Frohe Weihnachten

oder Warum NaNo dieses Jahr kein Erfolg war!

Im November, wenn ich eigentlich am monatlichen Schreibmarathon NaNoWriMo teilnehme, wurde entschieden, dass meine Älteste aus dem betreuten Wohnen in ihre erste eigene Wohnung ziehen darf. Sie will diese mit ihrer besten Freundin teilen. Es wurde abgemacht, dass sie bis dahin das Kochen und dem Umgang mit größeren Finanzbeträgen lernen solle. Natürlich rechneten wir bei der derzeitigen angespannten Wohnungslage mit einem Übergangszeitraum von mindestens drei Monaten.

Doch zu unser Überraschung hatten die beiden bereits in der zweiten Novemberwoche eine frisch renovierte 4-Zimmer-Küche-Bad Wohnung reservieren können, die sowohl finanziell als auch von der Größe her im Budget lag. Die Mädels waren begeistert … und ich auch, bis mir klar wurde, wie viel Arbeit das für mich bedeutete: Bürokratie. Ich habe einen Antrag nach dem anderen ausgefüllt, hier etwas abbestellt, da Energie angemeldet … An einem Tag brachte ich zweiundzwanzig Briefe zur Post, das meiste Anträge.

Es schien ewig zu dauern, aber Anfang Dezember bekamen wir die notwendigen Zusagen der Ämter und konnten endlich den Mietvertrag unterzeichnen. Also haben die Mädchen ihre Sachen gepackt. In ihrer Freude fuhren sie Kiste um Kiste mit dem Fahrrad in die neue Wohnung. Daher erwartete ich, den Rest mit wenigen Fuhren im PKW ausräume zu können und fuhr zur Wohnung der besten Freundin meiner Tochter, die im 5.Stock lag. Für die Möbel wollten wir dann einen Transporter mieten.

Wir arbeiteten vom Vormittag bis Abends, und es war immer noch nicht alles weg (so schlimm wie in dem Bild war es aber nicht). Also holten die Kinder am nächsten Tag wieder mit dem Fahrrad Kisten. Dabei griff die Bewohnerin der Nachbarwohnung die Freundin meiner Tochter mit einem auf Leinwand gedruckten Bild an und schlug ihr den seitlich gegen den Kopf, so dass die Freundin eine mittelschwere Gehirnerschütterung davontrug. Die Polizei wurde eingeschaltet, was bedeutete, dass wir einige Tage später dort unsere Aussage machen mussten. Und dann setzte uns die Hausverwaltung einen engen Termin: wegen der Feiertage sollte die Wohnung bis zum 28.12. 16:00 ausgeräumt und das Schlafzimmer, das der Vormieter grün gestrichen hatte, weiß gestrichen sein (das war letzten Dienstag).

Ich trommelte also Freunde und Familie zusammen, die auch alle kamen, weil sie tolle Menschen sind. In einer gemeinsamen Anstrengung räumten wir die Wohnung aus, strichen das Zimmer, karrten die Möbeln in die neue Wohnung („nur“ 3. Stock), packten den Sperrmüll auf einen Anhänger, und reinigten alles. Glaubt mir, ich war in meinem ganzen Leben noch nicht so kaputt.

Deshalb wünsche ich allen ein friedliches und ruhiges Weihnachtsfest. Ich werde zwischen den Jahren nicht schreiben, obwohl ich das dringen tun müsste. Stattdessen werde ich lesen und entspannen, damit ich für das nächste Jahr gewappnet bin.

Euch wünsche ich natürlich dasselbe.

Es tut mir Leid, dass ich dieses Jahr nicht dazu gekommen bin, Weinachtkarten zu schreiben oder dass Geschenke zu spät abgeschickt wurden. Aber wie ihr seht, gab es nicht genügend Stunden pro Tag und zu wenig Energie in meinem alternden Körper. Möge sich jeder umarmt fühlen, der eine Umarmung braucht. Dafür habe ich genug Kraft.

Ich wünsche euch allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

Wir sehen/lesen uns 2019 wieder (geplant sind weitere Beiträge über die Römerreise mit meinem Mann und über meinen Versuch, die Diabetes unter Kontrolle zu bringen).

 

P.S.: Wer Englisch kann, kann noch bis zum 2. Januar den Indie Authors‘ Advent Calendar genießen.

 

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