, der nicht am Netz hängt. So kommen mir empfindliche Daten (und gesundheitsrelevante Daten zählen zu den empfindlichen Daten) niemals aus den Augen. Für mich ist .

Da ich dies nicht vorher wusste,  konnte ich die früheren Daten nicht mit den neuen vergleichen, um Trends zu entdecken. Natürlich waren einige Entwicklungen meines Blutzuckers keine Überraschung: erhöhte Level in der Weihnachtszeit und im neuen Jahr und auch, wann immer die Erkältung zurück kam (und das tat sie dieses Jahr mehrfach). Ich hatte auch einige Werte mir sehr niedrigem Blutzucker. Die Werte fielen auf 70-75mg/dl, was noch nicht kritisch ist (Hypoglycemie beginnt bei 50mg/dl), aber vom Messgerät bereits angemahnt wird.

Niedrige Werte tauchten immer dann besonders häufig auf, wenn ich „Mist“ gegessen hatte (wie Weißmehlprodukte, Kekse, Kuchen usw). Das ist ein Zeichen dafür, dass mein Körper größere Mengen Insulin produziert, um mit der erhöhten Zuckermenge fertig zu werden, aber da es sich um leicht verdauliche Zucker handelt,verschwinde es auch schnell wieder aus dem Blut. Das dann überschüssige Insulin schreit nach MEHR Kohlehydraten. Das ist ein Teufelskreis, denn der Körper bekommt dann Heißhunger auf Kohlehydrate. Am besten ignoriert man in dem Fall die Piranhas, die einem in den Eingeweiden wühlen. Ich trinke dann Wasser und sitze es aus (oder gehe spazieren).

Nun ist aber mein Blutzucker meistens zu hoc, nicht zu niedrig. Daher trinke ich jeden Tag ein Glas Grapefruitsaft. Kurz danach bekomme ich eine kleine Zuckerspitze, aber die darauf folgende Reduktion des Zuckerspiegels ist signifikant größer. Grapefruitsaft verringert den Blutzuckerwert stärker als meine Medizin. Ich empfehle allen, die ähnliche Diabetes haben wie ich, regelmäßig Grapefruitsaft zu trinken (der frisch gepresste Saft schmeckt besser als der aus Konzentrat). Er hilft dabei, den Blutzucker in den Griff zu bekommen.

 

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Römer in Deutschland 7

Wie ich schon letztes Mal gesagte hatte, liebten es die Römer bunt. Sie malten die Wände ihrer Wohnungen in verschiedenen Rot-, Weiß- und Grüntönen an, oft ergänzt durch Mosaike oder detaillierte Wandmalereien. Oft waren auch die Außenwände der Häuser bemalt. Bei den rekonstruierten Häusern in Xanthen, war die Farbe ein dunkles Rot. In diesen beiden Fotos sieht man das restaurierte Restaurant, aber die Farben waren bei den Privathäusern ähnlich. Ich weiß aber nicht, ob die Archäologen diese Farbe an Hand von Recherchen in römischen Dokumenten wählten oder auf Grund von Funden in anderen Grabungsstätten (wie z.B. Pompeij) oder von Funden vor Ort, aber es sah sehr hübsch aus.

Das restaurierte Restaurant hatte sogar einen Keller, was die meisten der andern Häuser nicht besaßen. Aber das Restaurant musste Wein und Lebensmittel kühlen. Sie unterirdisch zu lagern war dafür am besten, denn selbst im Sommer blieb der Boden in einem solchen Keller kühl und frisch. Die dicken Steinwände und die eingegrabenen Amphoren verstärkten diesen Effekt. Lebensmittel wurden nach Bedarf nach oben geholt.

Ich kann nicht sagen, wie viele Häuser einen Keller hatten, würde aber erwarten, dass wenigstens die Oberschicht solche unterirdischen Räume besaß, und sei es nur für Wein.

Nicht weit von dem Restaurant waren die Überreste einer Schmiede zu besichtigen. Da kann man gut erkennen, wie stabil die Fundamente gebaut waren. Einige der Ziegel wurden schräg senkrecht eingebaut, um das aus ihnen lastende Gewicht der Wände, Fußböden und Möbel besser zu verteilen. Dieses Foto ist besonders interessant, weil man anhand der Größe und Form der Fundamente erkennen kann, wo die Wände gestanden haben müssen und sogar wo die Esse und der Amboss standen. Die offenen Bereiche zwischen den Fundamenten erlaubten der heißen Luft der Bodenheizung zu zirkulieren.

 

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Meine Erfahrungen mit Diabetes (6)

Ich hatte meine Diabetes bis Anfang November gut im Griff. Mit einem Wochendurchschnitt von 118-120mg/dL (das entspricht einem Langzeitzucker von 6,5-6,6%), waren meine Blutzuckerwerte mit denen eines gesunden Menschen vergleichbar. Nur meine Haut ist nach wie vor dünner und der Nagel meines linken Daumens reißt leicht ein (von der Spitze Richtung Fleisch, was höllisch weh tut). Ich rechne diese Symptome der Diabetes zu, da ich sie vor der Diagnose nie hatte.

Dann bekam ich Mega-Stress. Meine Älteste, ihre beste Freundin und meine Jüngste entschieden sich umzuziehen, und ich musste mich durch einen Berg Anträge kämpfen, einen unverschämten Vermieter abwehren, und dabei helfen, Möbel, Krams und Kleidung fünf Stockwerke runter und drei wieder hoch zu tragen.

Während dieser Zeit schaffte ich es trotzdem, nur zwei Mahlzeiten pro Tag zu essen. Ich kann jetzt stolz verkünden, dass ich trotz des Mega-Stresses nicht wieder zugenommen habe (etwas, was mir bei Stress sonst immer passiert). Mir gelang es sogar, an den Weihnachtstagen halbwegs vernünftig zu essen. Nur das chinesische Buffet am 2. Feiertag war eine Katastrophe für meinen Blutzucker, aber das hatte ich bereits erwartet. Insgesamt verschlechterten sich meine Blutzuckerwerte von Anfang November bis Weihnachten ziemlich. Dann bekam ich eine Erkältung (wie fast immer zwischen den Jahren) und meine Blutzuckerwerte explodierten. An einigen Tagen gingen sie nicht einmal unter 160mg/dL, ganz gleich wie viel ich mich bewegte oder wie wenig ich aß.

Etwas Recherche enthüllte, dass daran meine Leber Schuld war. Da sich mein Körper mit den Erkältungsviren herumschlug, entschied sie, dass für einen Sieg mehr Energie nötig sei. Also löste sie Zucker aus den Fettdepots und entließ ihn ins Blut. Leider waren meine Zellen (noch) nicht empfindsam genug, um so große Mengen an Zucker schnell genug aus dem Blut zu entfernen und zu verarbeiten.

Jetzt, wo sich die Erkältung und der Stress langsam verabschieden, normalisieren sich meine Blutzuckerwerde wieder. Ich werde sie weiter im Augen behalten und meine Fortschritte/Rückschläge mit euch teilen. Auch werde ich, wenn es etwas wärmer wird, wieder dazu zurückkehren, nur eine kohlehydratarme Mahlzeit pro Tag zu essen. Immerhin will ich auch dieses Jahr wieder Gewicht verlieren.

 

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Römer in Deutschland 6

Daheim kleideten sich die Römer in erster Linie bequem, aber, da Germania ein vergleichsweise kaltes Land war, mit warmen Stoffen. Die Männer passtensich auch an und trugen schließlich oft auch die langen Hosen, die die germanischen Männer trugen. Die Spielzeuge der Kinder ähnelten denen, mit denen auch heute noch Kinder spielen (Watscheltiere wie z.B. Enten, Kreisel, Murmeln, usw.). Schuhe wurden aus stabilem Leder hergestellt und schützten die Füße in erster Linie vor der Kälte und den spitzesten Steinchen. Trotzdem spürte man jede Unebenheit durch die Sohle (Ich weiß das, weil ich mir selbst ein paar gekauft habe. Sie sind sehr bequem aber es fühlt sich fast so an wie barfuß zu laufen).

Soweit ich das erkennen konnte, liebten es die Römer bunt. Die Stoffe in den Räumen, die wir gesehen haben, waren überwiegend in Gelb-, Grün- und Rottönen, sowie in den natürlichen Schattierungen von Wolle. Interessanterweise gab es keine Teppiche, Läufer oder Wandteppiche. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie es nicht gab, oder ob sie von den Rekonstrukteuren nur weggelassen wurden. Jedenfalls wirkten die Zimmer, die wir besuchen konnten, recht spartanisch eingerichtet (im heutigen Wortsinne. Die Römer habe sicherlich nicht den Lebensstil der Spartaner kopiert 😀 ).

Wenn Römer das Haus verließen, gab es strikte Kleidervorschriften. Die Menge und Qualität der Stoffe, die eine Person trug, zeigten klar die finanzielle Situation der Familie. Je mehr und je besser, desto höher der Status. Togas wurden dazu benutzt, um im Winter warm zu bleiben, aber auch um Respekt zu zeigen. Zum Beispiel wurden Frauen, deren Toga die Füße nicht bedeckte als nicht respektvoll erachtet. Zu Zeiten der Römer zeigten nur Huren und die ganz, ganz Armen ihre Füße. Ein Mann konnte sich sogar scheiden lassen, wenn bei seiner Frau auf der Straße mehr als die Zehenspitzen unter ihrer Toga zu sehen waren. Also ist das Bild rechts in dieser Hinsicht falsch (Ich erzähle in einem späteren Beitrag, wo ich das gelernt habe).

Wie man auf dem Bild links sehen kann, war Sicherheitskleidung noch nicht erfunden. Wie dieser Schmied kleideten sich die Römer bei der Arbeit bequem, auch wenn es sie gefährdete. Ich wette es gab eine ganze Reihe Arbeitsunfälle.

Die Germanen trugen viel wärmere Kleidung. Da sie nicht an Annehmlichkeiten wie Fußbodenheizungen gewöhnt waren, trugen sie auch im Haus lange Röcke und warme Hosen. Im Freien wurden meist mehrere Lagen übereinander gezogen, um die Kälte und den Regen abzuhalten. Ich schätze, dass sie im Sommer in ähnlicher Kleidung draußen herumliefen wie im Haus. Aber darüber sagte unsere Führerin nichts, so dass ich das nur vermuten kann.

Ich glaube, dass die meisten Römer in Xanthen ihre Stoffe von den Germanen kauften, die Reichsten ausgenommen, die ihre Stoffe sicherlich direkt aus Roma kommen ließen. Nicht jeder hatte die Mittel, sich das leisten zu können. Unsere Führerin bestätigte jedenfalls lebhafte Handelsbeziehungen zur umliegenden Bevölkerung.

 

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Frohe Weihnachten

oder Warum NaNo dieses Jahr kein Erfolg war!

Im November, wenn ich eigentlich am monatlichen Schreibmarathon NaNoWriMo teilnehme, wurde entschieden, dass meine Älteste aus dem betreuten Wohnen in ihre erste eigene Wohnung ziehen darf. Sie will diese mit ihrer besten Freundin teilen. Es wurde abgemacht, dass sie bis dahin das Kochen und dem Umgang mit größeren Finanzbeträgen lernen solle. Natürlich rechneten wir bei der derzeitigen angespannten Wohnungslage mit einem Übergangszeitraum von mindestens drei Monaten.

Doch zu unser Überraschung hatten die beiden bereits in der zweiten Novemberwoche eine frisch renovierte 4-Zimmer-Küche-Bad Wohnung reservieren können, die sowohl finanziell als auch von der Größe her im Budget lag. Die Mädels waren begeistert … und ich auch, bis mir klar wurde, wie viel Arbeit das für mich bedeutete: Bürokratie. Ich habe einen Antrag nach dem anderen ausgefüllt, hier etwas abbestellt, da Energie angemeldet … An einem Tag brachte ich zweiundzwanzig Briefe zur Post, das meiste Anträge.

Es schien ewig zu dauern, aber Anfang Dezember bekamen wir die notwendigen Zusagen der Ämter und konnten endlich den Mietvertrag unterzeichnen. Also haben die Mädchen ihre Sachen gepackt. In ihrer Freude fuhren sie Kiste um Kiste mit dem Fahrrad in die neue Wohnung. Daher erwartete ich, den Rest mit wenigen Fuhren im PKW ausräume zu können und fuhr zur Wohnung der besten Freundin meiner Tochter, die im 5.Stock lag. Für die Möbel wollten wir dann einen Transporter mieten.

Wir arbeiteten vom Vormittag bis Abends, und es war immer noch nicht alles weg (so schlimm wie in dem Bild war es aber nicht). Also holten die Kinder am nächsten Tag wieder mit dem Fahrrad Kisten. Dabei griff die Bewohnerin der Nachbarwohnung die Freundin meiner Tochter mit einem auf Leinwand gedruckten Bild an und schlug ihr den seitlich gegen den Kopf, so dass die Freundin eine mittelschwere Gehirnerschütterung davontrug. Die Polizei wurde eingeschaltet, was bedeutete, dass wir einige Tage später dort unsere Aussage machen mussten. Und dann setzte uns die Hausverwaltung einen engen Termin: wegen der Feiertage sollte die Wohnung bis zum 28.12. 16:00 ausgeräumt und das Schlafzimmer, das der Vormieter grün gestrichen hatte, weiß gestrichen sein (das war letzten Dienstag).

Ich trommelte also Freunde und Familie zusammen, die auch alle kamen, weil sie tolle Menschen sind. In einer gemeinsamen Anstrengung räumten wir die Wohnung aus, strichen das Zimmer, karrten die Möbeln in die neue Wohnung („nur“ 3. Stock), packten den Sperrmüll auf einen Anhänger, und reinigten alles. Glaubt mir, ich war in meinem ganzen Leben noch nicht so kaputt.

Deshalb wünsche ich allen ein friedliches und ruhiges Weihnachtsfest. Ich werde zwischen den Jahren nicht schreiben, obwohl ich das dringen tun müsste. Stattdessen werde ich lesen und entspannen, damit ich für das nächste Jahr gewappnet bin.

Euch wünsche ich natürlich dasselbe.

Es tut mir Leid, dass ich dieses Jahr nicht dazu gekommen bin, Weinachtkarten zu schreiben oder dass Geschenke zu spät abgeschickt wurden. Aber wie ihr seht, gab es nicht genügend Stunden pro Tag und zu wenig Energie in meinem alternden Körper. Möge sich jeder umarmt fühlen, der eine Umarmung braucht. Dafür habe ich genug Kraft.

Ich wünsche euch allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

Wir sehen/lesen uns 2019 wieder (geplant sind weitere Beiträge über die Römerreise mit meinem Mann und über meinen Versuch, die Diabetes unter Kontrolle zu bringen).

 

P.S.: Wer Englisch kann, kann noch bis zum 2. Januar den Indie Authors‘ Advent Calendar genießen.

 

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Meine Erfahrungen mit Diabetes (5)

Um mein Gewicht weiter zu reduzieren und die Diabetes los zu werden, beschloss ich, eine zweite, strenge Runde von Dr. Fungs Empfehlungen einzuhalten. Da ich die Wissenschaft sehr mag (immerhin habe ich einen Doktortitel in Naturwissenschaften), werde ich diese Reise dokumentieren.

Als erstes überredete ich meinen Ehemann, einen meiner Freestyle Libre Sensoren für eine Woche zu tragen. Er ist schlank und frei von Diabetes, so dass ich eine Grundlinie bekomme, die mein Ziel ist. Im linken Bild sieht man die Blutzuckerwerte für zwei typische Tage von mir (und die sind für einen Diabetiker schon ziemlich gut). Auf der rechten Seite finden sich die Werte für zwei typische Tage meines Mannes (meine Ziellinie). Die vollständigen Bilder kann man übrigens sehen, wenn man sie anklickt (sie öffnen sich in einem neuen tab).

Katharina Thomas

Man sieht, dass die Werte meines Mannes (die blauen Linien) fast immer (zu 99%) innerhalb des grauen Bereichs liegen, der gesunde Blutzuckerwerte signalisiert. Auch sind seine Kurven wesentlich zackiger als meine, was bedeutet, dass sein Blutzucker auch nach einer kurzzeitigen Spitze schnell wieder absinkt. Meine Blutzuckerspitzen sind wesentlich gerundeter, was bedeutet, dass der Zucker wesentlich länger im Blut bleibt. Insgesamt liegen meine Blutzuckerlinien höher als die meines Mannes, und mehr der Zuckerspitzen befinden sich außerhalb des grauen Bereichs.

Für einen besseren Vergleich bündelte ich meine Daten und die meines Mannes für eine ganze Woche (eine Option meines Analyseprogramms) und stellte eine Durchschnittskurve dar (Siehe die nächsten beiden Grafiken, meine wieder links, die meines Mannes rechts).

Tagesmuster Katharina

Tagesmuster Thomas

Nicht nur liegt mein Median (das ist ein besonderer Mittelwert; wenn du Mathefan bist, findest du hier eine Erklärung) wesentlich höher als seiner, die Streuung der Werte ist auch wesentlich breiter (was bedeutet, dass es wesentlich mehr Messwerte mit hohen Spitzen in meiner Datenmenge gab als in der meines Mannes). Auch das nächtliche Absinken der Zuckerwerte ist weniger stark ausgeprägt.

Mein Ziel ist es also, in den nächsten Monaten meinen wöchentlich zusammengestellten Median so dicht es geht an den meinen Mannes anzugleichen. Ich würde mich freuen, wenn du mich auf meiner Reise begleitest. Wenn du mitspielen willst, lass mich wissen, ob dir Dr. Fungs Rat hilft. Nächste Woche erzähle ich mehr über meine Erfahrungen (über meine Gefühlslage, wie erfolgreich ich mich an Dr. Fungs Empfehlungen gehalten habe, und was sich bei meinem Gewicht und bei den Zuckerwerten getan hat).

 

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Römer in Deutschland 5

Einer der Läden, die wir besuchten, war eine Schmiede. Mich überraschte besonders wie kleine die Feuerstelle war (das ist das kleine Rost in der Mitte der rot gestrichenen Wand). Ich glaube im Winter muss es für die Leute, die keine zusätzliche Fußbodenheizung hatten, ziemlich kalt gewesen sein. Immerhin war Germania kälter, nasser und insgesamt ungemütlicher als Italien. Sicherlich hat sich so mancher Bürger nach Rom gesehnt.

Die Schmiede arbeitete mit Silber, wenn ich mich richtig erinnere. Für eine Eisenschmiede war die Esse zu klein. In der Nähe der Nachbauten gab es die Fundamente einer Eisenschmiede, die drei Feuerstellen hatte und Fußbodenheizung. Aber sie war nicht nachgebaut worden, also musste man seine Fantasie nutzen.

Jeder, der einen kleinen Laden besaß, arbeitete und verkaufte die Waren von daheim (auf der anderen Seite der Blasebälge, außerhalb dieses Bilds, stand ein zimmerbreiter, hölzerner Verkaufstresen; die ganze Front des Raums konnte zur Straße geöffnet werden). Für kleine und mittlere Unternehmen gab es keine Trennung von Arbeitsplatz und Wohnraum des Besitzers. Sie waren überwiegend im gleichen Haus. Nur große oder platzraubende Betriebe (wie die Schiffswerft, Bauernhöfe, oder Steinbrüche) befanden sich außerhalb der Stadt.

Römer liebten den Luxus und die, die es sich leisten konnten, wollten wie in Rom feiern. Also gab es Restaurants mit Bett-Sofas. Jeder der kleinen Räume (siehe Bild) bot neun Männern Platz (kein Raum für Frauen, Huren ausgenommen). Es überraschte mich, dass Römer nicht immer im Liegen gegessen haben. Das tat man nur zu Festen. Daheim gab es hölzerne Tische mit Stühlen oder Hockern. Kinder standen während der Mahlzeiten oft.

Römer legten auch viel Wert auf Sauberkeit. Überall in der Stadt gab es Badehäuser, so dass jeder Bürger Zugang hatte. In der Nähe des Zentrums war ein sehr großes Badehaus für die Elite der Stadt, aber der Träger des Archäologischen Parks hat ein Museum darüber gebaut. Es gab aber genug Fundamente, um das Layout erkennen zu können. Ein kleineres Badehaus war auch rekonstruiert worden.

Die Geschlechter badeten in verschiedenen Bereichen. Der erste Raum, den ein Besucher betrat, war ein wenig geheiztes Zimmer zum Ausziehen. Das nächste war moderat gewärmt und die Becken enthielten warmes und kaltes Wasser. Hier rasierte und wusch man sich, bevor man ins letzte Zimmer ging und kühlte sich nach der Rückkehr wieder langsam ab. Dieses war sehr gut beheizt und das Wasser war so warm wie in einer heutigen Badewanne. Dieser Raum war hauptsächlich zur Entspannung gedacht (und vermutlich auch für Geschäftsgespräche). In dem großen Badehaus gab es einige kleinere Räume für Massagen, Sex oder einfach zum Ausruhen. Solche Räume hatte das nachgebildete Badehaus nicht.

Mir gefielen die bunt bemalten Wände aller Häuser besonders gut. Die Archäologen haben historische Funde aus anderen Gegenden genutzt, um die Zimmer zu dekorieren. Es war alles viel farbenfroher als ich erwartet hatte.

 

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Meine Erfahrungen mit Diabetes (4)

Zusammengefasst schlägt Dr. Fung vor, mehr Fett und weniger Kohlehydrate zu essen (da diese hohe Insulinlevel verursachen, die Gewichtszunahme und Diabetes zur Folge haben) und das Zeitfenster, in dem gegessen wird, möglichst klein zu halten. Zwischen dem letzten Mahl des Tages und dem ersten Mahl des nächsten Tages sollten mindestens 16 Stunden liegen. Das nennt sich intermittierendes Fasten.

KohlehydrateDas erste Mal, als ich Dr. Fungs Methode folgte, ass ich von montags bis freitags nur eine Mahlzeit pro Tag und reduzierte Kohlehydrate (siehe Bild) so weit es ging. Am Samstag oder Sonntag erlaubte ich mir Brot oder Brötchen (die einzige Sehnsucht, die ich hatte) und aß dreimal täglich (spätes Frühstück, normales Mittag, frühes Abendbrot). Alkohol fasste ich nicht an.

Was mich am meisten überraschte war, dass ich mich nicht müde und abgeschlagen fühlte und dass ich nicht dauernd ans Essen denken musste. Ich fühlte mich energiegeladen, war wach und ausgeruht, selbst wenn ich zu wenig geschlafen hatte. Meine Blutdruckwerte und die Anzahl der Herzschläge nahmen ebenfalls ab (ich muss sie wegen Bluthochdruck überwachen). Am Ende meines ersten Mals (wenn man das aus dem Zusammenhang reißt, gäbe das ein ganz schiefes Bild, grins), hatte ich ohne Anstrengung 10kg verloren und alle von mir überwachten Gesundheitswerte hatten sich verbessert.

Aber warum? Nun, der Grund dafür ist das Insulin.

Mit der ständigen Verfügbarkeit von Lebensmitteln, gesüßten Getränken und Alkohol, begannen die Leute auch mehr als drei mal am Tag zu essen. Der Durchschnittsverbrauch von gesüßten Getränken und Alkohol (hauptsächlich Bier) stieg. Diese Form der Ernährung zwingt den Körper 24/7 Insulin zu produzieren. Das Problem mit Insulin ist, dass seine Anwesenheit dazu führt, dass die Körperzellen immer widerwilliger darauf reagieren. Es entsteht eine Insulinresistenz = Diabetes II!

fatAuch ist Insulin für das Einlagern von Energie verantwortlich. Je mehr Insulin ein Körper produziert und je länger es im Blut bleibt, desto mehr Energie wird in den Fettzellen abgelegt. Ergebnis: Gewichtszunahme!

Daher ist Insulin sowohl für Fettleibigkeit (Adipositas), als auch für Diabetes Typ II verantwortlich. Dr. Fungs Empfehlung, mehr Fett (das eine wesentlich geringere Ausschüttung von Insulin verursacht) und weniger oft zu essen (was dem Insulinlevel die Zeit gibt, zwischen den Mahlzeiten auf Null abzusinken) hilft in beiden Fällen.

Nach den Sommerferien, als ich ganz und gar davon überzeugt war, dass seine Methode meine beiden Probleme (Übergewicht und Diabetes II) in den Griff bekommen kann, entschied ich mich, das Ganze ein wenig wissenschaftlicher anzugehen. Davon erzähle ich dann nächste Woche.

 

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Römer in Deutschland 4

Wirklich beeindruckend war der rekonstruierte Häuserblock. Die neuen Häuser waren auf den Fundamenten der original römischen Häuser errichtet worden, aber mit einer Sicherheitstrennschicht, damit die Originale nicht zerstört wurden. Der ganze Häuserblock war von einem überdachten Fußweg umgeben. Der Boden dieses Fußwegs änderte sich von einem Haus zum nächsten, da jeder Hausherr seinen Bereich nach eigenen Vorstellungen gestalten durfte. Erlaubt waren verschiedene Pflasterungen und gestampfte Erde.

Der Besuch der Häuser ließ das Leben der damaligen Zeit vor meinen Augen lebendig werden. Jedes Haus hatte einen kleinen Garten mit einem Schuppen oder einem andern Häuschen darin. Diese Häuschen beherbergten die Toilette und Platz für die Sklaven, Werkzeuge und Lebensmittel. Im Haupthaus befanden sich die Räume der Familie im Obergeschoss. Das Erdgeschoss bestand zum größten Teil aus einem Laden, der zur Vorderseite des Hauses offen war. Nur eine Holztheke trennte ihn von der Straße.

Die Häuser wurden aus gestampftem Lehm gebaut und mit bunten Farben bemalt. Die meisten Dächer waren mit Dachziegeln gedeckt, nur ein paar der Schuppen trugen Holzschindeln. Interessant fand ich, dass keines der Häuser einen Schornstein hatte, obwohl es in jedem Zimmer eine offene Feuerstelle gab. Die Häuser der Reichen hatten sogar Fußbodenheizung. Ein Blick aus einem der hinteren Fenster oder vom Balkon ähnelt dem einer heutigen Reihenhaussiedlung: lange, schmale Gärten, Mauern (heute Zäune) zwischen den Grundstücken und Gras (manchmal mit Büschen) am Boden.

Die Räume der Familie im ersten Stock waren wunderschön dekoriert, aber spärlich möbliert. Römer liebten bunte Farben und regelmäßige Muster. Das Zimmer auf dem Foto war das Schlafzimmer einer ganzen biologischen Familie, vermutlich die des Hausbesitzers (in einer Ecke stand auch eine Wiege, die aber nicht auf’s Bild passte und die ich nicht verschieben wollte). Die Eltern schliefen im Doppelbett, die Kinder im Beistellbett und das Baby in der Wiege. Die Diener schliefen im gleichen Stockwerk in weniger auffällig dekorierten Zimmern. Jeder Römer hatte eine Truhe zur Aufbewahrung seiner Habseligkeiten.

Nur die Sklaven blieben nachts nicht im Haus. Sie schliefen auf einer erhöhten Plattform über wichtigen Werkzeugen und/oder Lebensmitteln. Alle Sklaven schliefen auf Matten auf derselben Plattform.

Ich fand es überraschend, wie viel Komfort die Römer bereits hatten. Ihr Lebensstil unterschied sich nicht so sehr von unserem. Wenn man an das Eisenzeitalter denkt, erwartet man nicht unbedingt diese Lebensumstände. Die wieder aufgebauten Häuser machten mir sehr deutlich, was die Deutschen aufgaben, als Armenius die Römer besiegte. Natürlich waren sie nicht unbedingt die besten Herren, und Freiheit ist wichtig. Dennoch hätte die Zivilisation, die sie mit sich gebracht hätten, vermutlich mein Heimatland so verändert, dass es heute noch Auswirkungen gäbe.

 

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Meine Erfahrungen mit Diabetes (3)

Als ich mich an die Ernährungsempfehlungen der Ärzte hielt, die ich konsultiert hatte, hasste ich jede Sekunde, in der ich mich zwang, Gewicht zu verlieren (auch wenn mir das Ergebnis gefiel). Die ständigen Hungerattacken ließen mich andauern an Essen denken, und der zusätzliche Sport frass meine Schreibzeit auf, so dass ich keine Lust mehr hatte. Da kam Holly Lisle, meine außergewöhnliche Mentorin und Autorin von 33 Romanen. Sie kämpfte erfolgreich gegen Zungenkrebs und beginnende Diabetes und empfiehl mir zwei Bücher von Dr. Jason Fung, eine Nephrologen (Spezialist für Nieren). Er hatte sich dazu entschlossen, die Ursache von Diabetes zu behandeln und nicht nur die Auswirkungen (Nierenversagen und Dialyse).

Also kaufte ich Die Schlankformel und Fasten – Das große Handbuch von Dr. Fung und las beide. Sie öffneten mir die Augen und ich wurde in eine Richtung geschubst, die mir unbewußt seit Jahren bekannt gewesen war.

Wie alle Ärzte, mit denen ich gesprochen hatte, empfahl Dr. Fung Gewicht zu verlieren, um Diabetes zu bekämpfen. Dabei sagte er aber, dass es eine falsche Strategie sei, gleichzeitig Fett und Kohlenhydrate zu reduzieren. Und der Grund war – wie überraschend – die Reaktion eines Körpers auf so eine Diät: ein dauerhaftes Verlangen nach Essen. Seine Lösung war so einfach wie logisch.

Die Reduktion von Fetten und Kohlehydraten zwingt den Körper dazu, allein von Eiweißen zu leben, und die sind keine guten Energielieferanten. Da Kohlehydrate die größten Insulinprobleme verursachen (darüber spreche ich nächste Woche), muss der Fettanteil der Nahrung steigen.

Als ich in Schottland studierte (vor x Jahren), hatte ich stets zu wenig Zeit. Also bestand meine Hauptnahrung aus Käsetoast mit Kresse oder Salat. Natürlich triefte das Brot vor Fett. Damals verlor ich eine ganze Menge Gewicht, ein unvorhergesehener aber willkommener Effekt. Ich zog nur die falschen Schlüsse und schrieb den Gewichtsverlust dem Stress zu, insbesondere da das Gewicht in Deutschland schnell wieder da war. Durch Dr. Fungs Analysen änderte ich meine Perspektive.

Er sagt auch, dass die Zeit, zu der eine Person isst, einen großen Einfluss darauf hat, wie der Körper auf die Nahrung reagiert (die Beweiskette steht in den Büchern). Da das genau das war, was ich bei der Überwachung meines Diabetes bemerkt hatte, schmolz mein anfänglicher Widerstand dahin und ich machte mich daran, seine Vorschläge umzusetzen. Ich wollte wissen, ob seine Methode wirklich helfen würde.

Direkt vor den Sommerferien folgte ich für sechs Wochen seinen Anweisungen und verlor 10kg ohne zu hungern. Während der Ferien, mit den Kindern im Haus, war es nicht möglich, dies weiterzuführen. Aber es gelang mir, nur zweimal am Tag zu essen und dabei die Kohlehydrate zu reduzieren, so dass ich über den Sommer nicht wieder zunahm (etwas, was mir sonst immer schwer gefallen ist). Nächste Woche gehe ich näher auf die Methode ein und erkläre, warum sie wirkt.

Wer Englisch kann und weitere Informationen braucht, kann sich Dr. Jason Fung’s YouTube Videos ansehen.

 

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