storytime-bloghop

Storytime Bloghop Juli
(#kostenlose #Geschichten)

Wenn du in letzter Zeit meine Blogbeiträge gelesen hast, wirst du wissen, dass mir bisher gelingt, meine Jahreschallenge (ein Buch pro Monat zu veröffentlichen) einzuhalten. Lest gerne noch einmal die vorherigen Blogbeiträge zu den Neuerscheinungen. Jetzt ist es aber Zeit für den vierteljährlichen „Storytime Bloghop“. Es gibt wieder kostenlose Flash Geschichten von mir und 9 Mitstreitern. Hoffentlich gefällt euch meine Geschichte, obwohl sie etwas länger als üblich ist. Und denkt wie immer daran, die anderen Geschichten zu lesen (leider nur auf Englisch). Eine Liste mit Links findet ihr unter meiner Geschichte.

Der Hüter des Sandvipertempels

Es war einmal ein Land mit Sand, und Sand, und Sand, und Sand, und Sand.

Gaspard stand am Eingang des Tempels der Sandgöttin, die fünf Finger seiner rechten Hand fest um den Speer geschlossen und die beiden nackten Füße in leichtem Abstand in den warmen Sand gegraben. Er hielt Ausschau nach Pilgern, erwartete aber keine. Die Knochen der letzten Person, die den Weg durch das endlose Sandmeer gewagt hatte, waren vom ewigen Wind längst zu Staub zermahlen. Nach Aussage der Göttin war er ein böser Mann gewesen, der vor lauter Gier nach Gold seine Frau schlug und sein eigenes Kind beinahe getötet hätte.

Als ob Gold irgendeinen Wert hätte. Gaspards größter Traum war es, einmal im Leben irgendeinen Fremden zu treffen, aber die Chancen dafür waren gering. Er fragte sich, was aus seiner Vorgängerin geworden war. Hatte sie je eine Welt mit mehr Farben gesehen als Schattierungen von Braun, Beige, Weiß und Blau? War sie gestorben? Oder nur vor ihrer Aufgabe geflüchtet?

Er stellte sich vor, wie es wäre, endlich Wesen wie die zu treffen, die er aus den Büchern kannte die ihm die Göttin zum studieren gab. Ihn faszinierten die Langhornantiloppen von Quasrom mit ihren schlanken Hälsen und den drei-fingrigen Händen genauso wie die fliegenden Waale von Whattler III oder die gefiederten Dinosaurier von Permia.

Der Klang der letzten Sirene riss ihn aus den Gedanken.

Besucher?

Auf dem letzten Hügel vor dem Tempel, wo die Sirene mit Magie auf einer Sandsäule stand, hob eine Gruppe Praying Mules die spitzen Vorderhufe im Gebet. Die langen Ohren mit dem weichen Fell fielen ihnen auf den Rücken, als sie ihre Gesichter mit den langen Schnauzen gen Himmel hoben. Die weichfelligen, aufrechten Körper schienen kerngesund.

Gaspards Unterkiefer fiel herunter. Selbst in seinen Büchern waren Qumrander kaum mehr als ein Gerücht. Das Fell auf ihren Wangen und an der Schnauze leuchtete in der grellen Sonne beinahe weiß. Wenn Gaspards Bücher recht hatten, zeigte das an, dass sie von Adel waren.

Nach einer Weile beugten sich vier der Praying Mules vor und hoben etwas Weißes, Kuppelförmiges auf, das sie zuvor abgesetzt haben mussten. Der fünfte ging voraus. Alle trugen nur noch Lumpen, die kaum ihre Hüften bedeckten, aber die zahlreichen Wasserschläuche, die sie umgehängt hatten, zeigten Gaspard, dass sie gut vorbereitet waren.

Staunend sah er zu, wie die Gruppe die letzten hundert Meter der Sandwüste auf die gigantische Klippe aus prähistorischem Sand zuging, in der der Eingang des Tempels lag.

Die weiße, kuppelförmige Struktur, stellte sich als eine Trage mit einem Dom aus weißen Stoffen heraus. Sie sangen die alten Lieder, Melodien, die Gaspard bisher nur sich selbst hatte singen hören.

Die Mules kamen zügig näher, und Gaspard fiel erst im letzten Moment seine Aufgabe wieder ein.

“Halt, im Namen der Göttin!” er senkte den Speer und zeigte mit der Spitze auf die muskulöse, behaarte Brust des Anführers. “Was ist euer Begehr?”

Einige Herzschläge lang sprach niemand. Gaspard fragte sich, ob er trotz seines Trainings mit fünf offensichtlich zielstrebigen Praying Mules fertig werden würde.

“Wir kommen, um mit der Göttin zu verhandeln”, sagte der Anführer.

Bevor Gaspard antworten konnte, erhob sich eine Sandviper neben ihm, die genauso groß war, wie die Praying Mules. Ihre Obsidianschuppen zischten leise, als der Sand ihren Körper hinab rann. Gaspard musste sich zwingen, nicht zusammenzuzucken. Es war bereits einige Zeit her, dass die Göttin in ihrer Lieblingsform erschienen war.

“Ich habe so furchtbar lange auf dich gewartet, Gardella,” sagte sie mit ihrer warmen, melodiösen Altstimme. “Hast du je darüber nachgedacht, was deine Abwesenheit für ihn bedeutet?”

Der weiße Stoff der Kuppel wurde von einer Hand mit fünf Fingern beiseite geschoben, die die Farbe von nassem Sand hatten. Zum Vorschein kam eine schlanke Person ohne Fell mit langen schwarz-weiß gemischten Haaren. Anders als die seitwärts ausgerichteten Augen der Mules blickten ihre nach vorn, und es gab eine klare Trennung zwischen ihrer Nase und dem Mund. Ein ähnliches Gesicht sah Gaspard jeden Morgen im Spiegel.

Es fiel ihm schwer, die menschliche Frau nicht anzustarren. Sein Herz raste und aus unerfindlichen Gründen fürchtete er sich mit einem Mal. Er trat dichter an den waren Körper der Sandviper heran und ihre Schwanzspitze streichelte beruhigend seinen Rücken auf eine Weise, die für die Besuchergruppe unsichtbar sein musste. Gaspard war dankbar und entspannte sich etwas.

“Ich wollte längst zurück sein,” sagte die Frau, die Gardella hieß. “Doch ich wurde krank. Und nachdem ich mich erholt hatte, wollte mich das Oberkommando nicht gehen lassen. Sie versetzten mich in einen völlig anderen Quadranten und behaupteten, ich sei durch den Verlust meines Mannes und Kindes traumatisiert. Als ich die Truppe verließ, machten siemir das Reisen schwer. Ohne diese wunderbaren Leute,” sie zeigte auf die Praying Mules, “hätte ich es gar nicht geschafft, zurückzukommen. Es tut mir leid, Zulussa.”

Die große Schlange zitterte. Weinte sie? Gaspards Kehle wurde trocken. Was hatte das zu bedeuten?

“Er gehört jetzt mir. Ich habe ihn erzogen. Ich habe die Zeit für ihn verlangsamt, damit er heilen und leben konnte.” Die Stimme der Göttin bebte. “Ich werde um ihn kämpfen.”

Gardella schwang die Beine von der Trage und humpelte vorwärts. Einer ihrer Füße war verdreht und klobig wie eines der fossilisierten Wesen im Sand des Tempels. “Ich bin nicht gekommen, um dir dein Kind zu nehmen.” Sie lächelte, aber ihr Blick blieb traurig. “Mein Kind.”

Während sie Tränen weg blinzelte, zerbrach Gaspards Welt, als wäre der Boden unter seinen Füßen mit einem Mal verschwunden.

“Ich war dir keine Mutter, Gaspard. Ich hatte nie die Chance dazu.” Ihr Blick traf seinen und ihre Liebe umfing ihn genauso wie Zulussas, die er immer als selbstverständlich angenommen hatte. “Aber ich bin gekommen, um die die Freiheit zu geben, andere Welten zu bereisen. Die Praying Mules schulden mir viel. Sie werden alles für dich tun und dir alles zeigen.” Sie wandte sich an die Göttin. “Und ich werde bei dir bleiben, Zulussa. Solange ich noch lebe, wirst du nicht mehr alleine sein. Außerdem habe ich tonnenweise neue Geschichten zu erzählen.”

Die Sandviper veränderte die Form, und eine rundliche Frau mit sandfarbenen Haaren und einer Haut aus Obsidian schlang die Arme um Gardella. “Ich habe dich so sehr vermisst, Liebste.”

Und mit einem Mal ergaben die vielen kleinen Puzzleteile für Gaspard einen Sinn. Der namenlose Mann, dessen Knochenstaub der Wind davongetragen hatte, die Göttin, die seine Mutter war, und die Abwesenheit seiner Mutter. Sein Herz schwoll und füllte sich mit Liebe für die beiden Frauen, die seine Familie waren. Ja, er würde mit den Mules gehen. Er würde den Leuten da draußen von einem vergessenen Tempel im Sand erzählen, und bei seiner Rückkehr wäre Einsamkeit für sie alle kein Thema mehr.

 

Wen dir die Geschichte gefallen hat oder du irgendetwas anderes auf dem Herzen hast, schreib mir einen Kommentar. Ich antworte, so schnell ich kann. In der Zwischenzeit lies doch ruhig die anderen Geschichten:

The Right Tracks by VS Stark
The Last One by Jemma Weir
The Pooka Plays Pool by Nic Steven
The Longest Night by Sabrina Rosen
Near Success by Bill Bush
Alexa by Barbara Lund
What They Wanted by Karen Lynn
Night at the Museum by Vanessa Wells
TRIBULATION Culled, eclipsed by COVID19 (A Poem) by Juneta Key

» Read More

Storytime Bloghop April
(kostenlose Geschichte)

Ich habe es geschafft. Der erste Band mit Kurzgeschichten dieses Jahr ist raus, wenn auch nur auf Englisch (die Deutschen muss ich in aller Ruhe noch übersetzen). Diese Sammlung dreht sich um Portale. Wer gut Englisch kann und sich dafür interessiert, sollte mit der kleinen Flagge ganz oben mal zu meiner Englischen Seite wechseln. Da gibt es mehr Informationen.

Nun aber zu der kostenlosen Flash Fiction Geschichte über eine ziemlich verwirrte alte Frau, die ich für den vierteljährlichen Storytime Bloghop geschrieben habe. Hoffentlich gefällt sie euch (vergesst nicht, die anderen Teilnehmer zu besuchen, falls ihr einigermaßen Englisch versteht. Das lohnt sich eigentlich immer).

 

Familientreffen

Der Tag verebbte und es wurde Nacht. Ohne Mondlicht war es so dunkel im Haus, dass Jane nicht sehen konnte, wo sie war. Sie hatte nur ein vages Gefühl von Alter und viel Platz. Staubkörnchen schwebten in der Luft, die sie mehr roch als sah.

Die ganze Welt schien ein wenig in Schieflage geraten zu sein. Wenn sie versuchte, aus einem Fenster zu sehen, bewegten sich die Vorhänge nur, wenn sie ihre ganze Kraft einsetzte. Und wenn sie sich in der Küche ein paar Eier braten wollte, stapelte sich in der Spüle unter dem Fenster jeden Tag anderes Geschirr. So als würde es jemand dort hinlegen, um sie zu ärgern.

Gab es einen Geist im Haus? Ihr fiel ein, dass ihr ihre Oma – vor Ewigkeiten, als Jane noch jung gewesen war – oft mit gedämpfter Stimme von dem jungen, gutausehenden Prinzen erzählt hatte, der in diesem Hause ermordet worden war und es nun heimsuchte.

Jane schüttelte den Kopf. Es gab keine Gespenster. Denn wenn sie sich irrte und es den Prinzen doch gab, hätte sie ihn doch längst bemerken müssen, oder? Immerhin lebte sie schon seit ihrer Hochzeit vor fünfundsechzig Jahren hier.

Sie tastete sich ins Wohnzimmer vor. Dort hing eines dieser großen, modernen Fernsehgeräte an der Wand. Sie konnte sich nicht daran erinnern, es gekauft zu haben, aber wo es schon einmal da war, konnte sie es auch benutzen. Das Wohnzimmer roch nach abgestandenem Bier, und sie rümpfte die Nase. Wollte sie jemand absichtlich wütend machen? Aber wer nur?

Sie hatte keinen Untermieter, obwohl ihr Katie das schon oft vorgeschlagen hatte. Vielleicht hatte ihre Tochter recht. Das Haus war wirklich ziemlich groß für nur eine Person.

Aber sie war noch nicht bereit, das Leben aufzugeben, das sie so viele Jahre geführt hatte. Die Erinnerung an Todds Tod trieb ihr immer noch die Tränen in die Augen. Die klebrige Nässe schmeckte nach Salz, was sie an die vielen Male erinnerte an denen sie mit ihrer Tochter ans Meer gefahren waren. Das waren Zeiten … Sie seufzte, und es lag eine ganze Menge Sehnsucht in diesem Laut.

Wenn nur ihr Tag-Nach-Rhythmus wieder besser werden würde. Die Pillen, die sie schluckte, halfen gar nicht. Sie schlief immer noch bei Sonnenaufgang ein und verlor sich den größten Teil des Tages in wirren Träumen, bevor sie mit Beginn der Abenddämmerung wieder erwachte. Wenn sie das nur wieder hinkriegen könnte, müsste sie sich nicht immer so auf Katie verlassen.

Armes Kind. Sie ging zum Kamin und betrachtete Katies Schulabschlussfoto. Wie groß die Kleine doch geworden war. Jane runzelte die Stirn. Sie musste wirklich mal ein Wort mit der Zugehfrau wechseln. Schließlich bezahlte sie nicht für Spinnweben und Staub.

Die altmodische Standuhr im Flur schlug melodisch die volle Stunde. Jane liebte diese Uhr. Sie war ein Hochzeitsgeschenk ihrer Eltern gewesen. Automatisch zählte sie die Schläge.

Neun, zehn, elf … zwölf. Mittag! Ein Lächeln zupfte an ihren Mundwinkeln. Todd würde jede Minute nach Hause kommen. Sie musste ihm das Mittagessen richten.

Mit federnden Schritten eilte sie in die Küche – war es etwa schon Winter? Es war ja so dunkel – schnappte sich eine Pfanne, die Ölflasche und Eier, stellte alles zurecht und schaltete den Herd an.

Jemand schnappte hörbar nach Luft.

„Seht ihr, ich habe es ja gesagt.“ Obwohl die Person flüsterte, erkannte Jane die Stimme. Sie stemmte die Hände in die Hüften.

„Katie Johanna Louise Hawkins. Komm raus, wo auch immer du dich versteckt hältst. Das ist alles andere als höflich, und könnte deinen Vater zu Tode erschrecken. Du weißt doch, wie schlimm es in letzter Zeit um sein Herz steht.“

Katie stand auf der anderen Seite des Küchentisches auf, nur schwach beleuchtet von dem wenigen Licht der Straßenlaterne vor dem Küchenfenster, das die Vorhänge hindurchließen. Ein schlanker Junge, der genau so aussah wie Todd in jungen Jahren, klammerte sich an ihren Arm, und ein dunkelhaariges Mädchen versteckte sich halb hinter ihr.

Jane runzelte die Stirn. Da waren graue Strähnen in den braunen Locken ihrer Tochter. Aber … aber … sie hatte doch erst vor wenigen Wochen das Studium abgeschlossen. Oder nicht? Und wer waren diese Teenager?

„Mom?“ Katies Augen waren größer als Jane sie je gesehen hatte. Die arme Kleine. Immer noch so schreckhaft wie ein Hase.

„Ach Liebes, es tu mir leid. Ich wollte dich nicht erschrecken.“ Sie lächelte beruhigend und breitete einladend die Arme aus.

„Aber du bist …“ Katie und die Teenager traten einen Schritt zurück. Alle drei wurden sehr blass, als Jane ihnen folgte. Ihre Blicke klebten an Janes Bauch. Jane sah an sich herab und erblasste ebenfalls. Sie stand direkt in der Mitte des Küchentischs. Wie hatte sie das gemacht?

Aber sie wusste die Antwort.

Auf einen Schlag war alles wieder da: der kurze, scharfe Schmerz in ihrer Brust, das Weinen von Katie und ihren Kindern, der betäubende Geruch weißer Lilien, und die Tatsache, dass sie neben ihrem Körper gestanden und zugesehen hatte, wie sie der Bestatter nach der Totenwache abgeholt hatte.

Schwere Stiefel polterten auf dem Steinboden des Flurs vom Hintereingang. Katie und die Teenager wurden noch blasser, sie wirkten wie Leichen, und wichen der Tür aus. Diese schwang mit einer Kraft auf, die Jane nur zu gut kannte.

„Liebling!“ Todd öffnete seine Arme weit. Er war so stark, seine Schultern so breit und der Geruch von Leder und Tabak so intensiv, dass sie beinahe vor Freude geweint hätte. Und seine Stimme … seine Stimme ließ immer noch fröhliche Schauer über ihren Rücken tanzen. „Ich habe dich seit deinem Tod überall gesucht.“

„Ich glaube, ich hatte mich ein wenig verloren“, sagte Jane und warf sich in seine Arme. Verschwunden waren die Jahre, die Lücken in ihrer Erinnerung und die Pfunde, die sie im Leben dazugewonnen hatte. Sie fühlte sich wieder jung.

Den Schlag der Standuhr zur vollen Stunde hörte sie nicht mehr.

 

Wenn euch die Geschichte gefallen hat oder ihr sonstwas loswerden wollt, hinterlasst mir gerne einen Kommentar. Ich werde schnellstmöglich antworten. In der Zwischenzeit lege ich euch die Geschichten der anderen Bloghop Teilnehmer ans Herz:

Better Off Alone by VS Stark
A Day In The Life by James Husum
Nothing To Show by Elizabeth McCleary
Super Grammy (Radioactive Breakfast Cereal) by Vanessa Wells
Bone Killer by Juneta Key
One More Time by Karen Lynn
Trail Of Carnage by Jemma Weir
A Phoenix In Hell by Sabrina Rosen
Friends Of The Deep by G. Craddock
Collateral Damage by Nic Steven
A Ghost’s Life by Barbara Lund
A Startling Revelation by Bill Bush
A Hiding Place by Gina Fabio

 

» Read More

Storytime Bloghop Halloween 2018

Und wieder einer … Aber dieses Mal bin ich besser vorbereitet. Ich habe all mein NaNoWriMo-Zeugs auf der Reihe (morgen mehr darüber). Und eine gute Halloween-ige Geschichte wartet auf euch bei diesem Bloghop (Hoffentlich stimmt ihr zu, dass sie gut ist. Sie funktioniert sicher nicht für jeden). Ich habe sie zu dem besten Podcast über Kreatives Schreiben (nur Englisch) geschickt, den ich je gehört habe: „Alone in a Room With Invisible People“. UND DIE GESCHICHTE IST ANGENOMMEN WORDEN! YAY! Ihr könnt die englische Fassung dort demnächst hören.

Und hier ist sie. Happy Halloween für alle die es feiern:

Eure Majestät

Zufrieden mit dem Makeup, das sie wie ein totenbleichen viktorianischen Vampir aussehen ließ, schloss Anne ihren Handspiegel und trat durch die Türen des Golf Clubs. Heute Nacht würde sie ihren zukünftigen Ehemann verzaubern, jemanden mit Geld. Kein vernünftiger Mann würde ihrer Verführungskunst widerstehen können. Sie suchte den überfüllten Raum nach unbekannten Gesichtern ab und hoffte, dass keiner der Stammgäste bemerkte, dass sie dasselbe Kostüm wie letztes Jahr trug. Die Frisur hatte den Rest ihres Geldes verschlungen.

Sie würdigte Männer mit teuren Eheringen keines Blickes, denn sie brauchte jemanden, der ungebunden war. Ein wohlgerundeter Hintern in einem Armani Anzug, der sich zur Musik wiegte, erregte ihre Aufmerksamkeit. Die Hände waren frei von Schmuck. Das Gesicht ihres potentiellen Ehemanns, als er sich dann umdrehte, war nicht berauschend, würde aber gehen. Schließlich war sie nicht auf der Suche nach Mister Universum.

Seine Aufmerksamkeit zu erregen dauerte nur wenige Herzschläge. Lächelnd bat er sie zum Tanz. Anne presste ihren Körper eng an den seinen und spürte seine Erektion durch den Stoff ihrer Kleider. Hab ich dich! Sie redeten nicht. Als sie aufblickte, die Lippen wie für einen Kuss leicht feucht, glühten seine Augen rot.

„Du warst die ganze Zeit so verführerisch nahe.“ Seine Stimme war rau. „Komm mit mir. Ich gebe dir alles, wovon du je geträumt hast.“

Er humpelte und sie verlor den Rhythmus. Irgendetwas stimmte nicht mit seinem Bein, doch ihr Blick klebte an seinem Gesicht. Sein Lächeln ließ ihre Nippel vor Erregung und Angst hart werden. Hatte er wirklich versprochen, all ihre Wünsche wahr werden zu lassen? Ihr Blick glitt an ihm vorbei, und sie runzelte die Stirn.

Die Menschen um sie herum hatten sich verändert und trugen jetzt wenig farbige Kleidung aus Goldbrokat, gerade so wie sie. Wo waren sie? Oder besser, wann waren sie?

„Du könntest die Geliebte eines Papstes sein.“ Ihr Partner zeigte auf einen fetten Mann mit einer Hakennase in einem roten Mantel. Zahlreiche Juwelen ließen seine Finger glitzern. Als er lächelte, waren seine Zähne schwarze Stümpfe. Anna schüttelte sich.

„Nun ja, wenn Roderic de Borja nicht nach deinem Geschmack ist …“ Ihr Partner wirbelte sie herum und die Szenerie und ihre Kleidung veränderten sich erneut. Jetzt trug sie einen Umhang mit steifem Halstuch, und ihr Busen kämpfte gegen ein Kleid mit einem Reifrock aus Walfishbarten. Ihr Tanzpartner deutete mit einem Nicken auf einen kräftig gebauten Mann, den sie aus einem Geschichtsbuch kannte—irgend so ein König von England.

„Besser? Er wird dich zu seiner Königin machen.“ Die Augen ihres Partners funkelten.

Reichtum und Macht! Alles, was sie wollte. Das war der Richtige. Doch eine Frage hatte sie noch. „Warum kann ich nicht in meiner eigenen Zeit bleiben?“

„Weil du heute Nacht sterben würdest.“ Das rote Leuchten seiner Augen wurde stärker. In ihnen sah sie sich selbst in einer Pfütze aus Blut liegen. Sie schluckte.

„Also, wer soll es sein? König oder Papst“

Sie zögerte nicht. Als Königin wäre sie reich und mächtig. Kein Mann der Welt würde es wagen, sich ihren Annäherungsversuchen zu verweigern, egal wie alt sie wäre. Außerdem war der König nicht so fett wie der Papst.

Bevor sie ihre Antwort aussprechen konnte, verbeugte sich ihr Tanzpartner, küsste ihre Hand und sagte: „Lebe wohl, Anne Boleyn. Wir werden uns wiedersehen.“ Mit einer weiteren Verbeugung verblasste er.

_______________________________________

Chris Bridges hasn’t a story this time but she’s promoting the Storytime Blog Hop. Give her shout out and say Hello!

Wenn du Englisch kannst, besuche auch die anderen AutorInnen. Es sind wirklich gute Geschichten:

Don’t forget to visit the other participants. Enjoy their stories:

Black Moon     by Lauren M. Catherine
Poe’s Heart     by J. Q. Rose
Hanks A Lot     by Joe Bouchard
In The Gray Lake     by Karen Lynn
The Right Honorable Brotherhood of Spirits, Poltergeists and Ghosts     by Vanessa Wells
Life of a Pumpkin     by Bill Bush
Why Should I?     by Gina Fabio
Reaper     by Juneta Key
Snow White Tabloid Style     by Fannie Suto
Starving Artist     by Samantha Bryant
The Halloween Dance     by Barbara Lund
The Ghost In My Yard     by Elizabeth McCleary

 

» Read More

Storytime Bloghop: Surprise

Es ist schon wieder Zeit für den vierteljährlichen Blog Hop. Wie die Zeit fliegt! Mein Enkel rutscht zur Zeit auf dem Bauch herum und versucht immer wieder zu krabbeln, und zwei Zähne hat er auch schon. So langsam fine ich einen neuen Rhythmus und kann endlich wieder schreiben. Hoffentlich gefällt euch diese Geschichte, die ganz lose auf meiner Erfahrung basiert, wie es ist, überraschend Großmutter zu werden. Bitte verzeiht, dass ich sie diesmal nicht übersetzt habe, aber ich habe eine Familie aus Amerika zu Besuch und mir fehlte einfach die Zeit. Die Links zu den anderen TeilnehmerInnen des Blog Hops (alle Geschichten auf Englisch) findet ihr wie immer unter meinem Beitrag.

Surprise

“Well, you could come in today but only the male doctor will be there,” the gynecologist’s receptionist said. I knew that wouldn’t do. My daughter would never see a man – not when it was her first visit to a gynecologist. I told the receptionist, just as I had told her about the low but persistent abdominal pain Shelly was experiencing. It wasn’t urgent but it definitely needed someone looking at it.

“Well Dr. Paulsen won’t be in before tomorrow. I’ve got a free slot at 9am.”

I smiled and sent a sliver of pleasurable magic through the phone for the woman. “That’s splendid. We’ll be there on time.”

***

The next morning, my daughter – a little grumpy from getting up this early – and I climbed the two floors to the gynecologist. After the usual paperwork, the receptionist left us in a room with a desk and the gynecological chair. Her smile was meant to be reassuring. “The doctor will be with you in a few minutes.”

Shelly looked at me with a frown. “I won’t sit on that one.” She nodded to the chair.

Before I could answer, the doctor came in. She was a petite woman with brown hair, a white lab coat and tired eyes. “Welcome.” She shook our hands and smiled at my daughter. “It looks as if it’s coming soon. Who’s your regular gynecologist?”

My jaw dropped and for the first time in a long, long while I didn’t know what to say. My daughter’s face must have mirrored my surprise because the doctor said, “Don’t tell me you didn’t know.”

There was no answer to that, but my daughter was too shocked to make a fuss when the doctor examined her. I didn’t even need my magic to soothe her.

“Dear me.” Dr. Paulsen’s eyes widened. “It’s coming right now!” She nearly fled the room to call an ambulance.

While we waited, Shelly’s contractions intensified. She moaned with pain, and my heart hurt in sympathy. At least I now knew her sudden gain in weight hadn’t been due to obsessive eating or cancer or any of the other diseases I had feared. Still, I suffered with her every time the contractions hit. She squeezed my hand as if she meant to crush every single bone to pulp, and it took all my strength not to use a calming spell on her. According to my own mother that would interfere with the baby’s own magic should it have some.

The ambulance took its time and even my spell couldn’t make it faster. All I could do was prevent the gynecologist from panicking. Waves of soothing magic flowed through the rooms, arduously avoiding Shelly. But once the ambulance arrived, everything went fast. Shelly was carried downstairs on a stretcher, and I followed with knees too shaky to manage the stairs without clinging to the handrail. The ambulance headed to the nearby motorway with flashing lights and siren, while my daughter screamed in pain, still clinging to my hand. I tried to make myself as small as possible to not obstruct the doctor and his helpers. The baby arrived soundlessly three minutes before we reached the hospital.

“That doesn’t look good.” The doctor’s face was grim as he cut the cord. My heart seemed to stop beating. I barely dared to look at the rather bluish looking limp body in his hands. “Oxygen. And a tenth of a unit …”

I ignored the doctor’s gobbledygook and concentrated on my daughter. I closed my hands around her wide eyed face. Finally I could help. My magic tugged at her worry, smoothing it out and adding a little hope here and there. “Keep breathing. There’s nothing we can do but hope.” We closed our eyes and ignored the clattering of instruments and the babbling of the paramedic. If we lost the baby, I’d probably never be able to create a bubble of hope again. So we clung to our own little bubble. It was all I could do to keep it up. Shelly’s heart beat the same fearful-hopeful rhythm as mine.

The ambulance screeched to a stop.

“We’ve got her!” The relief in the doctor’s voice was palatable. Very gently he placed the wrapped baby into Shelly’s arms. A content, pink face with the bluest eyes anyone had ever seen stared at us, and a wave of happiness hit me. The baby was magical, and breathing, and moving her tiny fingers, already weaving her spell on us. As I hobbled after the stretcher that was wheeled to a lift, my smile couldn’t have been wider. I whispered to my daughter, “I guess it’s time to think about a name for her.”

___________________________________________

The other stories:

In A Picture by Erica Damon
The Past Tastes Better by Karen Lynn
Revealing Space by Barbara Lund
The Rose Tender by Raven O’Fiernan
The Last Sleeping Beauty by Tamara Ruth
Freeman by Elizabeth McCleary
Hell’s Play by Juneta Key
The Token by Eli Winfield
Moshe 4th by Chris Makowski
To The Moon And Beyond, by Fanni Sütő

» Read More

Storytime Bloghop: Als ich clever war…

Es ist wieder Zeit für den vierteljährlichen Bloghop. Dieses Mal habe ich es ein klein wenig anders gemacht, denn Ostern haben meine Brüder (ich habe drei) und ich mit technischem Schnickschnack herumgespielt, das sich einer von ihnen besorgt hatte. Wir machten ein paar schräge Fotos, und ich fügte eines davon dem Ende der Geschichte hinzu. Da es die Pointe ist, empfehle ich, es nicht anzusehen, bevor du die Geschichte gelesen hast. 😀

Als ich clever war…

Als ich an jenem Morgen in unsere Küche taumelte und übernächtigt auf die Holzmöbel und steinerne Arbeitsplatte starrte, gab mir mein Vater eine NewReality™ Brille.

„Es wird Zeit, dass du die Welt mal mit anderen Augen siehst“, sagte er und verschwand. Ich glaube, er ging zur Arbeit, aber sein plötzliches Verschwinden gruselte mich etwas.

Da mein Gehirn auf Grund von Schlafmangel (ich hatte die halbe Nacht ein 3D Virtual Reality Game gespielt) noch nicht voll da war, setzte ich sie auf … und die Welt veränderte sich schlagartig. Jetzt stand ich in einer Küche aus weißem Marmor und Chrom. Wo meine Müslischale gestanden hatte wartete jetzt ein Teller mit kunstvoll verzierten Pfannkuchen. Ich stopfte mich voll, war aber ein wenig enttäuscht, dass sie wie Müsli schmeckten.

Der Weg zur Schule hatte sich ebenfalls verändert. Der Schulbus war nun eine schicke Limousine, meine Klassenkameraden trugen edle Anzüge oder Rock und Bluse, alle mit Schlips. Wenn sie mich ansahen, lächelten sie, als wären sie meine Freunde. Da ich wusste, dass das nicht so war, ergab das Lachen hinter meinem Rücken irgendwie Sinn. Ich hatte nur keine Ahnung, worüber sie lachten.

In der Schule sank ich auf den Stuhl neben meinem besten Freund. Er grinste mich an.

„Mensch, siehst du lustig aus“, sagte er. „Du hättest dein Handy mitbringen sollen. Dann könnten wir Fotos machen.“

„Das ist nur meine neue Brille“, antwortete ich. So schlimm konnte sie doch nicht aussehen, oder?

Erst als der Lehrer eintrat fiel mir auf, dass ich meine Schulbücher vergessen hatte. Wenigstens hatte ich die Hausaufgaben mit, so dass ich keine Abmahnung bekam, aber alle lachten über mich. Und wenn ich „alle“ sage, meine ich auch alle.

Auf meinem Weg durch die Pausenhalle zu meiner nächsten Unterrichtsstunde, kamen Leute, die ich kaum kannte, um mich zu begrüßen. Solange ich sie ansah, lächelten sie nur. Aber sobald sie mich an den Nächsten weiterreichten, platzten sie vor Lachen – sogar die Lehrer kicherten, wenn sie an mir vorbei kamen. Das sah ich zwar nicht, hörte es aber.

Nach der zweiten Pause hatte ich genug. Obwohl ich wusste, dass ich später gewaltigen Ärger bekommen würde, schlich ich mich vom Schulgelände und machte mich auf den Heimweg. Dabei starrte ich auf den Boden, damit möglichst wenig Leute mein Gesicht sehen konnten. Was machte die neue Brille damit, dass alle Welt so furchtbar heftig lachen musste?

Ich bog um eine Ecke und hielt überrascht inne. Versehentlich war ich in die falsche Richtung gegangen. Meine Wangen wurden heiß und ich drehte wieder um. Ich hatte das Schultor kaum erreicht, als ein Wagen neben mir hielt. Für mich sah er aus wie ein nagelneues Cabrio, aber es klang wie ein Roboter mit Asthma. Die getönte Seitenscheibe des Fahrers senkte sich, und das Gesicht meiner Mutter lächelte mich an. Sie wirkte wie ein Engel in ihrem blauen, fließenden Abendkleid, also lächelte ich unwillkürlich zurück.

„Steig ein“, sagte sie und ich gehorchte wortlos.

In unserer neuen Küche befahl sie mir, mich auf einen Stuhl zu setzen, und bereitete mir einen Kakao und sich selbst einen Kaffee zu. In meinem Magen bildete sich ein Eisklumpen. Ich wusste, dass es jetzt Ärger gab. Trotzdem war sie immer noch am Lächeln – oder veränderte es die Brille, so wie es die Küche verändert hatte?

„Wie oft habe ich dir gesagt, du sollst mit deinen Spielen die Nacht nicht zum Tage machen?“ Ihre Stimme klang kalt und fern, aber ich spürte die darunterliegende Wut. Ich ließ den Kopf hängen und entschuldigte mich, aber das reichte nicht. „Und jetzt trägst du diese blöde Brille auch noch zur Schule! Weißt du denn gar nicht, wie dämlich das aussieht?“

„Die hat Papa mir heute morgen gegeben“, protestierte ich.

„Das ist unmöglich.“ Jetzt klang Mama eher genervt als wütend. „Er ist seit letzter Woche auf einer Dienstreise nach Paris. Hörst du denn nie zu, wenn ich dir etwas erzähle?“

Ich musste zugeben, dass zuhören nicht gerade meine Stärke war.

„Jetzt gib mir die, und dann ab ins Bett mit dir.“ Resignation beherrschte ihren Tonfall, obwohl das Gesicht, das ich sah, immer noch lächelte. „Ich schreibe deinem Lehrer eine Entschuldigung. Aber diese Woche wird nicht mehr damit gespielt.“

Ich stöhnte auf, nahm aber die Brille ab. Schlagartig verwandelte sich das blaue Kleid in die ausgewaschenen Jeans und das zu große T-Shirt, das sie so gerne trug. Ich gähnte und reichte ihr widerwillig die Brille.

„Pass auf. Ich zeig dir mal, wie dämlich du damit ausgesehen hast“, sagte sie und setzte sie auf. „Du meine Güte. Wie konntest du damit überhaupt etwas sehen? Es ist ja alles völlig verschwommen.“

Ich wunderte mich über ihre letzte Bemerkung, doch als ich in ihr Gesicht mit der Brille sah, musste ich einfach lachen.

So clever wirkte Mama mit der Brille. Ich frag mich, wie ich aussah.

 

 

Das war die Geschichte. Ich hoffe sie hat euch gefallen. Und hier sind die Links zu den anderen Teilnehmern des Bloghops. Wenn es so läuft wie bei den anderen Hops, dann sind mal wieder eine Menge Perlen darunter. Lasst sie euch nicht entgehen:

Never kid a kidder by Angela Wooldridge
The Color Of … by Chris Makowski
Nightmare by Erica Damon
Pick Up Lines by Bill Bush
The Scorpius Gate by Sandra Fikes
V is for Vortex by Elizabeth McCleary
Deep Dive by Juneta Key
Bugs by Gina Fabio
Secret by J. Q. Rose
Journal of Anah by J Lenni Dorner
The Vineyard at Mar Mozambique by Karen Lynn
Stealing Space by Barbara Lund

» Read More

Storytime Bloghop — New Stork Inc.

Vermisst du die Arbeit nicht?“, fragte ich Melinda.

Ich lebe hier gerne alleine mit dir.“ Meine Tochter legte einen weiteren geflickten Socken beiseite. „Und vergiss nicht, dass uns die Inquisition hier niemals finden wird.“

Ich lächelte sie an, um ihr zu zeigen, wie sehr sich sie liebte, doch insgeheim sehnte ich mich nach etwas mehr, als nur zu überleben. Mit einem Seufzer spann ich weiter.Der regelmäßige Rhythmus und Melindas Atemgeräusche entspannten mich, so dass die innere Unruhe nachließ. Die Ruhe unserer Abendroutine wurde erst unsanft unterbrochen, als etwas Schweres gegen das Fenster unserer kleinen Hütte donnerte. Da es draußen dunkel war, konnten wir nicht erkennen, was es war. Meine Finger hörten automatisch mit dem Spinnen auf und wir hielten beide die Luft an, fürchteten dasselbe. Aber kein Schrei war zu hören, keine Forke oder Fackel zu sehen. Etwas erleichtert, aber immer noch misstrauisch rief ich: „Wer ist da?“

Schon-nnr üfung.“ Die Stimme klang, als würde jemand etwas im Mund halten und versuchen, darum herum zu sprechen. Melinda sah mich an, und ich sah Melinda an.

Ich kenne jemanden, der so spricht“, flüsterte ich. „Aber die Stimme ist anders.“

Wer auch immer vor unserem Haus stand klopfte erneut gegen die dünne Scheibe, die den Wind von uns fern hielt. Wenn sie zerbrach würde der Winter seine eisigen Finger in unser Haus schicken, also stand ich auf, um zu öffnen. Vorher hielt ich aber am Herd und nahm das größte Messer, dass wir besaßen. Ich ließ es in dem Moment fallen, als die Tür aufschwang und den Blick auf einen etwa menschengroßen Drachen mit roten Schuppen freigab, dem ein Stoffbündel aus dem Maul hing. Als er Melinda hinter mir stehen sah, nahm er das Bündel in die Pranken und bewegte die Kiefer von einer Seite zur anderen, um die Muskeln zu lockern.

Ich verstehe nicht, warum der Boss darauf besteht, dass wir sie ihm Maul transportieren sollen“, sagte er und reichte ihr das Bündel. „Sonderlieferung für dich. Die Neu Storch GmBH sendet ihre Glückwünsche. Ein Willkommensbonus ist der Lieferung beigefügt.“

Mit zitternden Fingern öffnete Melinda das Bündel.

Es ist ein Junge“, sagte der Drache unnötigerweise. „Und Windeln sind auch dabei.“

Melindas Gesicht spiegelte den Schock, der mich hatte erstarren lassen. Ich musste mich mehrfach räuspern, bis ich endlich die Sprache wiederfand.

Warum schickt uns Storch ein Baby? Wir haben keines bestellt.“

Neue Regeln.“ Der Drache lächelte und zeigte dabei mehr Zähne als ich im Augenblick vertragen konnte. Ich schluckte, und er lächelte noch breiter. „Wir haben noch ein paar Restposten, die auf die alte Art transportiert werden müssen. Deine Tochter war eine jener Empfängerinnen, die Storch persönlich ausgewählt hat.“

Restposten? Komm herein und erläutere das.“ Ich trat beiseite. Solange ich mich erinnern konnte war ich eine von Storchs Helferinnen gewesen, hatte das Handwerk der Hebamme von meiner Mutter gelernt und an meine Tochter weitergegeben. Dennoch, seit die Inquisition begonnen hatte, Hebammen als Hexen zu verbrennen, waren wir untergetaucht. Bis jetzt mit Erfolg.

Der Drache rollte sich auf dem Flickenteppich in der Nähe des Herds zusammen und genoss die Wärme des Feuers. Er ließ ein paar glückliche Rauchkringel aufsteigen, bevor er sprach.

Storch hat viele seiner Mitarbeiter verloren, als die Inquisition beschloss, dass Auslieferungen durch Störche nicht existierten und dass jeder, der daran glaubte, abergläubisch und somit zu bestrafen sei. Danach fingen Leute an, auf Störche zu schießen. Vermutlich weil sie hungrig waren.“ Er starrte eine Weile in die Flammen, so dass ich das Spinnen wieder aufnahm. Er seufzte zufrieden. „Wie ich schon sagte hat Storch auf diese Art viele Mitarbeiter verloren, also entschloss er sich, den direkten Weg zu wählen, der nicht auf Storchtransporte angewiesen war. Ich hab ihm gehofen, das System zu installieren. Dafür war eine Menge Magie nötig, glaubt mir.“

Direkt?“ Meine Gedanken rasten. „Storchfreie Auslieferung?“

Na ja, die Samen werden bereits geerntet, wenn sie noch im Einzellstadium sind, und ein magischer Schlauch schickt sie auf direktem Weg in den Bauch der Mutter. Es ist ein Wunder. Wirklich.“ Er polierte seine Krallen und sah selbstzufrieden aus. „Und ich spielte eine große Rolle beim Entwickeln dieses Projekts, wenn ich mal so sagen darf.“

Wie konnte Storch Babies direkt zu den Müttern bringen? Noch dazu in ihre Bäuche, wenn ich das recht verstanden hatte. Meine Augen weiteten sich, als ich begriff, was das bedeutete.

Wenn er das Paket in die Mutter hinein schickt, muss es irgendwann ja auch wieder heraus, oder?“

Jup. Und genau darum lädt er dich zu einer Weiterbildung zum Thema ‚Geburt‘ ein. Das ist kurz für ‚Ganzheitlich Erleuchteter Binärer Uterus Radikal Transport‘, dem Namen der neuen Technik. Die Teilnehmerinnen des Kurses müssen das Wissen dann verbreiten.“

Mit einem Mal sah ich mein restliches Leben vor mir – stets unterwegs, um Frauen mit der ‚Geburt‘ zu helfen und Storchs neue Verteilungsmethode im Land zu verbreiten, so gut ich konnte, während ich stets auf der Hut vor der Inquisition sein musste. Ab und an würde ich Melinda besuchen, die hier bleiben musste, um sich um ihren Sohn zu kümmern. Schlagartig war das Leben wieder aufregend.

Hier sind die Links zu den anderen Geschichten dieses Bloghops (wie immer nur auf Englisch):
Pocket Heart by Juneta Key
Oh Baby! by J. Q. Rose
Reflected by Elizabeth McCleary
Veronica by Jessica Kruppa
Last Stop by Erica Damon
Jesse and Tyler by Bill Bush
The Poisoner of Time by Karen Lynn

» Read More

Ein Selbstversuch in Kurz(geschichten)

Ich wünsche allen ein wunderbares Jahr.

Meines wird sehr voll werden, und das ist der Grund: Ich plane, dieses Jahr 52 Kurzgeschichten zu schreiben. Ja, das klingt verrückt, aber nach dem Schreck mit dem Brustkrebs meines Vaters brauche ich eine Herausforderung, die Spaß machen wird (und ich liebe Kurzgeschichten). Mir ist schon klar, dass ich es wahrscheinlich nicht hinbekommen werde, jede Woche eine Kurzgeschichte zu schreiben, ins Deutsche zu übersetzen und sie auf meinem Blog zu posten, aber ich schwöre, dass ich es wenigstens versuchen werde. Mein Ziel ist es, genügend für 4 ofer 5 Anthologien zusammen zu bekomme. Solltest du eine coole Idee haben, die ich als prompt verwenden könnte, kannst du sie mir gerne über das Kontaktformular auf dieser Seite zuschicken. Ist es ein guter Vorschlag, greife ich vielleicht zu.

Um euch einen Eindruck vom Umfang dieser Herausforderung zu geben, sehen wir uns mal ein paar zahlen an (seltsamerweise liebe ich Zahlen beinahe genauso sehr wie Worte). Ein umfangreicher Krimi hat zwischen 50 und 75 Tsd. Worte, ein epischer Fantasyroman etwa 100 bis 250 Tausend. Gehe ich von einer durchschnittlichen Länge meiner Geschichten von ca. 3000 Worten aus, muss ich 156 Tsd. Worte schreiben, plus die Übersetzung, plus die etwa 100 Tsd. Worte, die ich noch für meine derzeitige Novelle, das Ende von Schottlands Wächter Teil 2 und eine weitere Märchenadaption brauche. Das macht insgesamt 412 Tsd. Worte in 2017 (und man sollte die Veröffentlichungen nicht vergessen, die noch anstehen).

Jetzt lasst uns mal auf die Zahlen vom letzten Jahr gucken: Ich habe es geschafft, insgesamt 304574 Worte zu schreiben und übersetzen. Hätte ich jeden Tag des Jahres geschrieben (auch an Wochenenden und in den Ferien) Wären das magere 835 Worte pro Tag. Da ich mir aber die Wochenenden und Schulferien frei halte, lag ich vermutlich eher beim Doppelten pro Tag. Um mein Ziel in 2017 zu erreichen, muss ich täglich 2200 Worte schaffen. Das nenne ich eine echte Herausforderung, und ich werde nicht verzweifeln, sollte es mir nicht gelingen. Aber mein Ehrgeiz ist es doch, dieses Ziel zu knacken.

Wünscht mir Glück (und genug Zeit zum Schreiben)! Ich werde am 26. Januar die erste Geschichte posten, wenn es Zeit für den üblichen Story Time Bloghop ist.

P.S.: Wenn du mehr als nur den Anfang der Geschichten (die ersten 100-250 Worte) lesen willst, must du schnell sein (die vollständige Geschichte wird nur wenige Tage nach dem Einstellen wieder verschwinden) oder auf 2018 warten, wenn ich sie alle in Bündeln mit 5-6 Geschichten veröffentlichen werde.

» Read More

Storytime Bloghop Oktober 2016

Ein Vierteljahr geht so schnell vorbei, dass ich kaum merke wie viel Zeit vergeht. Und dabei rase ich bereits auf die 50 zu. Zum Glück fühle ich mich viel, viel jünger (was wohl auch daran liegt, dass ich seit über 30 Jahren glücklich in denselben Mann verliebt bin). Hier sind wir also mal wieder. Bald ist Halloween und dann Weihnachten, zuvor aber der übliche Bloghop.
bloghop
Meine mittlere Tochter ist ein großer Fan von Australien (hat sie wahrscheinlich von ihrer Mutter (mir) geerbt). Ihre Lieblingsband ist 5SoS, sie interessiert sich für die Geschichte der Aboriginees (hat sogar ein frewilliges Referat in der Schule gehalten) und für die einmalige Tierwelt. Ich bin mir sicher, sie würde zu gerne nach Australien reisen, um alles mit eigenen Augen zu sehen. Selbstverständlich habe ich mir etwas einfallen lassen, wie sie diesen Traum wahr machen kann. Viel Spaß bei der Geschichte (wie immer gibt es unterhalb Links zu weiteren Geschichten, die dann aber wie immer auf Englisch sind).

Australische Träume

Glauben Sie an Magie? Besuchen sie Australien für ein Zehntel des üblichen Preises. Informationsveranstaltung St. Pauls, Kirkstreet, Montag 17:00 Uhr

australia-62823_640Die Musik einer australischen Band füllte mein kleines Wohnzimmer, als ich auf die Anzeige starrte und versuchte, die aufkeimende Hoffnung zu unterdrücken. So ein Angebot konnte nicht wahr sein. Australien war mein Traumland. Ich hatte alle Bücher gelesen, alle Filme gesehen, und schleppte ein Erste-Hilfe-Täschchen mit mir herum, in dem alles enthalten war, was man zur Behandlung von Schlangenbissen brauchte, einschließlich der Gegenmittel für die wichtigsten Gifte. Nicht, dass ich das je brauchen würde. Ich hatte zwar jeden Pfennig gespart, solange ich mich erinnern konnte, aber es reichte nicht – nicht einmal für eine Hinfahrkarte. Grob geschätzt wäre ich fünfzig, bevor ich genug Geld für eine dreimonatige Reise hätte. Also, was hatte ich zu verlieren?

***

Ich betrat St. Pauls etwas zu spät und war trotzdem die einzige Besucherin. Das hohle Gefühl in meinen Eingeweiden breitete sich aus. Ich hatte ja gewusst, dass das Angebot der Anzeige zu gut war, um wahr zu sein. Ich wollte fliehen, aber der Ausgang wurde von einem Aborigine in einem Lendenschurz blockiert.

Willkommen. Ich bin sehr glücklich, dass Sie hier sind.“ Sein faltiges Gesicht verzog sich zu dem freundlichsten Lächeln, das ich je gesehen hatte. Er nahm meine Hände und zog mich zu einer Matratze, die in dem freien Raum zwischen dem Altar und den Bänken lag. „Bitte, setzen Sie sich zu mir. Sie können in weniger als fünf Minuten in Australien sein.“

Meine Hände wurden feucht. War dies echt, oder war ich doch einem Betrüger aufgesessen? Eins war sicher, er spürte meine Sehnsucht. Na, ich würde mich jedenfalls nicht um meine schwer verdienten Ersparnisse bringen lassen.

Ich habe kein Geld.“ Das war nur eine kleine Lüge.

Machen Sie sich doch keine Sorgen um etwas so Unwichtiges.“ Der Aborigine setzte sich mit gekreuzten Beinen auf die linke Seite der Matte und zeigte auf den freien Platz. „Bitte lassen Sie mich erklären. Es hängt alles mit dem Träumen zusammen.“

Träume?“ Ich hatte von ihrer Religion gelesen. Sie bestand aus Tausenden von Geschichten über die Entstehung der Welt und die Ahnen der Aborigines. Aber was hatte das mit meinem Besuch in Australien zu tun? Das war alles zu verwirrend. Trotzdem setzte ich mich hin. Vielleicht konnte ich etwas Neues lernen.

Ob Sie es glauben oder nicht, ich komme aus einer Zeit, bevor der weiße Mann nach Australien kam. Meine Ahnen brachten mich heute her und versprachen mir, jemanden zu mir zu leiten, der mir helfen kann. Und das haben sie getan.“ Er lächelte erneut, und ich entspannte mich, ohne zu verstehen warum. „In meiner Zeit ging mein Sohn auf einen Walkabout, um sich auf die Übernahme der Häuptlingswürde vorzubereiten. Am Tag seiner Rückkehr fand ich ihn halb bei Bewusstsein in der Nähe unseres Dorfes. Er war von einer Todesotter gebissen worden, was merkwürdig war, denn sie beißen eigentlich nicht gern. Ich rief die Ahnen an. Sie brachten mich her und schickten Sie zu mir. Werden Sie mich begleiten und meinen Sohn retten?“ Er sah mich mit großen, hoffnungsvollen Augen an. Wie konnte ich so einer Bitte widerstehen? Bestenfalls würde ich ein wenig von Australien sehen. Im schlechtesten Fall verschwendete ich etwas Zeit, um einem alten Irren zu gefallen. Also nickte ich.

Er nahm meine Hände, und das andauernde Summen eines Didgeridoos füllte meinen Kopf. Alles Licht verschwand. Das Dröhnen erinnerte mich an einen geschäftigen Bienenkorb, aber es enthielt außerdem eine Melodie, die mich mit sich riß. Als Worte das Lied begleiteten, kehrte das Licht zurück und ich fand mich unter einem Himmel mit einem Vollmond und dem Kreuz des Südens wieder, das ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte. Wilde, aromatische Düfte füllten meine Nase, und das Sirren der Insekten fiel in das Lied ein.

Der alte Mann saß unter einem Eukalyptusbaum uns spielte auf einem Didgeridoo. Neben ihm wälzte sich ein Mann hin und her, vielleicht in den frühen Dreißigern. Er atmete schwer und schwitzte stark. Zum Glück reichte das Mondlicht, um den Biss an seinem Knöchel zu erkennen. Ich zog mein Erste-Hilfe-Täschchen hervor und benutzte die Pumpe, um so viel Gift wie möglich aus dem Körper zu saugen. Der Mann stöhnte. Als ich mir sicher war, das Bestmögliche getan zu haben, lud ich eine Spritze mit dem Gegenmittel und injizierte es ihm. Hoffentlich reichte das, um das Gift zu besiegen. Todesottern setzten bei einem Biss sehr viel Gift frei. Meine Segenswünsche mischten sich mit dem Lied des alten Mannes, während wir warteten.

Als der Morgen dämmerte wurde die Atmung des Verletzten endlich ruhiger. Er schwitzte nicht mehr und fiel in einen heilenden Schlaf.

Der alte Mann hörte auf zu spielen. Die Melodie endete, und ich wurde in die Dunkelheit gerissen. Alles, was ich noch hörte, waren seine Abschiedsworte.

Danke. Wir schulden Ihnen einen langen Besuch.“

***

Als mich eine Hand an der Schulter berührte, öffnete ich meine Augen. Ich lag auf der Matratze in St. Pauls, und eine junge Aborigine Frau beugte sich mit einem Lächeln über mich.

Also sind sie doch hier. Ich hatte nicht erwartet, dass die Geschichten meines Ururgroßvaters wahr sind“, sagte sie und half mir beim Aufstehen. Dann kreuzte sie die Arme vor der Brust und verneigte sich. „Ich fühle mich geehrt, Ihre Bekanntschaft zu machen und bin gekommen, um Sie für einen mehrmonatigen Besuch zu uns nach Australien zu holen, so wie es mein Ururgroßvater verlangte.“ Als sie sich wieder aufrichtete, erhellte ein Lächeln ihr Gesicht, das dem ihres Vorfahren sehr ähnelte. „Und da dachten wir alle, Sie wären seinen Träumen entstiegen.“

Ja, ein Traum war es – mein Traum, der wahr wurde.

 

Links zu weiteren Geschichten (auf Englisch):
Karen Lynn The Waves at Midnight
Sherri Conway Ants
Elizabeth McCleary Over James Henry Wilcox Dead Body
Canis Lupus The Picture
Peg Fisher All In the Fall, a Fractured Fairytale
Bill Bush Trapped
Crystal Collier Emily’s Ghost
Viola Fury 911
Benjamin Thomas Autumn Cascade
C. Lee McKenzie Beautiful
Erica Damon Penance‘
J. Q. Rose Sorry
Elise VanCise Lady In The Woods
Barbara Lund Spooky Space
Angela Wooldridge Quiet Neighbours

» Read More

Storytime Bloghop (englisch)

Ja, es ist schon wieder soweit. Hier ist der Storytime Bloghop für den Juli. Diesmal präsentieren 12 AutorInnen (inklusive mir) ihre Geschichten. Viel Spaß. Hier ist meine (Sorry, ich hatte nicht genug Zeit für die Übersetzung).

bloghop

Lobster One

“Lobster One. Report to base.” The voice from the loudspeaker crackled. The lonely bluish gray crustacean on the bridge sighed. Luckily the trip was nearly over, so he needed worry about repairing it any longer. His long-range sensors had already caught the data stream of a suitable planet.

“Lobster One reporting. Possible planet found. Commencing scouting endeavor. Requesting full weapon access.”

“The use of all weapons has been approved. Good luck, Lobster One.”

A few seconds later the vessel slowed and found a place in the orbit of the planet. It looked promising with its wide expanse of water. With a little terraforming it would surely not be a problem to submerge most of the land masses …

… diese Geschichte erscheint irgendwann in einer meiner Kurzgeschichtensammlungen. Wenn du über die Neuerscheinung informiert werden willst, werde Mitglied meiner Lesergruppe.

Euch bleiben ja noch die anderen Geschichten (wie immer auf Englisch):


____________________

Here are the links to the other stories. Enjoy them and please leave comments. We can only improve our craft if you let us know what works and what doesn’t. Thanks for reading.

S.R. Olson, Malakai’s Gift

Wendy Smyer Yu, Into The Light

Emily Plesner, Time Stops When I’m With You

Barbara Lund, Separate Space

Shana Blueming, A Melting Heart

Juneta Key, To Be Announced

Angela Wooldridge, Midwinter

Lee Lowery, All Aboard

Elizabeth McCleary, OverWhelmed

Viola Fury, The Day The Cat Got Out

Karen Lynn, Dragon Smoke and Wind

» Read More

Storytime Bloghop April 2016

bloghopJa, es ist schon wieder Zeit dafür. Bitte denkt daran, dass meine Geschichte nur für einen begrenzten Zeitraum verfügbar sein wird (sagen wir bis zum 2. Mai). Wenn ihr sie also lesen wollt, beeilt euch. ?

Natürlich machen auch diesmal wieder etliche AutorInnen aus den USA mit, die ich am Ende der Geschichte verlinkt habe. Wer gut genug Englisch kann, sollte ihre Geschichten unbedingt lesen. Und jetzt, viel Spaß:

Nasse Küsse

Küss den FroschDie kratzige Oberfläche der Chaiselongue juckt an meinen Handflächen, als ich mit geschlossenen Augen daliege. Warum muss ich überhaupt liegen? Es ist ja nicht so, dass ich krank wäre … (hier stand bis vor Kurzem noch der Rest der Geschichte.)

 

… diese Geschichte erscheint demnächst als Bonusgeschichte in einer meiner Märchenadaptionen. Wenn du über die Neuerscheinung informiert werden willst, werde Mitglied meiner Lesergruppe.

Euch bleiben ja noch die anderen Geschichten (wie immer auf Englisch):

Marie Lee Grandpa
Barbara Lund Changing Space
Juneta Key Instinct
Elizabeth McCleary Window
Karen Lynn Williams

» Read More

Follow Me

RSS Feed for posts follow me on goodreads follow me on Facebook follow me on Pinterest

 

Bücher

Archive

schöner lesen ohne Nazis