Meine Erfahrungen mit Diabetes (4)

Zusammengefasst schlägt Dr. Fung vor, mehr Fett und weniger Kohlehydrate zu essen (da diese hohe Insulinlevel verursachen, die Gewichtszunahme und Diabetes zur Folge haben) und das Zeitfenster, in dem gegessen wird, möglichst klein zu halten. Zwischen dem letzten Mahl des Tages und dem ersten Mahl des nächsten Tages sollten mindestens 16 Stunden liegen. Das nennt sich intermittierendes Fasten.

KohlehydrateDas erste Mal, als ich Dr. Fungs Methode folgte, ass ich von montags bis freitags nur eine Mahlzeit pro Tag und reduzierte Kohlehydrate (siehe Bild) so weit es ging. Am Samstag oder Sonntag erlaubte ich mir Brot oder Brötchen (die einzige Sehnsucht, die ich hatte) und aß dreimal täglich (spätes Frühstück, normales Mittag, frühes Abendbrot). Alkohol fasste ich nicht an.

Was mich am meisten überraschte war, dass ich mich nicht müde und abgeschlagen fühlte und dass ich nicht dauernd ans Essen denken musste. Ich fühlte mich energiegeladen, war wach und ausgeruht, selbst wenn ich zu wenig geschlafen hatte. Meine Blutdruckwerte und die Anzahl der Herzschläge nahmen ebenfalls ab (ich muss sie wegen Bluthochdruck überwachen). Am Ende meines ersten Mals (wenn man das aus dem Zusammenhang reißt, gäbe das ein ganz schiefes Bild, grins), hatte ich ohne Anstrengung 10kg verloren und alle von mir überwachten Gesundheitswerte hatten sich verbessert.

Aber warum? Nun, der Grund dafür ist das Insulin.

Mit der ständigen Verfügbarkeit von Lebensmitteln, gesüßten Getränken und Alkohol, begannen die Leute auch mehr als drei mal am Tag zu essen. Der Durchschnittsverbrauch von gesüßten Getränken und Alkohol (hauptsächlich Bier) stieg. Diese Form der Ernährung zwingt den Körper 24/7 Insulin zu produzieren. Das Problem mit Insulin ist, dass seine Anwesenheit dazu führt, dass die Körperzellen immer widerwilliger darauf reagieren. Es entsteht eine Insulinresistenz = Diabetes II!

fatAuch ist Insulin für das Einlagern von Energie verantwortlich. Je mehr Insulin ein Körper produziert und je länger es im Blut bleibt, desto mehr Energie wird in den Fettzellen abgelegt. Ergebnis: Gewichtszunahme!

Daher ist Insulin sowohl für Fettleibigkeit (Adipositas), als auch für Diabetes Typ II verantwortlich. Dr. Fungs Empfehlung, mehr Fett (das eine wesentlich geringere Ausschüttung von Insulin verursacht) und weniger oft zu essen (was dem Insulinlevel die Zeit gibt, zwischen den Mahlzeiten auf Null abzusinken) hilft in beiden Fällen.

Nach den Sommerferien, als ich ganz und gar davon überzeugt war, dass seine Methode meine beiden Probleme (Übergewicht und Diabetes II) in den Griff bekommen kann, entschied ich mich, das Ganze ein wenig wissenschaftlicher anzugehen. Davon erzähle ich dann nächste Woche.

 

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