Themenmonat April:
Neuerscheinung und
kostenlose Geschichte

Und schon wieder eine Veröffentlichung: Vom 19. of April an gibt es den dritten Sammelband meiner Märchenadaptionen auf Amazon (Ja, diesmal sogar in KU). Bei den anderen Verkaufsplattformen erscheint es dann in 90 Tagen. Wenn ihr die Geschichten noch nicht kennt, hier sind sie alle:

 

Today, you’ll also get a free short story from me and I hope you’ll like it. As usual there’s a list of more participants of this BlogHop after my story. Enjoy and leave a comment!

 

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Ein toller Tag

Der erste April war der erste sonnige und warme Tag des Jahres. Natürlich beschloss meine Familie, auf der Terrasse zu essen. Der Himmel war so blau wie die Augen meines kleinen Neffen und kleine weiße Wolken zogen langsam über ihn hinweg. Vögel sangen überall, nicht nur im Garten meiner Eltern, und die Apfel-, Kirsch- und Birnbäume hoben weißen und rosa Blütenwolken der Sonne entgegen.

Ich liebte den Tag – bis mein Blick auf zwei kleine rote Kugeln inmitten der Kirschblüten fiel. Kirschen? Zu dieser Zeit des Jahres? Unmöglich! Es musste etwas anderes sein. Ich stellte den Stapel Teller ab, den ich zum Terrassentisch getragen hatte, drehte mich um und ging näher an den Baum heran.

Mir fiel die Kinnlade runter. Ein Elefant von der Größe eines Kleinwagens saß auf einem der Äste. Seine hellgraue Haut verschmolz perfekt mit den Blüten. Als er seine roten Augen auf mich richtete, stolperte ich rückwärts.

„Leute!“ rief ich. „Hey, Leute! Das müsst ihr sehen!“

„Was denn?“ Mein Bruder rief zurück. Er war gerade dabei, die Teller zu verteilen, die ich stehen gelassen hatte.

„Da ist ein verdammter Elefant in unserem Kirschbaum!“

„Ja, klar.“ Er lachte und arbeitete weiter. „Guter Versuch.“

Seine Kinder kamen angerannt und wollten wissen, wo der Elefant sei, aber als ich auf ihn zeigen wollte, war er verschwunden, egal wie sehr ich versuchte, ihn wieder zu finden. Die Kinder waren ziemlich enttäuscht.

„Das war kein sehr lustiger Aprilscherz“, sagte die Älteste, meine zehnjährige Nichte.

„Ich wollte den Elefanten so gerne sehen.“ Meine jüngste Nichte umarmte mich. „Es tut mir leid, dass er jetzt weg ist.“

Ich sah ihnen zu, wie sie über den blütenbedeckten Rasen rannten und dabei Narzissenbüscheln und Märzenbechern ebenso auswichen wie den schlaffen Krokussen und Schneeglöckchen, ohne es auch nur zu bemerken.

Als ich mich umdrehte, um einen letzten Blick in den Kirschbaum zu werfen, tauchte der Elefant wieder auf, weil er seine Augen öffnete. Wurde er wirklich unsichtbar, wenn er sie schloss?

„Toller Trick, was?“ Er zwinkerte mir zu.

Ich brauchte eine ganze Minute, um wieder zu Verstand zu kommen. Dann fragte ich: „Warum?“ Und als er nicht antwortete, erweiterte ich die Frage. „Warum hast du das gemacht?“

Er kicherte. Es war das seltsamste Geräusch, das ich je gehört hatte, eine Mischung aus einer verstopften Trompete und dem Quieken einer Maus.

Der Elefant spreizte seine großen Ohren, sprang vom Ast und schwebte in der Luft über mir. Mit seinem Rüssel tätschelte er den Scheitel meines Kopfes. „April, April!“

Er flatterte mit den Ohren, erhob sich in die Lüfte und verschwand innerhalb eines Herzschlages. Und ich stand da, starrte ihm hinterher und fragte mich, wie er mit geschlossenen Augen fliegen konnte.

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Hier gibt es noch mehr Geschichten (allerdings nur auf Englisch):

Were’s the Rabid Rabbit Jemma Weir
VI – The Lovers by Raven O’Fiernan
Grit Nearly Succeeds by Bill Bush
Unknown Title by Sabrina Rosen
For a Breath of Air by Nic Steven
Pitch by Sandra Llyn
Bees by Barbara Lund
Bullied by Elizabeth McCleary
Love’s Sweet Prick by Sabrina Rosen

 
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